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Steam Deck 2: Leak deutet auf mysteriösen AMD-Prozessor

Zum Steam Deck 2 sind im Netz neue Infos aufgetaucht
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Zum Steam Deck 2 sind im Netz neue Infos aufgetaucht
Eine bislang rätselhafte, teilweise kundenspezifisch entwickelte AMD-APU mit dem Codenamen Gainsborough könnte laut Moore's Law Is Dead für Valves nächste Steam-Deck-Generation vorgesehen sein. Der Chip soll in TSMCs N3P-Verfahren gefertigt werden und Zen-6- mit RDNA-5-Technik kombinieren.

Valve hat wiederholt bestätigt, an einem Nachfolger des Steam Deck zu arbeiten, sich zur möglichen Hardware bislang aber bewusst vage geäußert. Ein neuer AMD-Leak könnte nun den ersten konkreten Hinweis liefern. Laut Moore's Law Is Dead handelt es sich bei der bislang unveröffentlichten AMD-APU mit dem Codenamen Gainsborough um ein teilweise kundenspezifisch entwickeltes 3-nm-Design, das für das Steam Deck 2 vorgesehen sein könnte. Der Chip ist kürzlich in AMD-Treibern aufgetaucht und soll ein eigenes Chipgehäuse nutzen. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht bloß um eine weitere Ryzen-APU für den Massenmarkt handelt.

Laut MLID wird Gainsborough in internen AMD-Unterlagen durchgehend als teilweise kundenspezifischer Prozessor bezeichnet, den das S3-Team des Unternehmens entwickelt hat. Für einen Handheld besonders relevant ist die angebliche Fertigung in TSMCs auf Effizienz ausgelegtem N3P-Verfahren. Auffällig ist auch der Zusammenhang zwischen den Codenamen. Die speziell angepasste AMD-APU des ursprünglichen Steam Deck trägt den Codenamen Aerith, benannt nach Aerith Gainsborough aus Final Fantasy VII. "Gainsborough" wäre somit ein besonders passender Codename für den Nachfolger. Ein weiterer Hinweis kommt aus dem klassischen PC-Markt.

MLID hat nach eigenen Angaben mehrere OEM-Quellen kontaktiert, die mit kommenden AMD-Produkten wie Medusa vertraut sind. Keine davon hat jedoch von Gainsborough gehört. Das würde zu einem Prozessor passen, der wie das SoC des ursprünglichen Steam Deck für einen bestimmten Kunden entwickelt wird. Auch zeitlich decken sich die Informationen mit bisherigen Berichten zum Steam Deck 2. Valve-Programmierer Pierre-Loup Griffais hat kürzlich bestätigt, dass das Unternehmen intensiv an seinem nächsten Handheld arbeitet. Zugleich hat er erneut betont, dass die Erfahrungen mit dem neuen Steam Controller, der Steam Machine und dem Steam Frame VR-Headset in den späteren Steam-Deck-Nachfolger einfließen werden.

Valve hat außerdem mehrfach klargestellt, dass schnellere Chips allein kein Grund für ein neues Steam Deck sind. Das Unternehmen wartet vielmehr auf einen deutlich spürbaren Leistungssprung zwischen den Generationen, ohne dabei das Gleichgewicht zwischen Effizienz, Akkulaufzeit und Preis zu beeinträchtigen. Frühere Gerüchte haben 2028 als möglichen Launch-Zeitraum für das Steam Deck 2 genannt. MLID kommt unabhängig davon zu einer ähnlichen Einschätzung. Sollte Gainsborough tatsächlich Valves Chip sein, dürfte er seiner Ansicht nach am ehesten Ende 2027 oder im Laufe des Jahres 2028 erscheinen.

Die konkreten Spezifikationen von Gainsborough sind noch unbekannt, wie es bei Chips mit einem erst in mehreren Jahren geplanten Launch häufig der Fall ist. MLID spekuliert über vier bis acht Zen-6C-Kerne oder ähnlich energieeffiziente CPU-Kerne sowie 12 bis 24 RDNA-5-Compute-Units.

Ein Chip auf N3P-Basis wäre 2028 allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand der Fertigungstechnik. Bis dahin dürfte die N2-Familie bei TSMC die Spitzenposition übernehmen. Ob überhaupt ein Hersteller N2 für einen Handheld-Chip einsetzen wird, ist angesichts steigender Wafer-Kosten jedoch unklar. Für viele dürfte AMDs Ryzen Z3 die bevorzugte Plattform sein, während andere möglicherweise auf Intels kommende Entwicklungen setzen. Der Arc G3 Extreme ist ein leistungsfähiger Chip, weshalb auch mögliche Neuerungen seines Nachfolgers interessant sind.

Dazu passen die bisherigen Informationen über einen weiteren kommenden Handheld-Chip für Sonys nächste tragbare PlayStation. Die gerüchteweise geplante PlayStation 6 Portable soll ebenfalls eine AMD-APU auf Basis von Zen 6 und RDNA 5 nutzen. Frühere Leaks haben auf sechs CPU-Kerne und 16 RDNA-5-Compute-Units hingedeutet. Trotz vergleichsweise niedriger GPU-Taktraten soll der Handheld bei der Rasterisierungsleistung über der Xbox Series S liegen. MLID behauptet nun, dass Sonys Canis-APU für die PS6 Portable ebenfalls in TSMCs N3P-Verfahren gefertigt wird.

Falls beide Leaks zutreffen, könnten Valve und Sony bei ihren nächsten Gaming-Handhelds weitgehend ähnliche Ansätze verfolgen. Demnach würden beide auf teilweise kundenspezifisch entwickelte AMD-Chips aus einem auf Effizienz ausgelegten 3-nm-Fertigungsverfahren setzen. Die Leistungssteigerungen würden dabei aus deutlich neueren CPU- und GPU-Architekturen resultieren.

Damit ist allerdings nicht bestätigt, dass Gainsborough tatsächlich im Steam Deck 2 zum Einsatz kommen wird. MLID räumt ein, dass Valve den Prozessor geprüft und anschließend verworfen haben könnte. AMD könnte das Design dann möglicherweise anderweitig nutzen. Dass Gainsborough kürzlich in AMD-Treibern aufgetaucht ist, macht den Chip zusammen mit seiner teilweise kundenspezifischen Auslegung, dem N3P-Fertigungsverfahren und dem auffallend passenden Codenamen dennoch zu einem der interessanteren bisherigen Hinweise auf die mögliche Hardware des Steam Deck 2.

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Autor: Anil Ganti,  1.10.2026 (Update:  1.10.2026)