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USB-C-aufladbarer 13.800-mAh-AAA-Akku für 1 Euro im Test

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Ein Forennutzer hat ein per USB-C aufladbares AAA-Akkupack für umgerechnet rund 2 Euro getestet. Statt der beworbenen Kapazität von 13.800 mAh erreichte jede Akku-Einheit lediglich etwa 380 mAh. Messungen und eine Zerlegung des Produkts zeigen, wie weit Werbeversprechen und Realität auseinanderliegen können.

Ein spannendes Produkt hat der Nutzer INN36 im Forum mysku.club genauer unter die Lupe genommen. Ein Set aus zwei per USB-C aufladbaren AAA-Akkus für umgerechnet rund 1 Euro pro Stück (182 Rubel pro Paar) klingt zunächst nach einem attraktiven Angebot. Spätestens beim Blick auf die angegebene Kapazität von 13.800 mAh pro Akku werden die Angaben jedoch fragwürdig. Vermutlich bezieht sich dieser Wert auf die Ausgangsspannung von rund 1,5 Volt.

Selbst unter Berücksichtigung von etwa zehn Prozent Umwandlungsverlusten würde das bedeuten, dass sich im Inneren ein Lithium-Akku mit 3,8 Volt und knapp 6 Ah befinden müsste – eine unrealistische Energiedichte für ein so kleines AAA-Gehäuse. Nach Erhalt der Lieferung wog INN36 zunächst die Akkus. Mit rund 7,5 Gramm pro Stück fielen beide Exemplare angesichts der angeblichen Kapazität auffallend leicht aus.

Einer der beiden bestellten Akkus bringt gerade einmal 7,46 g (0,26 oz) auf die Waage.
ⓘ INN36 / mysku.club
Einer der beiden bestellten Akkus bringt gerade einmal 7,46 g (0,26 oz) auf die Waage. Bild mit iloveimg.com hochskaliert.

Wie vom Händler versprochen, lag dem Set außerdem ein USB-C-Ladekabel mit zwei Anschlüssen bei. Beim Laden nahm ein Akku rund 0,19 Ampere bei 5,2 Volt auf – ein Wert, der für einen Lithium-Akku mit geringer Kapazität durchaus plausibel ist.

Nach lediglich eineinhalb Stunden war der Ladevorgang bereits abgeschlossen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt schwand jede Hoffnung, dass die angegebene Kapazität auch nur annähernd der Realität entsprechen könnte. Ein kontrollierter Entladetest mit 100 mA ergab schließlich eine tatsächliche Kapazität von lediglich rund 380 mAh bei einer Ausgangsspannung von 1,5 Volt.

Laden mit 0,99 Watt. Bei einer solchen Ladeleistung würde ein 13.800-mAh-Akku mit 1,5 Volt etwa 20 Stunden für eine vollständige Ladung benötigen. Bild mit iloveimg.com hochskaliert.

Anschließend zerlegte der Forennutzer einen der Akkus. Unter der Kunststoffhülle fand er lediglich eine winzige Lithium-Zelle mit einer Nennkapazität von 180 mAh bei 3,7 Volt sowie eine kleine Leiterplatte zur Spannungsregelung. Zum Vergleich: Hochwertige nicht wiederaufladbare AAA-Batterien mit 1,5 Volt erreichen problemlos mehr als 1.000 mAh.

Nach dem Entfernen der Kunststofffolie kamen eine Lithium-Zelle mit 180 mAh sowie eine Lade- und Spannungsbegrenzungsschaltung zum Vorschein.

Das Fazit fällt daher wenig überraschend aus: Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das meist auch. Vergleichbare Produkte mit unrealistischen Kapazitätsangaben finden sich auch auf anderen Plattformen wie AliExpress. Dort werden unter anderem AAA-Akkus mit angeblich 5.500 mAh angeboten.

Ähnlich fragwürdige Angebote gibt es außerdem für Ersatzakkus älterer iPhones und verschiedener Android-Smartphones, die mit einer angeblich erhöhten Kapazität beworben werden. Welche tatsächliche Kapazität solche Akkus besitzen und ob sie überhaupt sicher verwendet werden können, lässt sich häufig nur durch eigene Tests feststellen.

Bei Smartphones, die älter als drei oder vier Jahre sind, bleibt Nutzern allerdings oft keine andere Wahl, als auf Ersatzteile chinesischer Hersteller zurückzugreifen, da originale Komponenten vieler Hersteller nicht mehr erhältlich sind.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > USB-C-aufladbarer 13.800-mAh-AAA-Akku für 1 Euro im Test
Autor: Sergey Tarasov, 29.07.2026 (Update: 29.07.2026)