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Test Amazon Echo Dot

Große Ohren. Mit dem Amazon Echo Dot haben wir uns den kleineren der beiden smarten Lautsprecher des US-Handelsriesen genauer angeschaut. Während der Sprachassistent Alexa im Test durchaus überzeugen kann, bieten jedoch Datenschutz und Leistungsaufnahme Anlass zur Kritik.

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Im Bereich der smarten Lautsprecher und Heim-Assistenten stellt Amazon mit seinen Produkten Echo und Echo Dot die größte Konkurrenz zu Google Home dar. Wir haben uns den kleinen Lautsprecher Echo Dot etwas genauer angeschaut.

Der Amazon Echo Dot ist eigentlich nicht mehr als ein kleiner Lautsprecher mit sieben Mikrofonen. Wirklich nützlich wird das Produkt durch den Sprachassistenten Alexa, welcher die Sprachkommandos auswertet und umsetzt. Neben Bestellungen im Amazon Shop kann auch die Wiedergabe von Musik, Hörbüchern, Nachrichten oder Wetteransagen gestartet werden. Außerdem ist die Sprachsteuerung von Terminen und Smart Home-Komponenten möglich. Das Produkt ist einzeln ab rund 60 Euro erhältlich.

Welche Vorzüge und Risiken der Amazon Echo Dot bietet, lesen Sie in unserem Test.

Gehäuse

Der Amazon Echo Dot hat einen Durchmesser von 83,5 Millimetern und wiegt ohne Kabel 163 Gramm. Er ist damit ziemlich kompakt und passt auch noch gut auf kleine Abstellflächen. Durch seine gummierte Unterseite verrutscht er auch auf glatten Oberflächen nicht.

Der Hochglanzkunststoff dominiert das Äußere des Gehäuses und ist sowohl in Schwarz als auch in Weiß verfügbar. Wem das nicht zusagt, der kann auch auf die optionalen Hüllen aus Stoff oder Leder (ab 10 Euro) zurückgreifen, welche dem Echo Dot eine hochwertigere Optik verleihen.

Etwas schade ist, dass auch die weiße Variante mit schwarzem Netzteil und Kabel geliefert wird.

Amazon Echo Dot
Amazon Echo Dot
Amazon Echo Dot
Amazon Echo Dot
Amazon Echo Dot
Amazon Echo Dot

Konnektivität

Der Amazon Echo Dot wird mittels WLAN in das heimische Netzwerk eingebunden. Das WLAN-Modul unterstützt die IEEE-802.11-Standards a/b/g/n und kann sowohl das 2,4- als auch das 5,0-GHz-Netz nutzen. Der modernere ac-Standard wird nicht unterstützt, aber die Kapazitäten der unterstützten Standards reichen vollkommen für alle Aufgaben aus und auch größere Distanzen zu einem Router (Fritz!Box 6360, 15 Meter, verwinkelter Flur) stellten im Test kein Problem dar. Bluetooth ist ebenfalls an Bord, über die genaue Version macht Amazon leider keine Angaben.

Im Gehäuserahmen, unterhalb des Plus-Zeichens, befinden sich ein Micro-USB-Anschluss, der für die Stromversorgung zuständig ist, sowie eine 3,5-mm-Audioklinke. Letztere dient dazu, den Echo Dot an einen externen Lautsprecher anzuschließen. Wer sich jedoch denkt, dann schließe ich den Dot an die Stereo-Anlage an und habe trotzdem tollen Sound, wird enttäuscht, denn der angeschlossene Receiver ist dann die einzige Ausgabequelle und der interne Lautsprecher bleibt stumm. Die Audioklinke ist also vielmehr dazu gedacht, einen Kopfhörer an den Amazon Echo Dot anschließen zu können, wenn das Gerät als Streaming-Client genutzt wird.

Datenschutz

Der wohl kritischste Punkt bei der Nutzung von Amazons Echo-Produkten ist die Frage nach dem Datenschutz. Laut dem US-Unternehmen zeichnen die sieben Mikrofone des Geräts nur auf, wenn zuvor das Auslösewort gesagt wurde. Der Audiodatei wird dann nicht auf dem Echo ausgewertet, sondern an einen Amazon-Server gesendet und dort verarbeitet. Dieser Server muss sich nicht innerhalb von Deutschland befinden, sodass es möglich ist, dass eine Anfrage in einem Land verarbeitet wird, in dem laschere Datenschutzgesetze gelten. Außerdem wird es so Geheimdiensten und Hackern erleichtert, sich Zugriff auf die Daten zu verschaffen, zumal über eine Verschlüsselung der Daten keine Informationen vorliegen. Die Nutzung der Mikrofone zur Aushorchung ihrer Nutzer durch Dritte ist somit durchaus denkbar.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich ebenfalls mit den Amazon Echo-Produkten beschäftigt und sieht in der Nutzung des Dienstes und der Datenschutzerklärung Risiken. Nicht nur Amazon selbst nutzt die gewonnenen Informationen zur Analyse des Käuferverhaltens, sondern darf sie innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen auch an Dritte weitergeben. Wir raten deshalb dazu, sich den Artikel der Verbraucherschützer gut durchzulesen, um sich darüber klar zu werden, wie hoch die datenschutzrechtlichen Risiken für den Besitzer selber, aber auch für dessen Gäste sind.

Bedienung

Die Einrichtung des Amazon Echo Dot ist sehr einfach. Das Gerät muss nur mit der Steckdose verbunden werden, anschließend führt die kostenlose Alexa App (Android und iOS) Schritt für Schritt durch die Installation. Über die App lassen sich auch später noch weitere Echos hinzufügen oder wieder entfernen und sie gibt Auskunft, welche Skills aktiviert sind, die letzten Sprachkommandos und die Organisation der Amazon Skills sowie verwendeter Standard-Anwendungen.

Der Sprachassistent Amazon Alexa wird auf Zuruf durch den eingestellten Begriff (zum Zeitpunkt des Tests: Alexa, Amazon, Echo oder Computer) aktiviert. Visuell wird es durch das partielle Aufleuchten des LED-Rings am Gehäuse dargestellt, welches sich zum Sprecher ausrichtet.

Die Spracherkennung funktioniert sehr gut, selbst dann wenn die Umgebung etwas lauter ist, dafür muss der Nutzer jedoch auch etwas lauter sprechen. Die gebotenen Dienste funktionieren ziemlich gut und nur selten müssen wir einen Befehl wiederholen. Wenn Musik abgespielt werden soll, nutzt Alexa automatisch Prime Music, in der App können aber auch andere Anbieter als Standarddienst ausgewählt werden, was ebenfalls gut funktioniert. Echo Dot unterstützt ebenfalls Spotify Connect, was das Produkt weitestgehend unabhängig vom Smartphone macht. Praktisch wäre jedoch, wenn der Ausgabelautsprecher in Spotify per Sprachbefehl gewechselt werden könnte, um beispielsweise die Wiedergabe an einen AV-Receiver zu übergeben. Wichtig für eine gute Sprachsteuerung ist zudem, die richtigen Keywords zu kennen, damit Alexa die entsprechenden Kommandos auch versteht.

Viele Funktionen lassen sich über die sogenannten Skills ergänzen, welche Alexa entsprechende Sprachkommandos von dem jeweiligen Anbieter hinzufügen. Das kann die Bestellfunktion für Lieferdienste oder Taxis sein, aber auch Nachrichtendienste oder sogar kleinere Spiele. Generell bietet Alexa eine Vielzahl von Möglichkeiten bereits out-of-the-box. So können der Bestellvorgang der eigenen Amazon-Bestellungen oder das aktuelle Kinoprogramm abgerufen werden, Audible Hörbücher abgespielt oder der eigene Kalender gepflegt werden. Dafür werden unter anderem Google und Outlook.com unterstützt. Die Bestellungen bei Amazon über Alexa zu tätigen, empfinden wir persönlich als etwas heikel, vor allem wenn Kinder im Haushalt leben. 

Mit den Tasten auf der Gehäuseoberseite lassen sich die Mikrofone auf stumm schalten und die Lautstärke regeln. Außerdem gibt es einen sogenannten Aktionsknopf, der gelegentlich bei der Einrichtung des Amazon Echo Dot benötigt wird.

Smart Home-Steuerung

Eine der Grundfunktionen des Amazon Echo Dot ist es, mittels des Sprachassistenten Alexa Smart Home-Produkte zu steuern. Über die Alexa-App kann direkt nach kompatiblen Produkten innerhalb des eigenen Netzwerkes gesucht werden. Geräte, die das ZigBee-Protokoll verwenden, werden unserer Erfahrung nach direkt erkannt und können dann auch sofort mit Alexa gesteuert werden. Amazon arbeitet hierfür mit einer Vielzahl von Herstellern zusammen, die auch direkt unterstützt werden. Z-Wave-Produkte benötigen dafür vom Hersteller bereitgestellte Skills. Alternativ lassen sich die auch mit Hilfe des Dienstes IFTTT (If this, Then That) einbinden, was aber einen erhöhten Konfigurationsaufwand bedeutet und für technisch weniger affine Menschen auch nicht ganz einfach ist.

Wir haben die Funktionalitäten mit Philips Hue-Leuchtmitteln (ZigBee) und einem Devolo Smart Home (Z-Wave) getestet. Die Hue-Lampen werden problemlos erkannt und lassen sich dann auch direkt steuern. Dafür verwendet Alexa die Lampennamen, die Zimmereinstellungen des Hue-Hubs werden leider nicht berücksichtigt. Ohne weitere Einstellungen ist das Ein- beziehungsweise Ausschalten sowie das Dimmen und Erhöhen der Leuchtkraft mittels Sprachbefehl möglich. Wer verschiedene Szenen und Lichtstimmungen direkt ansteuern möchte, muss zusätzlich die Skill installieren. Dieses fügt dann für alle Lampen passende Befehle hinzu, welche alle als Smart Home-Gerät in der Alexa-App sichtbar werden, sodass es schnell unübersichtlich wird und eine Sortierung notwendig ist.

Zum Marktstart ließen sich die Produkte von Devolo nur über IFTTT steuern, was auch weiterhin möglich ist. Das klappt recht gut, es kann bei dem Dienst aber dazu kommen, dass es manchmal sehr lange dauert (bis zu 30 Sekunden), bis dieser umgesetzt wird. Mittlerweile gibt es auch für die Smart Home Produkte von Devolo eine Skill, sodass Szenen direkt ausgeführt werden können, was wesentlich schneller funktioniert.

Die Sprachsteuerung als solche funktioniert gut, aber anfangs ist ein wenig Vokabel-Lernen Voraussetzung, damit kein Frust aufkommt. Für Alexa würden wir uns eine größere Auswahl an unterstützten Synonymen wünschen. Während „Alexa, schalte das Licht ein.“ prima funktioniert, bleibt bei „Alexa, mach das Licht an.“ alles dunkel.

Emissionen & Energie

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen des Amazon Echo Dot liegen in einem absolut unbedenklichen Bereich. Bei einer Umgebungstemperatur von 21,4 °C misst die Flir-One-Wärmebildkamera maximal 34,9 °C. Die Erwärmung der Kunststoffoberfläche ist damit auch problemlos fühlbar, aber absolut unkritisch. Die Temperaturentwicklung lässt aber auf eine relativ große Verlustleistung des Gerätes Rückschlüsse ziehen.

Lautsprecher

Der große Unterschied zwischen dem großen Amazon Echo und dem Echo Dot liegt in der Qualität des Lautsprechers. Während das teure Modell durchaus auch zum Musikhören geeignet ist, ist das kleinere Modell dafür nur mit eingeschränkter Qualität nutzbar, sondern ist in unseren Augen eher für die Sprachausgabe gedacht.

Die gebotene Qualität ist in Ordnung, eine wirklich gute Soundwiedergabe ist jedoch nicht möglich. Dafür ist das Klangbild zu unausgewogen und vor allem bei maximaler Lautstärke fehlt es dem Echo Dot einfach an Kraft und Volumen. Dabei ist die Ausgabe der Mitten und der Hochtöne recht linear, Tieftöne sind dem Echo Dot jedoch fremd und bei den Höhen ab 6 kHz schwächelt der Lautsprecher. Bei einem hohen Lautstärkepegel neigt der Dot deshalb dazu, blechern zu klingen.

Die Ausgabe über die Audioklinke ist ordentlich. Für die Bluetooth-Verbindung hätten wir uns die Unterstützung des aptX-Protokolls gewünscht.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2031.636.62525.435.73125.329.14032.928.55033.630.76331.629.18028.429.91002739.112520.846.21602252.720021.360.225020.864.531521.270.340019.475.950019.577.863017.777.880017.977.5100017.876.9125017.376.7160017.475.5200016.771.5250017.270315018.270.9400017.970.7500017.667.1630017.758.1800017.850.71000017.950.61250018.145.51600018.246.6SPL3085.4N1.362.9median 17.9Amazon Echo Dotmedian 70Delta1.311.931.659.725.465.925.366.232.967.133.669.531.677.928.480.72785.620.886.82288.221.388.720.88821.282.919.486.919.58417.784.317.984.417.885.717.385.517.486.816.787.217.286.318.285.817.984.917.684.317.781.617.879.917.979.418.181.218.277.73097.21.3150.7median 17.9Bose SoundLink IIImedian 85.51.31.831.661.525.459.925.361.332.971.733.682.131.68628.483.62782.620.885.92286.121.387.520.88421.282.119.486.919.586.817.786.117.984.917.883.617.381.417.479.516.77917.281.918.281.617.981.117.681.917.78117.874.717.978.318.181.418.277.33094.31.3133.3median 17.9B&O Play A2median 81.91.32.5hearing rangehide median Pink Noise
Amazon Echo Dot Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (85.4 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 14.6% geringer als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (12.9% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 6.2% abweichend
(+) | lineare Mitten (3.3% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | verringerte Hochtöne, 7.9% geringer als der Median
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.2% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (20% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 41% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 6% vergleichbar, 52% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 41% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 52% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Bose SoundLink III Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (97.21 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(+) | guter Bass - nur 2.1% Abweichung vom Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1% abweichend
(+) | lineare Mitten (1.9% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 2.6% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (1.6% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (3.3% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 0% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 99% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 17%, das schlechteste Gerät hat 35%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 0% aller getesteten Geräte waren besser, 0% vergleichbar, 100% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

B&O Play A2 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (94.3 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(+) | guter Bass - nur 2.8% Abweichung vom Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 3.1% abweichend
(+) | lineare Mitten (2.5% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 1.8% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (3.4% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (4% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 1% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 97% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 17%, das schlechteste Gerät hat 35%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 0% aller getesteten Geräte waren besser, 0% vergleichbar, 100% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energie

Ein wenig überrascht waren wir über das starke Netzteil, welches eine Nennleistung von 9 Watt (5,2 Volt, 1,8 Ampere) besitzt. Die Leistungsaufnahme des Amazon Echo Dot bewegt sich bei voller Lautstärke zwischen 2,86 und 4,38 Watt, während wir den Alexa-Assistenten genutzt haben. Wird die Ausgabelautstärke auf ein Minimum reduziert, sinkt der Verbrauch ein wenig und die Messung ergab zwischen 1,67 und 4,23 Watt.

Tatsächlich zeigt sich der Lautsprecher als relativ genügsam, denn die gestreamte Musikwiedergabe bei voller Lautstärke pendelt zwischen 1,98 und 2,43 Watt. Der energiehungrige Teil des Gerätes scheint somit eher Alexa und dessen Mikrofone zu sein. Wenn wir den Assistenten während der Musikwiedergabe nutzen, konnten wir sogar über 6 Watt Leistungsaufnahme messen.

Wird der Amazon Echo Dot nicht genutzt und befindet sich im Standby, benötigt er mit einer minimalen Leistungsaufnahme von 1,63 Watt recht viel Energie. Somit summieren sich die Stromkosten für den assistierenden Lautsprecher auf mindestens 4,14 Euro pro Jahr (Berechnungsgrundlage: 365 Tage und 29 Cent pro kWh). Wer das Gerät also flächendeckend im eigenen Wohnraum nutzen möchte, sollte sich gut überlegen, wieviele der Dots wirklich benötigt werden.

Die Verwendung des Amazon Echo Dot mittels eines externen Akkus ist ebenfalls möglich.

Pro

+ Sprachassistent Alexa
+ durch Skills erweiterbar
+ kompakte Bauform

Contra

- Datenschutz
- hohe Leistungsaufnahme im Standby

Fazit

Im Test: Amazon Echo Dot
Im Test: Amazon Echo Dot

Mit dem Amazon Echo Dot offeriert das US-Unternehmen einen Heim-Assistenten für einen fairen Preis, welcher durch den Sprachassistenten Alexa durchaus seine Reize hat. Die Vorteile sehen wir vor allem bei der Smart Home-Steuerung, für welche dann keine zusätzlichen Schalter installiert oder das Smartphone gezückt werden muss, aber je nach verwendetem Produkt gestaltet sich die Sprachsteuerung in diesem Bereich stellenweise als umständlich und setzt auch eine clevere Konfiguration voraus.

Die übrigen Funktionen können sich sehen lassen, die Integration in ein vorhandenes Audiosystem gestaltet sich jedoch ebenfalls schwierig. Wer zudem gerne Musik über den Echo hören möchte, sollte eventuell den größeren Lautsprecher in Betracht ziehen. Kleinere Organisationsaufgaben, die Timer- und Erinnerungsfunktion sowie das Vorlesen von Hörbüchern klappen im Test prima.

Der Amazon Echo Dot und Alexa bilden ein starkes Team, aber in puncto Datenschutz gibt es Optimierungsbedarf.

Den größten Kritikpunkt für den Amazon Echo Dot sehen wir im Bereich des Datenschutzes. Hier würden wir uns von Amazon eine klare Aussage zur Verschlüsselung der Daten sowie eine Gewähr von hohen Datenschutzstandards wünschen.

Der Amazon Echo Dot passt hervorragend in die Produktpalette des Handelsriesen. Der Mehrwert im Alltag ist zwar nicht gewaltig und entpuppt sich oft als nette Spielerei, aber dadurch gewinnt das Produkt auch an Unterhaltungswert und ist vor allem für die Steuerung von Smart Home-Produkten interessant.

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Autor: Daniel Schmidt, 13.05.2017 (Update: 13.05.2017)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.