Tarkov mit Schwertern statt Knarren: Dark-Fantasy-Extraction geht auf Steam steil

Man nehme die düstere Atmosphäre und das anspruchsvolle Kampfsystem eines Dark Souls und kombiniere es mit dem Extraction-Gameplay eines Escape from Tarkov. Was dabei herauskommt, dürfte Mistfall Hunter nicht unähnlich sein. Das PvPvE-RPG von Bellring Games und Skystone Games ist erst am 30. Juli auf Steam erschienen und verzeichnet laut SteamDB bereits einen Höchstwert von über 44.000 gleichzeitigen Spielern. Das Gameplay scheint bei Spielern ziemlich gut anzukommen, die Bewertungen sind bislang aber eher durchwachsen.
Die Handlung spielt in einer düsteren Dark-Fantasy-Welt, deren Götter gefallen sind. Ihr Blut hat den sogenannten Gyldenmist erschaffen, der das Land verschlingt und seine Bewohner in verdorbene Kreaturen verwandelt. Als wiederbelebter Gyldhunter zieht man los, um Gyldenblood zu sammeln und das Netz des Schicksals zu reparieren. Allein oder im Dreierteam verschlägt es Spieler in gefährliche Gebiete, in denen sie sich gegen Monster und rivalisierende Jäger behaupten, nebenbei möglichst viel Beute sammeln und anschließend lebend entkommen müssen. Wer stirbt, verliert den gesamten Loot.
Während die meisten Spiele im Extraction-Genre auf Shooter-Gameplay setzen, schickt Mistfall Hunter Spieler in Soulslike-inspirierte Nahkampfgefechte. Statt Knarren kommen unter anderem Schwerter, Schilde, Kriegshämmer, Dolche, Langbögen und Magie zum Einsatz. Dabei kommt es auf gut getimte Ausweichmanöver und Paraden, geschickte Positionierung sowie das gezielte Ausnutzen gegnerischer Schwachstellen an. Sechs Klassen, wechselbare Waffenhaltungen und Talentbäume erlauben ausgiebiges Build-Getüftel.


Darum sind die Bewertungen schwach, obwohl das Gameplay gut ankommt
Die grundlegende Idee, Soulslike-Kämpfe und Extraction-Gameplay zu kombinieren, scheint gut anzukommen. In den Steam-Rezensionen finden Spieler lobende Worte für das actionreiche Kampfsystem und die stimmige Dark-Fantasy-Atmosphäre. Trotzdem sind von knapp 5.900 Bewertungen nur 66 Prozent positiv. Hauptgrund sind die starken Einschränkungen für Solospieler: Allein ist regulär nur eine Karte verfügbar, während weitere Inhalte und Teile der Hauptquest an den Trio-Modus gebunden sind. Die Entwickler sind jedoch im regen Austausch mit der Community. Es wäre also denkbar, dass im Hinblick auf die genannten Punkte noch nachgebessert wird.
Mistfall Hunter kostet regulär rund 25 Euro auf Steam. Bis zum 12. August haben Spieler noch die Gelegenheit, den Titel mit 10 Prozent Launch-Rabatt für 22,50 Euro zu ergattern. Die Kompatibilität mit dem Steam Deck (derzeit 580 Euro auf Amazon) wird bisweilen mit „Unbekannt“ angegeben. Laut Erfahrungsberichten soll das Spiel unter Proton Experimental aber spielbar sein.












