Ein gutes Zeichen für physische Spiele? Stellar Blade nutzt 32-GB-Cartridge für Switch 2

Im Dezember 2025 kam das Gerücht auf, dass Nintendo Publishern neue Moduloptionen anbieten würde. Frühere Berichte hatten darauf hingedeutet, dass ausschließlich die teuren 64-GB-Module verfügbar seien. Die Switch-2-Portierung von Stellar Blade scheint nun das erste Spiel zu sein, das die 32-GB-Alternative nutzt. Befürworter physischer Spiele könnten daher erleben, dass sich künftig mehr Unternehmen gegen Game-Key Cards oder rein digitale Versionen entscheiden.
Am 10. September hat Shift Up klargestellt, dass Stellar Blade auf einem Modul ausgeliefert wird. Ein Vorbesteller-Banner für die Complete Edition verriet anschließend, dass der Switch-2-Titel eine „32-GB-Game-Card“ nutzt. Im Nintendo eShop wird die Dateigröße mit 25,4 GB angegeben, was offenbar bestätigt, dass sich die Werbung tatsächlich auf das Modul bezog.
Wirtschaftlichkeit physischer Spiele
Weitere Unternehmen könnten dem Beispiel von Shift Up folgen und Module mit geringerer Kapazität anfordern. Sollte die 64-GB-Variante wie gerüchteweise berichtet 16 US-Dollar kosten, wäre das ein weiterer Grund, auf digitale Veröffentlichungen zu setzen. Der Bericht von Ende 2025 deutete außerdem darauf hin, dass auch 16-GB-Varianten bevorstehen. Diese Option dürfte besonders für Switch-2-Spiele von Indie-Studios attraktiv sein, die eine exklusive Veröffentlichung im eShop bislang aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugen.

Während die Nachricht bei Verfechtern physischer Spiele für Zuversicht sorgt, steht die Branche weiterhin vor wirtschaftlichen Hürden. Gestiegene Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher haben bereits zu einer Preiserhöhung bei Nintendos Konsole beigetragen. Steigende Preise für NAND-Flash könnten sich auch auf Game Cards auswirken und die Einsparungen durch kleinere Varianten zunichtemachen.
Ein weiteres Problem ist die wachsende Zahl von Spielen, die die Kapazität sämtlicher verfügbarer Module überschreiten. Wie schon die vorherigen Teile der Remake-Trilogie belegt Final Fantasy 7 Revelation auf dem Handheld mehr als 100 GB. Daher ist eine Veröffentlichung über den eShop oder auf einer Game-Key Card, die zusätzliche Downloads erfordert, unumgänglich. Selbst wenn größere Module verfügbar wären, warnte Director Naoki Hamaguchi, dass langsamere Lesegeschwindigkeiten die Performance beeinträchtigen könnten.
Game Cards dürften uns erhalten bleiben
Trotz dieser Hindernisse sehen einige Kritiker von PlayStations Abkehr von physischen Spielen Nintendo als Hoffnungsträger. Anstatt Module schrittweise abzuschaffen, hält der Konkurrent daran fest, seinen Partnern zusätzliche Optionen anzubieten. Auch Shift Up spricht sich für Spiele auf physischen Datenträgern aus. Bei der Ankündigung des Veröffentlichungstermins der Switch-2-Portierung von Stellar Blade am 5. November erklärte das Studio:
Wir sind uns auch der Bedeutung physischer Datenträger bewusst und haben daher dafür gesorgt, dass sich Stellar Blade zu 100 Prozent auf dem Modul befindet.















