Toolt: 90g leichter Schlüsselanhänger bietet 36 Werkzeuge

Das britische Studio Ysmart London, das sich bislang vor allem mit Miniaturmessern und Taschenlampen beschäftigt hat, finanziert das Multitool Toolt über Kickstarter. Es soll 36 Funktionen in einem Gehäuse vereinen, das ungefähr so groß wie ein Autoschlüsselanhänger ist. Der Hersteller räumt selbst ein, dass Toolt keinen Werkzeugkasten ersetzt. Gedacht ist es vielmehr für kleinere Reparaturen, Reisen und den Einsatz im Freien, nicht als Alternative zu vollwertigem Werkzeug.
Zusammengeklappt misst Toolt 70 x 32 x 18 mm. Die Funktionen verteilen sich auf drei Platten, die sich zu beiden Seiten herausschieben lassen. Die erste ist für Reparaturen und Anpassungen vorgesehen und umfasst acht Sechskantschlüssel, drei Bit-Aufnahmen, eine Säge, eine Ahle, einen Abisolierer und einen Flaschenöffner. Hinzu kommen ungewöhnlichere Werkzeuge wie ein Speichenschlüssel, ein Grillspießreiniger und ein Einkaufswagenschlüssel. Die zweite Platte dient zum Schneiden und Hebeln. Sie bietet einen Dosenöffner, ein Hebelwerkzeug, einen Schnurschneider, einen Schlitzschraubendreher, einen Fahrradreifenheber, einen Schaber und eine Morsecode-Übersicht für Notsignale. Auf der dritten Platte befinden sich Lineale mit metrischer und imperialer Skala, ein Kreuzschlitzschraubendreher und zwei Feilen.
Dass eine Morsecode-Übersicht und ein Einkaufswagenschlüssel zu den 36 Funktionen gezählt werden, lässt die Zahl großzügig erscheinen, denn beides ist kein Werkzeug im eigentlichen Sinne. Davon abgesehen lässt sich an der Oberseite per Daumenschieber eine separate, austauschbare Klinge im gängigen Stanley-Format 11-921 ausfahren. Sie rastet in einer kurzen und einer vollständig ausgefahrenen Position ein, eine Sicherung verhindert ein versehentliches Öffnen. Sind alle drei Platten ausgefahren, erreicht das Gadget eine Länge von 180mm. Eine Trageöse und ein Taschenclip sind ebenfalls vorhanden.
Zur Wahl stehen zwei Varianten. Die Titanausführung wiegt 90 Gramm, das dunklere Aluminiummodell ist 10 Gramm leichter. Beim Funktionsumfang gibt es keine Unterschiede. Unterstützer müssen mindestens 82 Euro für die Aluminium- beziehungsweise 115 Euro für die Titanversion zahlen. Die späteren Verkaufspreise sollen bei 139 Euro respektive 173 Euro liegen. Die Auslieferung ist für Januar 2027 vorgesehen, allerdings nur, wenn die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abgeschlossen wird. Zudem besteht das übliche Risiko, dass das Produkt nicht wie versprochen funktioniert.













