Altes RAM in neuen Phones: China recycelt offenbar bis zu 6 Jahre alte Chips

Prinzipiell ist Recycling ja eine gute Sache, weswegen wohl auch ChatGPT auf Anfrage nach einem passenden Bild zum Thema den positiven Aspekt hervorhebt. Das Problem beim Wiederverwerten alter DRAM-Chips ist natürlich die Frage nach der Langlebigkeit derartig recycleter Chips, die offenbar immer öfter aus alten Produkten wie Phones, PCs und Servern herausgelötet und dann in neuen Smartphones wiederverwertet werden. Laut Berichten aus Südkorea, etwa von ChosunBiz sei insbesondere in China mittlerweile ein eigener Industriezweig im Entstehen, der von Herstellern günstigerer Smartphones eifrig genutzt werde.
Namen werden keine genannt. Ob die auch international agierende Hersteller der Top 5, konkret also Huawei, Honor, Xiaomi, Vivo und Oppo darunter sind, ist ebenfalls nicht Thema. Vorerst scheint das Phänomen jedenfalls primär Einsteiger-Smartphones zu betreffen. Laut Marktforschungsinstituten wie Counterpoint haben manche chinesische Hersteller ihre im Frühjahr stark reduzierten Verkaufsziele mittlerweile wieder angehoben, als primärer Grund für diese an sich positive Entwicklung wird der vermehrte Einsatz recycelter DRAM-Module genannt.
Solange die Speicherkrise im LPDDR-Markt zugunsten profitabler High-Bandwidth-Memory (HMB) Chips für Rechenzentren anhalte, dürfte Recycling eine zunehmend attraktive Alternative für Hersteller sein, sogar altes DDR4 könnte laut Analysten bald wieder verwertet werden. Sogar fünf bis sechs Jahre benutzte DRAM-Chips werden demnach für weitere fünf bis sechs Jahre reaktiviert, was allerdings zu vermehrten Speicherfehlern führen kann. Nicht angesprochen wird das Thema Auszeichnung. Wer ein neues Produkt kauft, erwartet darin keine jahrelang benutzten Komponenten, in manchen Ländern dürfte das allerdings Nebensache sein, solange der Preis stimmt.










