Steam Machine: Hardware Unboxed spottet nach BIOS-Update über „einfacher als ein Gaming-PC“-Argumente

Viele Fans der Valve Steam Machine verteidigen die Konsole im Internet leidenschaftlich gegen Vergleiche mit vorkonfigurierten Gaming-PCs. Seit der Markteinführung drehen sich diese Diskussionen häufig um das Argument, dass die Steam Machine klassischen Spielkonsolen wie der PS5 ähnlicher sei als einem fertigen Gaming-PC, da sich Nutzer nicht mit Treibern und Updates beschäftigen müssten, wie es bei einem vorkonfigurierten Gaming-PC normalerweise der Fall ist.
Hardware Unboxed hat diese Argumentation nun auf X aufgegriffen – und zwar vor dem Hintergrund, dass die Steam Machine ein offizielles BIOS-Update erhalten soll, um das Problem mit der roten Warn-LED zu beheben. Zur Einordnung: Einige Nutzer hatten zuletzt berichtet, dass ihre Steam Machine eine rote LED anzeigt, die eigentlich als Warnsignal vor einer Überhitzung dient. Valve stellte inzwischen klar, dass kein Hardwaredefekt vorliegt, und kündigte ein neues BIOS-Update an. Dieses soll den Temperaturschwellenwert anheben, ab dem die rote Warn-LED aktiviert wird.
Vor diesem Hintergrund kommentierte Hardware Unboxed die Situation sarkastisch und erklärte, die Steam Machine solle „einfacher zu handhaben sein als ein klassischer Gaming-PC, benötigt aber bereits ein BIOS-Update, um Thermal-Throttling zu vermeiden“. Diese Aussage sorgte offenbar für kontroverse Reaktionen. Zahlreiche Antworten auf den Beitrag argumentieren, dass heutzutage praktisch jedes Unterhaltungselektronikgerät – darunter auch Notebooks und Spielkonsolen wie die PS5 – regelmäßig Updates erhalte.
Ein BIOS-Update für die Steam Machine sei daher nichts Ungewöhnliches. Zwar trifft es zu, dass inzwischen nahezu alle modernen Unterhaltungselektronikgeräte regelmäßig aktualisiert werden. Gleichzeitig schwächt dies jedoch eines der wichtigsten Argumente ab, mit dem manche Nutzer den Kauf der Steam Machine gegenüber einem leistungsstärkeren vorkonfigurierten Gaming-PC rechtfertigen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Steam Machine keine Stärken besitzt.
Im Gegenteil: Sie ist ein äußerst kompakter Gaming-PC, der die eigene Steam-Bibliothek abspielen kann und Nutzer gleichzeitig davon befreit, sich mit Windows auseinandersetzen zu müssen. Dennoch bleibt es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, überzeugend zu erklären, warum das aus Sicht des Preis-Leistungs-Verhältnisses schwache Angebot der Steam Machine kein Nachteil sein soll. Daran dürfte sich nach Einschätzung des Autors erst etwas ändern, wenn Valve den Preis der Konsole deutlich senkt.
Quelle(n)
r/steammachine, Hardware Unboxed on X, Teaser image source: Digital Foundry on YouTube




