Ugreen veröffentlicht neues eGPU-Dock mit Thunderbolt 5, OCuLink und 850W

Die eGPU-Dockingstation Ugreen LinkStation ist Anfang dieses Jahres mit USB4, OCuLink und einem integrierten 850-Watt-Netzteil auf den Markt gekommen. Einige Monate später hat Ugreen mit der LinkStation Pro eine verbesserte Version veröffentlicht.
Die LinkStation Pro übernimmt das halboffene Aluminiumgehäuse ihres Vorgängers, bietet aber zwei wesentliche Neuerungen. Thunderbolt 5 ersetzt die bisherige USB4-Verbindung mit 40 Gbit/s und verdoppelt die verfügbare Bandbreite auf 80 Gbit/s. Alternativ steht weiterhin OCuLink mit 64 Gbit/s zur Verfügung. Dadurch ist die Dockingstation mit zahlreichen Laptops, Mini-PCs und sogar NAS-Geräten wie dem neuen Ugreen iDX6011 Pro kompatibel.
Die schnellere Thunderbolt-Verbindung soll die Leistung von High-End-Grafikkarten wie der RTX 5090 gegenüber USB4 besser ausschöpfen. Laut Ugreen stehen der GPU über PCIe 4.0 x4 nun ebenso wie über OCuLink 64 Gbit/s Bandbreite zur Verfügung, was die Leistung an Laptops mit Thunderbolt 5 deutlich steigern soll. Noch wichtiger ist die Möglichkeit, mehrere eGPU-Dockingstationen per Daisy-Chaining miteinander zu verbinden, um Spiele und KI-Anwendungen zu beschleunigen.
Mit diesen Verbesserungen tritt die LinkStation Pro direkt gegen eGPU-Dockingstationen wie die Minisforum DEG2 an, der allerdings ein integriertes Netzteil fehlt. Ugreen verbaut dagegen ein ATX-3.1-kompatibles Netzteil mit 850 Watt. Die LinkStation Pro nimmt Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 370 mm und einer Höhe von maximal 155 mm auf.
Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Stromversorgung. Der Thunderbolt-5-Anschluss kann leistungsstarke Gaming-Laptops nun mit bis zu 140 Watt versorgen, beim Vorgängermodell waren es maximal 100 Watt. Neben drei Thunderbolt-5-Anschlüssen hat Ugreen einen zusätzlichen USB-A-3.2-Port für Zubehör integriert. Ein M.2-Steckplatz und ein Ethernet-Anschluss fehlen weiterhin.
Preis und Verfügbarkeit
Die Ugreen LinkStation Pro ist in China ab sofort für umgerechnet rund 358 Euro erhältlich. Offizielle Angaben zu einer internationalen Markteinführung gibt es bislang nicht. Sollte Ugreen ähnlich wie beim Vorgängermodell vorgehen, könnte die Dockingstation in den kommenden Monaten auch in weiteren Märkten erscheinen.






