Studie deutet darauf hin, dass Evolution gelenkt ist und nicht völlig zufällig abläuft
Neue Studie legt nahe, dass Mutationen nicht zufällig sind. (Bildquelle: AI-generated)
In direkter Herausforderung eines uralten Prinzips der Biologie liefert eine neue Studie Hinweise darauf, dass vorteilhafte Mutationen häufiger auftreten, wenn sie benötigt werden – gesteuert von einer inneren Kraft, die angesammelte genetische Informationen vereinfacht.
Eine neue Studie von Forschern aus Ghana und Israel stellt die seit Langem etablierte Vorstellung in Frage, dass die genetischen Mutationen, die die Evolution antreiben, völlig zufällig sind. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Forschung legt nahe, dass evolutionär entscheidende Mutationen häufiger in bestimmten Populationen entstehen können, in denen sie einen Vorteil bieten – etwa Schutz vor Krankheiten.
Lange Zeit galt in der Evolutionsbiologie das Grundprinzip, dass Mutationen einfache Zufallsereignisse sind und die natürliche Selektion bestimmt, welche von ihnen vorteilhaft sind. Die neue Studie – unter der Leitung von Professor Adi Livnat von der Universität Haifa – liefert jedoch Belege, die dieses Prinzip direkt in Frage stellen.
Mit einer neuen Nachweismethode namens MEMDS untersuchte das Team die de novo (neu) Entstehungsrate einer bestimmten Mutation im APOL1-Gen. Diese Mutation schützt zwar vor der Afrikanischen Schlafkrankheit, erhöht jedoch bei Homozygoten das Risiko einer Nierenerkrankung. Die Forscher fanden heraus, dass die Mutation de novo in Spermaproben ghanaischer Spender deutlich häufiger entsteht als in Proben nordeuropäischer Spender. Dieses Ergebnis stützt einen früheren Befund des Teams zur Anti-Malaria-HbS-Mutation, die bei Afrikanern südlich der Sahara häufiger auftritt.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse schlagen die Wissenschaftler eine neue Theorie der „natürlichen Vereinfachung“ vor. Sie besagt, dass es neben dem externen Faktor der natürlichen Selektion auch eine interne Kraft gibt, die die über Generationen im Genom angesammelten Informationen nutzt, um zu lenken, welche Mutationen wahrscheinlich auftreten. Damit werden Mutationen nicht länger als zusammenhangslose Zufälle definiert, sondern als bedeutungsvolle Ereignisse in einem größeren, langfristigen Prozess.
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Autor des Originals:Chibuike Okpara - Tech Writer - 407 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
I have always been fascinated by technology and digital devices my entire life and even got addicted to it. I have always marveled at the intricacy of even the simplest digital devices and systems around us. I have been writing and publishing articles online for about 6 years now, just about a year ago, I found myself lost in the marvel of smartphones and laptops we have in our hands every day. I developed a passion for learning about new devices and technologies that come with them and at some point, I asked myself, "Why not get into writing tech articles?" It is useless to say I followed up the idea — it is evident. I am an open-minded individual who derives an infinite amount of joy from researching and discovering new information, I believe there is so much to learn and such a short life to live, so I put my time to good use — learning new things. I am a 'bookworm' of the internet and digital devices. When I am not writing, you will find me on my devices still, I do explore and admire the beauty of nature and creatures. I am a fast learner and quickly adapt to changes, always looking forward to new adventures.
Übersetzer:Marius Müller - Tech Writer - 3384 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
Als Kind der 90er war mein Gameboy mein ständiger Begleiter. Nach der Schule wurde die PlayStation angeworfen. Als ich schließlich meinen ersten PC bekam, war es vollends um mich geschehen. Meine Leidenschaft fürs Gaming ist seitdem nie wieder abgeflacht. Für Notebookcheck zu schreiben bedeutet für mich, über Themen zu berichten, die mir wirklich am Herzen liegen – neben Gaming auch gerne über E-Mobilität, Fotovoltaik oder innovative Gadgets. Wenn ich gerade nicht am Rechner sitze, schiebe ich wahrscheinlich Wasserrettungsdienst an der Ostseeküste oder versuche, den Schattenseiten meines Geek-Lebens – nämlich dem langen Sitzen – in der lokalen Schwimmhalle entgegenzuwirken.