Man nehme ein typisches Strategiespiel wie Age of Empires und entferne alles, was nicht unbedingt notwendig ist. Was übrig bleibt, ist War of Dots. Keine endlosen Tech-Trees, keine überladenen Menüs. Stattdessen gibt es klare Regeln, schnelle Matches und mehr kognitive Reserven für taktische Entscheidungen. Was dabei bedauerlicherweise ebenfalls verloren geht, ist die Grafik. War of Dots besteht nur aus farbigen Flächen und – wie der Name schon sagt – Punkten als Einheiten.
Im Mittelpunkt stehen Schlachten um Städte, die gleichzeitig Produktionsstätten und Versorgungszentren sind. Wer mehr Städte kontrolliert, hat automatisch den wirtschaftlichen Vorteil. Dabei bleibt das Einheitenkonzept angenehm übersichtlich: Es gibt lediglich leichte und schwere Truppen. Leichte Einheiten sind günstig, flexibel und in fast jedem Gelände einsetzbar, während schwere Einheiten langsamer sind, dafür aber mehr aushalten und mit höherer Durchschlagskraft winken.
Auch die Wirtschaft folgt dem minimalistischen Ansatz. Jede Stadt versorgt maximal fünf Einheiten. Werden es mehr, beginnen überschüssige Truppen zu verhungern. Expansion ist also nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig, um langfristig die Oberhand zu behalten. Neben klassischen Solo-Partien setzt War of Dots stark auf Multiplayer. Schnelle Online-Matches, Ranglisten-PvP, Team-Gefechte und sogar ein Karteneditor für eigene Schlachtfelder sind mit an Bord. Spieler sind bislang positiv angetan von dem minimalistischen Strategiespiel. Im Zentrum des Lobs steht die enorme strategische Tiefe ohne steile Lernkurve.
Das reduzierte Interface soll laut Spielererfahrungen noch Optimierungsbedarf haben. Außerdem ist anzumerken, dass die Account-Erstellung aktuell noch fehlerhaft zu sein scheint. Viele Spieler berichten davon, sich nicht registrieren zu können. Wer es selbst ausprobieren möchte, geht aufgrund des Free-to-Play-Status immerhin kein Risiko ein. Angesichts des zu 93 Prozent positiven Bewertungsschnitts aus rund 150 Bewertungen dürfte sich das für Strategie-Fans lohnen. Die Steam Deck-Kompatibilität (derzeit 580 Euro auf Amazon) wird noch mit „Unbekannt“ angegeben. Da die Systemanforderungen sehr niedrig sind, ist jedoch denkbar, dass das Spiel auf modernen Handheld-PCs läuft.


















