Samsung Galaxy A57 5G: Feinschliff mit unerwarteter Schwäche

Samsung spendiert dem Galaxy A57 5G ein behutsames Update. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein schlankeres und leichteres Gehäuse, der neue Exynos-1680-Prozessor, IP68-Zertifizierung sowie Wi-Fi 6E und Bluetooth 6.0. Gleichzeitig steigt die UVP auf 529 Euro.
Das Gehäuse hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Aluminiumrahmen und Gorilla Glass Victus+ sorgen für Stabilität, die Verarbeitung ist bis auf kleine Ungenauigkeiten bei den Spaltmaßen gelungen. Das 6,7 Zoll große AMOLED-Display überzeugt mit hoher Helligkeit, kräftigen Farben und einer präzisen Farbdarstellung im natürlichen Modus. Die PWM-Dimmung arbeitet jedoch weiterhin mit nur 240 Hz und kann empfindliche Nutzer beeinträchtigen.
Der Exynos 1680 sorgt für eine flüssige Alltagsperformance und legt gegenüber dem Vorgänger vor allem bei der Multi-Core-Leistung zu. Auch unter Dauerlast bleibt die Performance stabil. Für anspruchsvolle Spiele reicht die Grafikleistung jedoch nicht aus, da hohe Detailstufen oft nicht verfügbar sind.
Bei der Ausstattung punktet das Galaxy A57 mit sechs Jahren Android- und Sicherheitsupdates sowie den modernen Funkstandards. Weniger zeitgemäß ist dagegen der USB-2.0-Anschluss ohne DisplayPort oder DeX.
Die 50-MPix-Hauptkamera liefert solide Fotos mit natürlicher Farbabstimmung, bleibt angesichts der Preisklasse aber hinter den Erwartungen zurück. Auch Ultraweitwinkel- und Makrokamera überzeugen nur bedingt. Die größte Enttäuschung ist die Akkulaufzeit. Trotz unverändertem 5.000-mAh-Akku hält das Galaxy A57 im Test kürzer durch als sein Vorgänger und bildet im Vergleichsfeld das Schlusslicht. Geladen wird weiterhin mit bis zu 45 Watt.
Das Galaxy A57 5G (hier bei Amazon kaufen) präsentiert sich als hochwertiges Mittelklasse-Smartphone mit guter Leistung und langer Software-Unterstützung. Die geringen Fortschritte gegenüber dem Galaxy A56, die gestiegene UVP und die schwache Akkulaufzeit verhindern jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung.












