Video: Huawei Pura X View zeigt sich im Hands-on

Mit dem Pura X View setzt Huawei seine Experimente mit ungewöhnlichen Smartphone-Formaten fort. Das Modell folgt auf das Pura X aus dem vergangenen Jahr und das diesjährige Pura X Max. GizmoChina hat nun ein passendes Hands-on-Video veröffentlicht. Anders als seine faltbaren Schwestermodelle besitzt das Pura X View nur ein einzelnes, breites Display im Format 16:9,5, das an frühere BlackBerry-Designs erinnert. Trotz des 7.000mAh-Akkus wiegt das Smartphone rund 201 g und liegt Wong zufolge angenehm in der Hand und passt bequem in die Tasche.
Die zusätzliche Breite soll sich im Alltag auszahlen. Größere Tasten reduzieren Tippfehler, während der Einhandmodus die Tastatur zum jeweils verwendeten Daumen verschiebt. Beim Lesen vermittelt das Gerät laut Wong ein ähnliches Gefühl wie ein E-Reader, wobei insbesondere farbige Comics zur Geltung kommen. Für Tabellenkalkulationen bleibt ein herkömmliches Foldable allerdings besser geeignet. Videos nutzen den Bildschirm sowohl im Hoch- als auch im Querformat stärker aus. Beim Gaming stehen zudem mehr vertikaler Bildraum und eine größere Kühlfläche für längere Spielsitzungen zur Verfügung.
Im Inneren arbeiten der Kirin 9030S, 12GB RAM und HarmonyOS 7. Die Kameraausstattung umfasst eine 200MP-Hauptkamera, eine 50MP-Telekamera, eine 8MP-Ultraweitwinkelkamera und eine 50MP-Frontkamera. Hinzu kommen ein OLED-Panel, eine IP68-Zertifizierung sowie Unterstützung für Dual-SIM und eSIM. Wong bewertet das Pura X View insgesamt ausgesprochen positiv, möglicherweise ohne die Schwächen ausreichend zu berücksichtigen. Er weist jedoch auf offene Fragen zur internationalen Software-Anpassung und zur Unterstützung verbreiteter Apps hin. Außerhalb Chinas dürfte es daher sinnvoll sein, auf ein globales Modell und ausführlichere Tests zu warten.
Ein Direktimport ist zwar möglich, bringt jedoch die üblichen Risiken chinesischer Smartphone-Modelle mit sich. Dazu zählen fehlende Mobilfunkbänder sowie mögliche Inkompatibilitäten zwischen der chinesischen Software und Google-Diensten. Für den chinesischen Markt bestimmte Geräte unterstützen teilweise nicht alle in anderen Ländern gebräuchlichen LTE- und 5G-Bänder. Vor dem Kauf sollte daher die genaue Modellnummer mit den Frequenzbändern des jeweiligen Mobilfunkanbieters abgeglichen werden, statt sich allein auf die Angabe "unlocked" des Händlers zu verlassen. Huawei-Geräte unterstützen zudem keine Google-Apps. Dadurch lassen sich diese nicht nur nicht regulär installieren, auch von Google-Diensten abhängige Anwendungen sowie Banking- und Sicherheits-Apps können Kompatibilitätsprobleme aufweisen.
Quelle(n)
GizmoChina (YouTube), Trinity Electronic, Wonda Mobile, Trustpilot, Reddit










