Nihon Falcoms gewaltige und verworrene Trails-Saga ist am 15. Januar 2026 mit dem Launch von Trails beyond the Horizon offiziell auch in der westlichen Welt gestartet. Dabei handelt es sich um ein Spiel, das man eigentlich nur Gamern empfehlen kann, die die vorherigen 12 Rollenspiele der Franchise ebenfalls gespielt haben.
Dass sich am Release-Tag gleich 1.977 Zocker für das Spiel entschieden haben, ist deshalb eine ziemlich beachtliche Leistung. Nach dem "Project Startaker" der Republik Calvard hat Falcom eine Story erzählt, die bereits im Jahr 2004 begonnen hat. Dieses Spiel ist ein 70-stündiges Epos und einer der technisch beeindruckendsten Teile der Serie.
Beyond the Horizon bietet drei Protagonisten, die Story ist also zwischen Van Arkride, Rean Schwarzer und Kevin Graham aufteilt. Diese Struktur im „Reverie-Stil“ ermöglicht es dem Spiel, mehrere komplexe politische Handlungsstränge gleichzeitig zu behandeln. Das führt laut einigen Spielern aber auch zu einem ungleichmäßigen Pacing. Während die Trainingsübungen und das Wettrennen fesselnd sind, wird der mittlere Akt durch obligatorische Streifzüge im "Grim Garten" verlangsamt, ein VR-Dungeon-Grind, der mitunter wie ein künstlich in die Länge gezogener Lückenfüller wirkt. Dennoch ist das Hybrid-Kampfsystem, welches den Wechsel zwischen Echtzeit-Kämpfen und taktischen Runden ermöglicht, offenbar so flüssig wie nie zuvor. Dies liegt auch an der neuen Zeitlupenmechanik, die Kämpfe mit Gegnern angenehmer und immersiver gestaltet.
Der PC-Port von der PH3 GmbH ist zudem ein hervorragendes Beispiel für Transparenz. Thoman erklärt, dass das Spiel es erlaubt, die Settings gewissermaßen zu "verpatzen" und Warnhinweise zu ignorieren. Bestimmte Ultra-Settings in manchen Szenen wurden limitiert, damit selbst die leistungsstärksten Gaming-PCs nicht an einer "absurden Menge einzelner Grashalme" scheitern. Das Spiel ist außerdem Steam Deck Verified und sollte auf dem Handheld von Valve (OLED-Version hier im Preisvergleich) mit stabilen 60 fps laufen.
Einerseits handelt es sich um ein ausgefeiltes, technisch solides JRPG mit einer Gegenspielerin namens Ulrika, die ein wahrer Höhepunkt des neuen Spiels sein soll. Andererseits der Titel hauptsächlich für langjährige Fans konzipiert, da die größten emotionalen Momente und Wendungen der Handlung auf der Kenntnis der vorangegangenen zwanzig Jahre dieser Story basieren. Zum aktuellen Zeitpunkt spielen 1.600 Gamer das Spiel, bisher gibt es auf Steam aber lediglich 61 Rezensionen. Die meisten davon sind jedoch positiv, was ein gutes Zeichen für Beyond the Horizon ist. Weitere Informationen zum Spiel sind hier zu finden.
















