Serato DJ 5.0 startet offiziell mit neuer App für iPhone und iPad

Serato DJ 5.0 ist offiziell erschienen. Damit verlassen die neue Engine Lucid Beatgrids, Open Streaming und Cue Loops die Beta-Phase. Die größere Neuerung ist jedoch die erste iOS-App des Unternehmens: Serato stellt seine DJ-Software nun auch für iPhone und iPad bereit. DJs können damit ihre Tracks vorbereiten und auflegen, ohne einen Laptop mitnehmen zu müssen.
Die neue Serato-DJ-App für iOS basiert auf derselben Engine wie Serato DJ Pro und bietet eine Touchscreen-Oberfläche mit vertrauten Decks, Wellenformen, Crates (Musiksammlungen) und Performance-Pads. Sie unterstützt mehr als 120 kompatible Hardware-Setups, darunter Controller und Mixer von Herstellern wie AlphaTheta, Pioneer DJ, Rane und Numark. Wer keine externe Hardware verwendet, kann direkt auf dem Display mixen.
Die mobile App bietet Funktionen wie Serato Stems, Effekte, Cue-Punkte und Loops. Außerdem ermöglicht sie den Zugriff auf Streaming-Dienste wie Apple Music, Spotify, Tidal, Beatport und SoundCloud. Mit der neuen Funktion Serato iOS Transfer lassen sich Musikdateien, Crates, Cue-Punkte, Beatgrids und weitere Bibliotheksdaten vom Computer auf ein iPhone oder iPad übertragen – wahlweise kabellos oder per Kabel.
Das Desktop-Update führt unterdessen mit Lucid Beatgrids eine automatische Tempo-Erkennung ein, die auch wechselnde BPM-Werte und Live-Schlagzeugspiel berücksichtigen kann. Dank Open Streaming können DJs mehrere unterstützte Streaming-Dienste gleichzeitig nutzen, während Cue Loops einen Hot-Cue und einen Loop zu einem einzigen Auslöser kombiniert. Serato DJ für iOS lässt sich kostenlos herunterladen. Für den Zugriff auf erweiterte Funktionen ist jedoch entweder ein einmaliger Kauf für 149 US-Dollar (ca. 128 Euro) oder ein Abonnement der Serato DJ Suite für 14,99 US-Dollar pro Monat (umgerechnet 12,90 Euro/Monat) erforderlich. Wer bereits die Suite abonniert hat, kann die App ohne zusätzliche Kosten nutzen.
Die App setzt mindestens iOS oder iPadOS 18.6 voraus. Für ein optimales Nutzererlebnis empfiehlt Serato allerdings neuere Hardware und Software.
Nachdem DJs jahrelang Laptops mit in die DJ-Kabine nehmen mussten, bietet Serato nun eine deutlich kompaktere Alternative. Allerdings bedeutet der Umstieg auf ein Smartphone nicht zwangsläufig, dass auch ein separater Mixer überflüssig wird.












