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Seltener Fund im All: Hybride Nova 16.000 Lichtjahre von der Erde entfernt entdeckt

Konzeptionelles Bild einer kosmischen Explosion
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Konzeptionelles Bild einer kosmischen Explosion
Astronomen untersuchen derzeit eine neu entdeckte Nova. Es handelt sich um einen seltenen Typus, der als hybride Nova bekannt ist. Diese Entdeckung wird Wissenschaftlern dabei helfen, Novae besser zu verstehen.

Nova Vulpeculae 2024 ist eine hybride Nova, die sich 16.000 Lichtjahre entfernt im Orion-Cygnus-Arm der Milchstraße befindet. Eine Nova entsteht in einem Doppelsternsystem, in dem zwei Sterne einander umkreisen. Einer der Sterne, ein Weißer Zwerg, zieht in einem Prozess, der Akkretion genannt wird, langsam Gas von seinem Begleitstern ab.

Dies führt zu einer Ansammlung von Wasserstoffgas auf der Oberfläche des Weißen Zwergs, wodurch Druck und Temperatur ansteigen, bis es schließlich zu einer thermonuklearen Explosion kommt. Diese plötzliche Erhellung wird als Nova bezeichnet. Nach diesem Helligkeitsausbruch verblasst sie langsam wieder.

Novae werden basierend auf ihren Spektren klassifiziert. Die Fe-II-Novae weisen starke Eisen-Emissionslinien auf, während die He/N-Novae Helium- und Stickstoff-Emissionslinien zeigen. Es gibt jedoch eine spezielle Klasse von Novae, die als Fe-II-Novae beginnen, sich aber später in He/N-Novae verwandeln. Dies ist selten, da die meisten Novae in einer Klasse verbleiben.

Nova Vulpeculae 2024 gehört zu dieser Kategorie. Ursprünglich wurde Nova Vulpeculae 2024 aufgrund ihres rötlichen Lichts als eine „gerötete“ (reddened) klassische Nova eingestuft. Wissenschaftler führten jedoch eine spektroskopische Überwachung mit verschiedenen Observatorien durch, um die Veränderungen der Nova im Zeitverlauf zu verfolgen.

Dabei fanden sie heraus, dass es sich um eine schnelle Nova handelte, deren Lichtkurve einer oszillierenden Nova ähnelte. Sie erreichte ihre maximale Helligkeit innerhalb von zwei Tagen und wies Oszillationen mit einer Amplitude von etwa einer Größenklasse (Magnitude) auf. Nahe der maximalen Helligkeit zeigte das Spektrum starke Fe-II-Emissionslinien und P-Cygni-Profile (Absorption), was darauf hindeutete, dass Gas vom Stern ausgestoßen wurde.

Später während der Eruption traten He/N-Spektrallinien auf, was eine Änderung des spektralen Verhaltens signalisierte. Diese hybride Nova bietet Wissenschaftlern die seltene Gelegenheit, zwei Nova-Verhaltensweisen in einem einzigen Ereignis zu beobachten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Seltener Fund im All: Hybride Nova 16.000 Lichtjahre von der Erde entfernt entdeckt
Autor: Chibuike Okpara, 12.03.2026 (Update: 12.03.2026)