Seikos von 1913 inspirierte Presage-Uhren starten mit Emaille- und Urushi-Zifferblättern

Nur einen Tag nach der Vorstellung der Bonsai Pine Edition hat Seiko zwei weitere neue Presage-Uhren angekündigt, die der Laurel Tribut zollen – jener Armbanduhr, die das Unternehmen 1913 auf den Markt brachte und die zugleich die erste Armbanduhr Japans war. Die HCC005 und HCC006 erscheinen im September und interpretieren dieselbe historische Vorlage auf unterschiedliche Weise.
Das weiße Emaille-Zifferblatt der HCC005 setzt auf Ziffern im Breguet-Stil, eine rote 12 und gebläute Zeiger. Damit orientiert es sich so deutlich an der ursprünglichen Laurel, dass die Verbindung auf den ersten Blick erkennbar ist. Dieselbe rote 12 verwendete Seiko bereits 2023 bei seiner Presage mit Emaille-Zifferblatt zum 110-jährigen Jubiläum. Das Stahlgehäuse ist hier mit einer besonders widerstandsfähigen Beschichtung versehen.
Die HCC006 behält dasselbe Layout bei, schlägt mit ihrem schwarzen Urushi-Lackzifferblatt jedoch optisch eine andere Richtung ein. Die goldenen Ziffern werden in Kaga-Maki-e-Technik ausgeführt, einer mit Kanazawa in der Präfektur Ishikawa verbundenen Lack- und Goldverzierungstechnik. Dazu kommt ein goldfarbenes Gehäuse. Da der Urushi-Lack von Hand aufgetragen wird, unterscheiden sich die Zifferblätter laut Seiko jeweils geringfügig voneinander.
Ein Detail kann leicht missverstanden werden. Das Hilfszifferblatt bei 6 Uhr sieht wie eine kleine Sekundenanzeige aus, wie sie auch die Laurel besaß, tatsächlich zeigt es jedoch einen 24-Stunden-Zyklus an. Das Kaliber 6R5H gibt es nicht in einer Variante mit kleiner Sekundenanzeige, weshalb das Layout eher eine optische als eine funktionale Komplikation darstellt. Die auf Uhren spezialisierte Seite @plus9time weist in einem Instagram-Beitrag ausdrücklich darauf hin.
Alle übrigen Eigenschaften teilen sich die beiden neuen Modelle. Die Gehäuse messen jeweils 39,6 mm im Durchmesser, sind 12,4 mm dick und haben eine Länge von 46,8 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß. Die Bandanstoßbreite beträgt 20 mm. Beide Uhren werden mit Rindslederarmbändern und Dreifachfaltschließen ausgeliefert. Ein doppelt gewölbtes Saphirglas schützt das Zifferblatt, während ein Sichtboden den Blick auf das Uhrwerk freigibt: 24 Steine, 72 Stunden Gangreserve und eine Ganggenauigkeit von +25 bis -15 Sekunden pro Tag.
Überraschenderweise führt Seiko beide Modelle in den technischen Daten lediglich als spritzwassergeschützt auf, anstatt eine konkrete Wasserdichtigkeit in Metern anzugeben. In Großbritannien kostet die HCC005 1.250 Pfund (1.430 Euro im deutschen Shop), die HCC006 1.400 Pfund (keine Angaben zum Europreis). Bei beiden handelt es sich nicht um limitierte Editionen, weshalb es dieses Mal vergleichsweise einfacher sein dürfte, eines der Modelle zu bekommen.












