Neue Bildgebungstechnik liefert bislang schärfste Aufnahme einer Scheibe um einen Stern
Hubble-Aufnahme einer Sternentstehungsregion in der Kleinen Magellanschen Wolke Cloud ( NASA Hubble Space Telescope via Unsplash; zugeschnitten)
Ein Team von Astronomen hat eine neue Bildgebungstechnik eingesetzt, um nie zuvor gesehene Details des Sterns Beta Canis Minoris aufzunehmen. Dies eröffnet die Tür zu Entdeckungen von Objekten, die kleiner und weiter entfernt sind als jemals zuvor.
Astronomen waren bisher auf die Größe eines Teleskops angewiesen, um detaillierte Ansichten ferner Objekte zu erhalten. Grundsätzlich gilt: Je größer die Öffnung (Apertur) des Teleskops, desto schärfer das Bild. Auch die Verknüpfung von Teleskopen in Arrays hat zur Lieferung scharfer Bilder beigetragen. Nun bietet eine Entdeckung eine neuartige Möglichkeit zur Aufnahme höherwertiger Bilder.
Die Technik beinhaltet die Verwendung eines Geräts, das als „Photonische Laterne” bezeichnet wird. Dieses spaltet das vom Teleskop gesammelte Licht in mehrere Kanäle auf. Dabei wird das Licht basierend auf der Form der Wellenfront sowie zusätzlich nach der Farbe getrennt. Computergestützte Techniken rekonstruieren aus den Ausgaben der Photonischen Laterne anschließend ein hochauflösendes Bild.
Um die Wirksamkeit dieser Methode zu demonstrieren, nutzte ein Team von Astronomen unter der Leitung eines Forschers der UCLA die Photonische Laterne, um verborgene Strukturen des Sterns Beta Canis Minoris zu betrachten. Dieser Stern befindet sich im Sternbild Canis Minor (Kleiner Hund) und ist etwa 162 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Die Astronomen verwendeten diese neuartige Bildgebungstechnik, um die Rotation der den Stern umgebenden Scheibe zu bestätigen. Sie beobachteten auch die schiefe Form der Sternscheibe. So erklärte Nemanja Jovanovic, Co-Leiter der Studie am California Institute of Technology: „Diese Arbeit demonstriert das Potenzial photonischer Technologien, neue Arten von Messungen in der Astronomie zu ermöglichen. Wir stehen erst am Anfang. Die Möglichkeiten sind wirklich aufregend.“
Ein rekonstruiertes Bild der Scheibe um Beta Canis Minoris (Bildquelle: Yoo Jung Kim/UCLA)
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Autor des Originals:Chibuike Okpara - Tech Writer - 485 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
I have always been fascinated by technology and digital devices my entire life and even got addicted to it. I have always marveled at the intricacy of even the simplest digital devices and systems around us. I have been writing and publishing articles online for about 6 years now, just about a year ago, I found myself lost in the marvel of smartphones and laptops we have in our hands every day. I developed a passion for learning about new devices and technologies that come with them and at some point, I asked myself, "Why not get into writing tech articles?" It is useless to say I followed up the idea — it is evident. I am an open-minded individual who derives an infinite amount of joy from researching and discovering new information, I believe there is so much to learn and such a short life to live, so I put my time to good use — learning new things. I am a 'bookworm' of the internet and digital devices. When I am not writing, you will find me on my devices still, I do explore and admire the beauty of nature and creatures. I am a fast learner and quickly adapt to changes, always looking forward to new adventures.
Übersetzer:Nicole Dominikowski - Tech Writer - 2557 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2022
Zukunftsszenarien und fiktive Welten faszinieren mich, weshalb ich mich gerne mit Themen wie etwa AI, AR und Gaming beschäftige und auf Notebookcheck dazu schreibe.
Um mich diesen Gebieten vertieft zu widmen, studierte ich nach meiner Gesellenzeit als Gold-und Silberschmiedin Design, Digitale Medien und Kunst. In meiner Freizeit mache ich außerdem Musik und verbringe viel Zeit in der Natur mit meinen Hunden.