Smartphone-Auslieferungen fallen auf niedrigsten Stand seit 13 Jahren

Erst PCs, nun Smartphones: Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent gesunken. Nach vorläufigen Schätzungen von Counterpoint Research ist dies das schwächste zweite Quartal seit 2013. Verantwortlich für den Rückgang ist einmal mehr die mittlerweile allgegenwärtige Speicherkrise. Sie hat die Herstellungskosten erhöht und die Hersteller zu Preisanhebungen gezwungen, insbesondere im Einsteigersegment. Dadurch ist die Nachfrage nach günstigeren Geräten deutlich zurückgegangen, da viele Verbraucher einen Modellwechsel aufschieben.
Die Speicherkrise trifft die Hersteller unterschiedlich stark, besonders unter Druck stehen Marken mit einem hohen Anteil günstiger Smartphones. Samsung hat mit einem Anteil von 24 Prozent an den weltweiten Auslieferungen die Spitzenposition zurückerobert. Dazu haben vor allem die starken Verkäufe der Galaxy-A-Serie und eine stabile Nachfrage in mehreren Regionen beigetragen. Apple hat trotz der allgemeinen Marktschwäche einen Rekordanteil von 20 Prozent für ein zweites Quartal erreicht, gestützt durch die weiterhin robuste iPhone-Nachfrage. Xiaomi folgt mit 12 Prozent auf dem dritten Platz, dahinter liegen Oppo mit 11 Prozent und Vivo mit 8 Prozent.
Counterpoint rechnet damit, dass die Branche wegen des weiterhin knappen Speicherangebots bis zum Ende des Jahres 2026 unter Druck bleibt. Flaggschiff-Smartphones dürften die Abschwächung besser verkraften als Einsteigermodelle. Nach Einschätzung der Analysten werden die anhaltenden Komponentenengpässe und höheren Endkundenpreise die Nachfrage jedoch weiter dämpfen, bis sich die Versorgungslage verbessert.












