Zelda Ocarina of Time: Physisches Exemplar vor Release im Umlauf, Spoiler drohen

Nintendo versucht Leaks zu verhindern, doch die Veröffentlichung physischer Switch-2-Spiele birgt Risiken. Das Remake von Zelda Ocarina of Time erscheint erst am 5. November, ein Käufer besitzt aber bereits ein physisches Exemplar des Spiels. Wie schon bei früheren Nintendo-Titeln könnten deshalb inoffizielle Aufnahmen oder Spoiler auftauchen.
Erneut ein unachtsamer Händler?
Laut Nintendeal treffen derzeit größere Mengen des Zelda-Spiels in den Geschäften ein. Auf den geteilten Bildern ist der Verpackungsrücken mit goldener Schrift zu sehen. Der Beitrag enthält außerdem ein Foto eines Spielers, der nach der Abholung seiner Vorbestellung von Ocarina of Time ein Geschäft verlässt. Gerüchten zufolge ist das enthaltene Spielmodul rot. Die erste Auflage des N64-Klassikers hatte dagegen goldene Module.
Händler dürfen Spiele in der Regel erst zum offiziellen Veröffentlichungstermin aushändigen. Trotzdem nehmen Käufer immer wieder Switch-2-Spiele vorzeitig mit nach Hause oder erhalten ihre Lieferung zu früh. Bei Donkey Kong Bananza sind bereits Tage vor der Veröffentlichung im Juli 2025 Screenshots und Videos aufgetaucht. Auch Pokémon-Legenden: Z-A ist vorzeitig in die Hände von Spielern gelangt, in diesem Fall allerdings die Version für die ursprüngliche Switch.
Auch PS5-Spiele von Sony, darunter Marvel's Wolverine, sind bereits vorab auf Disc aufgetaucht. Dennoch gibt es keine Anzeichen dafür, dass Nintendo wie sein Konkurrent vollständig auf digitale Spiele umsteigen will. Die bei Sammlern weniger beliebten Game-Key Cards erfordern Downloads. Das Zelda-Remake befindet sich dagegen vollständig auf einem herkömmlichen Spielmodul.
Benötigt Ocarina einen Day-One-Patch?
Ob zum Veröffentlichungstermin von Ocarina of Time ein verpflichtendes Update erscheint, ist noch unklar. Damit könnte Nintendo verhindern, dass vorzeitig ausgelieferte physische Exemplare starten. Der jüngste Jailbreak für die Switch 2 erschwert die Lage zusätzlich. Homebrew-Enthusiasten haben bereits Spieldateien analysiert und sogar Spiele in Emulatoren gestartet.
Die Hacker machen schnelle Fortschritte, haben die zentralen Verschlüsselungsschlüssel der Konsole bislang aber nicht auslesen können. Das erschwert die massenhafte Verbreitung von Raubkopien und könnte das Remake vorerst schützen. Sollte es bereits spielbar sein, wären unerlaubte Streams und Gameplay-Clips die größte Gefahr.
Nintendeal zufolge dürften Spoiler bei Ocarina of Time allerdings weniger gravierend ausfallen. Abgesehen von der modernisierten Grafik und Steuerung sowie der ergänzten Sprachausgabe hat sich das Entwicklerstudio weitgehend an das N64-Original gehalten.

















