Spotify soll KI-Offensive planen, bis zu 39% teurer werden

KI-generierte Musik ist für Streaming-Dienste interessant, nicht zuletzt, weil so potenziell keine Lizenzgebühren bezahlt und die Profite gesteigert werden können. Während sich Anbieter wie Qobuz von KI-generierter Musik distanzieren, haben Tidal und Spotify schon heute sehr lasche KI-Richtlinien. Laut eines Berichts der Financial Times plant Spotify nun eine regelrechte KI-Offensive, die schon im ersten Quartal 2027 starten soll.
Denn der Streaming-Marktführer erweitert das Spotify Premium Abonnement offenbar um ein optionales KI-Paket, das 4 bis 5 US-Dollar pro Monat kosten soll, wodurch das teuerste Abo des Dienstes um bis zu 39 Prozent teurer werden könnte. Wer bereit ist, diese zusätzlichen Kosten zu bezahlen, soll vor allem zwei neue Features erhalten. Erstens die Möglichkeit, bestehende Songs durch eine künstliche Intelligenz als Remix neu generieren zu lassen. Und zweitens die Option, einen beliebigen Song als Cover-Version einer beliebigen Band generieren zu lassen, um so den Stil des Songs zu verändern.
Unklar ist, wie sich diese KI-generierten Songs auf die Lizenzgebühren auswirken, die Spotify an Künstler bezahlt. Der Konzern soll bereits mit Plattenlabels verhandeln, wie hoch oder niedrig die Auszahlungen an Künstler letztendlich ausfallen werden, ist aber noch nicht bekannt. Spotify soll auch Schwierigkeiten haben, einige Künstler zu überzeugen, der KI-Nutzung ihrer Musik zuzustimmen. Laut eines Analysten, den die Financial Times zitiert, könnten bis Ende 2028 bereits rund 8 Prozent aller Spotify-Abonnenten diesen Aufpreis für KI-generierte Songs bezahlen.








