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Samsung zwingt beim Flip-Smartphone seine Nutzer quasi zum Pflicht-Account

Samsung Galaxy Z Flip 8 im Test
ⓘ Notebookcheck (Marcus Herbrich)
Samsung Galaxy Z Flip 8 im Test
Das neue Samsung Galaxy Z Flip8 verspricht mit seinem großen 4,1-Zoll-Außendisplay auch im geschlossenen Zustand eine alltagstaugliche Bedienung. Doch wer kein separates Samsung-Konto anlegen möchte, hat beim Galaxy-Smartphone zum Falten einen erheblichen Nachteil im Alltag. Im Test sind nur wenige Apps ohne MultiStar nutzbar.

Wer auf seinem Samsung-Smartphone die Galaxy AI vollumfänglich nutzen möchte, beispielsweise die generativen Werkzeuge für Foto- und Videobearbeitung, ist auf eine Cloud-Anbindung angewiesen. Für diesen Server-Zugriff fordert Samsung, auch aus Sicherheits- und Identifikationsgründen, ein registriertes Benutzerkonto. Ein Schritt der nachvollziehbar wirkt.

Wer sein Samsung Galaxy Z Flip 8 aber ohne ein Samsung-Konto nutzen möchten, steht vor dem Problem, dass die App „MultiStar“ nicht im offiziellen PlayStore zu finden ist. Dieses durchaus mächtige Zusatztool erlaubt, dass auf dem 4,1-Zoll-Außendisplay nicht nur ein paar Samsung eigene Anwendungen dargestellt werden können, sondern bis zu 50 weitere Apps. Eine Funktion, welche eigentlich beim 1.300-Euro-Phone (erhältlich bei Amazon.de) ab Werk möglich sein müsste.

Erst wenn Nutzer den Zugang zum Samsung App Store erlangen, zeigt das Außendisplay Messenger wie WhatsApp, Streaming-Dienste wie Spotify oder Google Maps direkt auf dem Cover-Screen an. Ab Werk werden nur eine Handvoll von Samsung freigegebene Anwendungen ermöglicht. 

Wichtige Funktionen beim kompakten Android-Smartphone nur mit Samsung-Account möglich

Die „MultiStar“-Anwendung hebelt die restriktiven Schranken aus und erlaubt nahezu jede beliebige Android-App auf den kleinen Bildschirm auf der Front. Der Haken ist allerdings, dass MultiStar exklusiv über den hauseigenen Galaxy Store erhältlich ist. Und dieser verweigert jegliche Downloads, solange kein aktiver Samsung-Account auf dem Flip8 hinterlegt ist. Wer aus Datenschutzgründen oder Komfort auf das zusätzliche Hersteller-Konto verzichten möchte, bleibt dieses wirklich wichtige Feature für das Flip8 vorenthalten.

Zwar hat Samsung mit der neuen Benutzeroberfläche One UI 9 einige Optimierungen nativ ins System integriert, die Nutzung von Drittanbieter-Apps auf dem Außendisplay bleibt aber „Labs“-Status und hinterlässt angesichts dieses künstlichen Ökosystem-Zwangs einen etwas fragwürdigen Beigeschmack.

Alle Messdaten und Informationen zum Test des neuen Galaxy Z Flip 8 finden sie im Testbericht von Notebookcheck.

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Autor: Marcus Herbrich, 20.09.2026 (Update: 13.09.2026)