Sonys Antwort auf Hello Kitty: „Nemu die Nachteule“ soll zur Millionenmarke werden

Hello Kitty gehört zu den bekanntesten Figuren der Welt und beschert dem japanischen Unternehmen Sanrio seit Jahrzehnten hohe Einnahmen, unter anderem durch Merchandise und Kooperationen mit anderen Unternehmen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei (Paywall) berichtet, möchte Sony offenbar eine ähnlich starke Charaktermarke aufbauen – und der erste Kandidat steht bereits in den Startlöchern.
Wenn der Name „Nemu die Nachteule“ (Original: „Nemu the Night Owl“) fällt, dürften die meisten wohl an eine Eule denken. Tatsächlich handelt es sich bei Sonys neuem Charakter aber um einen Bären – und zwar um einen, der nachts kein Auge zubekommt. Der Grund: Nemu zerbricht sich den Kopf über typische Alltagssorgen. Warum wird der Kollege vom Chef gelobt und man selbst nicht? Kommt man im Job eigentlich schnell genug voran? Solche Gedanken halten Nemu wach. Damit soll die Figur vor allem Situationen aufgreifen, in denen sich viele Menschen wiedererkennen.

Kein PlayStation-Masskottchen
Wer auf ein neues PlayStation-Maskottchen hofft, dürfte allerdings enttäuscht werden. Das Projekt stammt nämlich nicht von Sony Interactive Entertainment, sondern von Sony Creative Products. Nemu, der in Zusammenarbeit mit dem in Tokio ansässigen Charakterstudio Tsumupapa entwickelt wurde, soll also weder Astro Bot ersetzen, noch scheint ein Auftritt in einem Videospiel geplant zu sein. Die Pläne sind aber dennoch sehr ambitioniert.
Bis zum Geschäftsjahr 2030 will SCP eine eigene Charakter-IP etablieren, die einen Jahresumsatz von 10 Milliarden Yen erreicht. Das entspricht umgerechnet etwa 58 Millionen Euro. Erste Fans hat der schlaflose Bär bereits gefunden: Innerhalb eines Jahres soll Nemu über verschiedene soziale Netzwerke hinweg – darunter Instagram – mehr als 100.000 Follower gesammelt haben. Merchandise ist ebenfalls geplant und sogar eine Anime-Adaption soll sich bereits in Arbeit befinden. Bislang ist Nemu vor allem in Japan präsent. Konkrete Pläne für Europa oder Nordamerika gibt es bislang jedoch nicht. Wenn Sony seine ambitionierten Ziele verwirklichen möchte, dürfte an einer internationalen Vermarktung langfristig allerdings kaum ein Weg vorbeiführen.
Quelle(n)
Nikkei (auf Japanisch / Paywall)
Bildquelle: Tsumupapa / Sony Creative Products





















