Für Nachtschwärmer hält der November einige Überraschungen bereit. Nachdem die Leoniden vorbei sind, können wir uns nun den Tauriden zuwenden. Diese Woche werden die Bedingungen für die Beobachtung dieses Ereignisses zudem optimal sein. Dieser von Oktober bis Dezember auftretende Meteorschauer stammt vom Kometen 2P/Encke. Dieser gilt als Überrest eines massiven Kometen, der vor 30.000 Jahren zerfallen ist.
In den letzten Tagen war es jedoch schwierig, die Meteore zu sehen. Die Helligkeit des Vollmonds hat jegliche nächtliche Beobachtung verhindert. In den kommenden Tagen nimmt seine Helligkeit jedoch ab. Daher ist es ab heute möglich, diesen Meteorstrom zu Beginn jeder Nacht zu beobachten, bis der Mond aufgeht. Um ihn zu sehen, muss man in Richtung des Sternbilds Stier (Taurus) blicken.
Trotz der idealen Bedingungen ist nicht mit einer ähnlich starken Aktivität wie bei den Perseiden zu rechnen. Tatsächlich werden, wie bei den Leoniden, zwischen fünf und 15 Meteore pro Stunde sichtbar sein. Die Boliden (helle Feuerkugeln), die die Atmosphäre durchqueren, könnten jedoch mit ihrer gelben und orangefarbenen Farbe für ein beeindruckendes Schauspiel sorgen.
Ein Meteorstrom, der in der Vergangenheit für Überraschung sorgte
Auch wenn die Tauriden eher unbekannt sind, hielten sie vor einigen Jahren eine Überraschung für zwei Astronomen bereit. Als Rob Suggs und Bill Cooke den Mond beobachteten, sahen sie einen Meteoreinschlag auf dem natürlichen Satelliten der Erde. Nach Durchführung verschiedener Studien kamen sie zu dem Schluss, dass dieses Himmelsobjekt einen Durchmesser von ungefähr 12,5 Zentimetern hatte und mit etwa 101.400 km/h (63.007 mph) unterwegs war. Es verursachte einen 3 Meter großen Krater in der Nähe des Mare Imbrium.














