Switch 2 wird nächste Woche teurer, während Konsolenverkäufe im Juli einbrechen

Nintendos Switch 2 wird bald teurer. Ab dem 1. September 2026 erhöht Nintendo die offizielle unverbindliche Preisempfehlung von 469,99 auf 499,99 Euro. Damit steigt der Preis weniger als eineinhalb Jahre nach der Markteinführung der Hardware um 30 Euro. Angekündigt hatte Nintendo diesen Schritt weniger als ein Jahr nach dem Launch.
Eine umstrittene Preiserhöhung?
Nintendo kündigte die Preiserhöhung im Mai an und begründete sie mit „verschiedenen Veränderungen der Marktbedingungen“, die nach Einschätzung des Unternehmens mittel- bis langfristig anhalten werden. Welche Kosten konkret für die Erhöhung verantwortlich sind, teilte Nintendo nicht mit. Unabhängige Berichte bringen den Schritt jedoch direkt mit den Preisen für Speicher beziehungsweise andere Komponenten in Verbindung.
Die Preiserhöhung betrifft das einzeln angebotene Basismodell der Switch 2 mit 256 GB Speicher, das in Europa derzeit 469,99 Euro kostet. Ab dem 1. September beträgt die unverbindliche Preisempfehlung für dasselbe System 499,99 Euro. Nintendo hat allerdings keine Hinweise darauf gegeben, dass sich im Zuge dieser Anpassung auch die Preise der ursprünglichen Switch ändern werden.
Preiserhöhung in mehreren Regionen
Europa ist nicht der einzige betroffene Markt. Nintendo hatte bereits Preiserhöhungen in mehreren Regionen angekündigt. In den USA steigt der Preis von 449,99 auf 499,99 US-Dollar, während in Kanada künftig 679,99 statt 629,99 kanadische Dollar aufgerufen werden. Im europäischen Preis ist die Mehrwertsteuer bereits enthalten, während die Preise für die USA und Kanada ohne die jeweils anfallenden Steuern angegeben werden.
In Japan wurde der Preis bereits Anfang dieses Jahres erhöht. Die japanische Version der Switch 2 verteuerte sich am 25. Mai von 49.980 auf 59.980 Yen – ein Anstieg um 10.000 Yen. Das mehrsprachige Switch-2-Modell, das über den My Nintendo Store verkauft wird, war von dieser speziellen Preisanpassung nicht betroffen.
Für europäische Käufer, die ohnehin bereits den Kauf der Konsole geplant hatten, ergibt sich daraus eine einfache Rechnung. Wer die Switch 2 vor dem 1. September kauft, kann gegenüber der neuen unverbindlichen Preisempfehlung potenziell 30 Euro sparen. Händler können ihre Preise allerdings weiterhin selbst festlegen und Rabattaktionen anbieten, sodass der tatsächlich gezahlte Preis von Nintendos Preisempfehlung abweichen kann.
Zudem stehen neue Bundles bevor, die den Preisanstieg für einige Käufer etwas abfedern könnten. Nintendo hat für die kommenden Monate Switch-2-Bundles inklusive Spielen angekündigt, wobei diese mehr als 500 Euro kosten könnten. Solche Bundles enthalten häufig exklusive First-Party-Titel und können gegenüber dem separaten Kauf der einzelnen Produkte eine Ersparnis bieten.
Angespannte Lage in der Branche bei weiter steigenden Preisen
Gleichzeitig kämpft der gesamte Konsolenmarkt mit höheren Komponentenkosten. Von Tom's Hardware veröffentlichte Circana-Daten zeigen, dass die Zahl der in den USA verkauften Konsolen im Juli deutlich zurückging, während der durchschnittliche Konsolenpreis um 16 Prozent auf 542 US-Dollar stieg. Dieser branchenweite Druck macht die Preiserhöhung der Switch 2 für Verbraucher zwar nicht weniger schmerzhaft, ordnet Nintendos Entscheidung aber in einen größeren Zusammenhang ein. Das Unternehmen hat seine Investoren bereits vor schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen im Hardwaregeschäft gewarnt, während auch andere Konsolenhersteller ihre Preise erhöht haben.
Wer mit dem Kauf einer Switch 2 noch wartet, muss sich nun bald entscheiden. Die unverbindliche Preisempfehlung von 469,99 Euro verabschiedet sich offiziell am 1. September – zumindest im Hinblick auf Nintendos empfohlenen Preis. Danach werden rund 500 Euro zum neuen Normalpreis für Nintendos aktuelle Konsolengeneration.
















