
Streaming-Upgrade? Elgato Facecam 4K im Test mit Sony Starvis 2 Sensor und Filter-Support
Desk-Director.
Mit der Facecam 4K bringt Elgato eine Webcam auf den Markt, die sich klar an Creator und Streamer richtet. 4K mit 60 fps, manuelle Kameraeinstellungen und sogar ein Filtergewinde heben sie von klassischen Webcams ab.Christian Hintze Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Testfazit - Elgato Facecam 4K überzeugt mit Bildqualität und Features
Mit der Facecam 4K bekommt man eine Webcam mit guter 4K-Bildqualität und ein paar praktischen Extrafunktionen, wie z.B. das Gewinde für Polarizer, weitere Filter und die vielen manuellen Einstellungen.
Dadurch eignet sie sich auch für mehr als nur den gelegentlichen Videoanruf, gerade für Streamer könnte die Facecam 4K mit 1/1.8-Sensor daher interessant sein. Durch das scharfe Bild und den guten Fokus wären, Unboxings am Tisch, Gear-Demos oder auch „Talking over desk“ gute Einsatzszenarien.
Eine professionelle DLSM ersetzt sie natürlich nicht, es gibt (ohne RTX Karte) keinen unscharfen Hintergrund und der Bildausschnitt könnte für manchen Streamer etwas zu weitwinkelig sein. Etwas Kritik gibt es für die automatische Belichtung, die nicht immer ganz optimal agiert. Eine gute Ausleuchtung ist in jedem Fall vorteilhaft.
Pro
Contra
Inhaltsverzeichnis
Elgatos bislang beste Webcam nimmt Ultra HD Videos mit 60 Frames pro Sekunde auf, bietet laut Hersteller "DSLR-like control" und eine Reihe cinematischer Effekte. Und das Beste: Sie unterstützt sogar Linsenfilter.
Design und Verarbeitung - Große Linse mit einzigartigem Filtergewinde
Die Facecam 4K steckt in einem recht großen Kunststoffgehäuse, ist dafür aber überraschend leicht. 60 Prozent des Plastiks stammt aus recyceltem Kunststoff. Die Linse wirkt sehr präsent, ihre Größe verantwortet aber vor allem das Filtergewinde (49 mm), Elgato spricht von der ersten Webcam mit 49-mm-Filtersupport.
An der Unterseite befindet sich ein Stativgewinde, die Haltevorrichtung für Monitore etc. wird daran angeschraubt. An der lamellenartigen, teiloffenen Hinterseite (passive Sensorkühlung) gibt es einen USB-C-Port, das USB-3.0-Kabel ist also nicht fest integriert sondern kann ausgetauscht werden.
Einen Shutter gibt es nicht, im Zubehör kann man sich jedoch eine passende Kappe kaufen oder man druckt sich eine aus.
Zubehör
Im Karton liegen noch ein Monitor Mount sowie ein USB-C-zu-USB-C-3.0-Kabel (200 cm bzw. 79 Zoll)

Specifications - 4K60 & Sony Starvis 2
Der Sony-Sensor Starvis 2 wurde eigentlich für Sicherheits- und Überwachungskameras konzipiert, geworben wird mit einer präzisen Objekterkennung unabhängig von den Lichtverhältnissen. So soll der 1/1.8 große Sensor auch mit schwachem Licht gut zurecht kommen und das Personenmotiv stets zuverlässig erkennen können.
Ein Highlight ist sicher auch die potentiell unkomprimierte Datenübertragung bis 4K und 30 fps. Ein Mikrofon ist hingegen nicht integriert, laut Elgato wollte man sich ausschließlich auf die Bildqualität fokussieren.
| Sensor | 1/1.8 Sony Starvis 2 CMOS |
| Blende | f/4.0 |
| Brennweite | 21 mm |
| FOV | 90 Grad |
| Focus Range | 30 – 120 cm |
| Aufnahme | max. 4K at 60 fps |
| Video Encoding | YUY2, NV12, MJPG |
| Datenübertragung | unkomprimiert bis 2.160p bei 30 fps über USB 3.0 |
| Features | manuelles ISO und Shutter Speed, HDR (bis 30 fps), LUT Support, 49 mm Lens Filter, Teleprompter Support |
| Nachhaltigkeit | 60 % des Plastik stammt aus recycelten Quellen |
| Abmaße | W 104 x H 54 x D 52 mm |
| Gewicht | 112 g |
| Preis | 159 Euro |
Bildqualität - Scharf, detailreich und HDR-unterstützt
Unsere Testcharts offenbaren eine ordentliche Farbtreue und eine gute Schärfe der Fotoaufnahmen. Hier spielt die 4K-Auflösung ihre Stärke aus. Selbst in dunkleren Szenen hält sich das Bildrauschen in Grenzen.

Generell wirkt das Bild der Facecam 4K auch in 1080p deutlich detailreicher und weniger "nachgeschärft" als das gleiche Bild der internen Full-HD-Webcam unseres Asus ZenBook 14 OLED. In Situationen mit hohem Kontrast hilft zudem der HDR-Modus (bis 30 fps), welcher z.B. hellen Hinter- und dunklen Vordergrund belichtungstechnisch angleicht.
Nicht immer ganz optimal scheint derweil die automatische Belichtung zu sein. In Situation mit starkem Kontrast kann es vorkommen, dass wir präsent mitten im Bild stehen, die Kamera aber doch auf das helle Fenster bzw. den hellen Außenbereich belichtet. Hier hilft die Camera Hub Software mit ihren vielen Einstellungen.
Elgato Camera Hub - Viele manuelle Controls und Creator-Features
Noch besser wird die Webcam durch die Elgato-Software "Camera Hub", denn darüber lassen sich diverse Einstellungen wie ISO, Verschlusszeit, Belichtungskompensation, Weißabgleich, HDR, Rauschunterdrückung etc. manuell abstimmen. Dazu kommen Effekte wie LUTs, aber auch KI Hintergründe und AR-Effekte wie Eye Contact. Für viele der Effekte (Ausnahme LUTs) benötigt man jedoch eine Nvidia-Grafikkarte, sonst sind sie mit entsprechendem Hinweis ausgegraut.
Praktisch sind auch die 4 festlegbaren Presets für die Bildausschnitte: Hier kann man per Zoom und Schwenks verschiedene Bildausschnitte definieren, auf einen der vier Schaltflächen legen und dann per Klick umschalten. Dadurch können wir bspw. von einer Gesamtsicht auf das Profil des Nutzers umschalten und wieder zurück, durch die hohe Auflösung hält sich der Qualitätsverlust dabei in Grenzen.
LUTs, Hintergrundeffekte und Co können dann in anderen Apps wie Zoom, Teams, OBS und Co verwendet werden, indem man statt der Elgato Facecam 4K die Elgator Virtual Camera auswählt. Diese beinhaltet dann alle im Camera Hub applizierten Effekte.
Hat man zusätzlich noch den Teleprompter von Elgato (wir testen ihn demnächst auch noch), kann man diesen auch über die Software steuern, er ist nämlich auch mit der Facecam kompatibel.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.























