Am 7. Januar 2026 veröffentlichte Shiromofu Factory das Retro-Rollenspiel Dungeon Antiqua 2 auf Steam. Im Gegensatz zum 8-Bit-Vorgänger orientiert sich der neue Teil klar an der grafischen Ästhetik des Super Nintendo. Inhaltlich fällt die Weiterentwicklung gegenüber dem Original aus dem Jahr 2024 spürbar aus – insbesondere bei Charakterentwicklung und Erkundung. Bis Mitte Januar ist das Spiel zum Einführungspreis von 7,47 Euro erhältlich.
Die Spielstruktur von Dungeon Antiqua 2 basiert auf einem deutlich erweiterten Klassensystem. Während der Vorgänger nur wenige Klassen bot, stehen nun zehn unterschiedliche Rollen zur Verfügung. Zu Beginn besteht Zugriff auf fünf Kernklassen, darunter Fighter, Thief und Priest. Weitere fünf fortgeschrittene Klassen – etwa der neu hinzugefügte Archer – müssen im Verlauf des Spiels erst freigeschaltet werden. Eine zentrale Neuerung gegenüber dem ersten Teil ist das Skill-Meilenstein-System. Charaktere steigen nicht mehr ausschließlich über Erfahrung und Level auf, sondern sammeln Skill-Punkte, mit denen definierte Schwellen erreicht werden. Diese schalten klassenspezifische Fähigkeiten frei, die dauerhaft erhalten bleiben – selbst dann, wenn später die Klasse gewechselt wird. Das Basislevel des Charakters wird dabei nicht zurückgesetzt, was flexible Builds und gezieltes Experimentieren ermöglicht.
Auch die Erkundung wurde in Dungeon Antiqua 2 spürbar ausgebaut: Sechs unterschiedliche Dungeons warten darauf, entdeckt zu werden. Dabei kommt ein besonderes Sichtsystem zum Einsatz – die Sichtweite auf der Karte sowie die frühzeitige Erkennung von Gegnern hängen direkt von den Charakterwerten ab. Dadurch lassen sich Bedrohungen gezielt umgehen oder bewusst Konfrontationen suchen, um sich taktische Vorteile zu verschaffen. Auf klassische Zwischensequenzen verzichtet das Spiel bewusst. Stattdessen setzen die Entwickler auf Dialoge und Umgebungsdetails, um eine Erzählweise im Stil klassischer Dungeon-Crawler der frühen 1990er-Jahre zu simulieren.
Dungeon Antiqua 2 ist zudem für das Steam Deck als „Verifiziert“ eingestuft (derzeit für rund 680 Euro auf Amazon erhältlich) – und das nicht ohne Grund: Im Spielverzeichnis findet sich ein eigener Startbefehl, der gezielt auf den Einsatz auf bestimmten Handheld-Konsolen zugeschnitten ist. Für Fans mobiler Rollenspiele ist damit vorgesorgt. Auch der Übergang von der Demo zur Vollversion wurde durchdacht umgesetzt: Ein spezielles Übertragungssystem erlaubt es, Spielstände aus der Vorab-Demo per sicherem Backup-Code in das Hauptspiel zu übernehmen. Bereits am 8. Januar – nur einen Tag nach dem Launch – veröffentlichte Shiromofu Factory zudem einen Patch, der seltene Freeze-Bugs behob und die englische Lokalisierung überarbeitete, etwa durch klarere Bezeichnungen für bestimmte Inventargegenstände.
Erstes Feedback deutet darauf hin, dass Dungeon Antiqua 2 mit einem hohen Schwierigkeitsgrad aufwartet – insbesondere für Spieler, die mit klassischen RPG-Mechaniken nicht vertraut sind. Der Kampferfolg hängt stark vom taktischen Einsatz von Debuffs ab: Physische Angriffe gegen Bossgegner verursachen oft kaum Schaden, solange der Magier der Gruppe nicht etwa Darkness oder Terror einsetzt, um die Rüstungsklasse der Gegner zu schwächen. Während der bewusste Verzicht auf umfangreiche Zwischensequenzen für Genrefans ein klarer Pluspunkt sein dürfte, könnten die mechanische Komplexität und die Rückbesinnung auf klassische „Old-School“-Tugenden – etwa ein begrenztes Frame-Limit und seltene Auto-Saves – für Gelegenheitsspieler zur Einstiegshürde werden.
Dungeon Antiqua 2 ist ab sofort auf Steam verfügbar – hier geht’s direkt zur Store-Seite.














