Visa führt KI-Tools ein, um Zahlungsstreitfälle zu bekämfen – Anstieg um 35% seit 2019

Laut CNBC führt Visa sechs neue KI-basierte Tools ein, um die Abwicklung von Zahlungsstreitfällen zu modernisieren, da das weltweite Aufkommen solcher Streitfälle kontinuierlich steigt. Die Tools zielen darauf ab, Reibungsverluste im gesamten Zahlungssystem zu reduzieren. In diesem Bereich beruht die Abwicklung von Reklamationen noch immer stark auf manuellen Back-Office-Prozessen zwischen Händlern, Banken und Zahlungsabwicklern.
Im Jahr 2025 bearbeitete Visa über 106 Millionen Rückbuchungsanträge, was einem Anstieg von 35 % im Vergleich zu 2019 entspricht. Drei der neuen Tools richten sich direkt an die Händler. Sie sollen potenzielle Streitfälle identifizieren und lösen, bevor diese eskalieren. Dazu setzt das Unternehmen auf KI-generierte Antworten und „tiefere Einblicke auf Transaktionsebene“, um unklare Abbuchungen für Karteninhaber verständlicher zu machen.
Die verbleibenden drei Tools dienen primär den Belangen der Kartenausgeber (Issuer) und Händlerbanken (Acquirer). Sie nutzen prädiktive KI-Modelle, um Streitfälle von Fall zu Fall zu bewerten. Begleitdokumente werden automatisch zusammengefasst, wichtige Datenfelder vorausgefüllt und das gesamte Reklamationsmanagement wird auf einer einzigen Plattform zentralisiert. Laut dem Bericht resultiert ein Großteil der Reklamationen daraus, dass Kunden Transaktionen schlichtweg nicht wiedererkennen.
Visa erklärt, dass das neue System Finanzinstituten detailliertere Daten zur Verfügung stellen wird, damit diese den Karteninhabern klarere Erklärungen liefern können. Visa bestätigte zudem, dass diese Tools Teil einer umfassenderen Reihe von Funktionen für Endverbraucher sind. Dazu gehört auch ein kürzlich vorgestelltes Tool zur Abo-Verwaltung, mit dem Nutzer wiederkehrende Zahlungen direkt kündigen können. Die meisten der neuen Tools zur Streitbeilegung sollen im Laufe dieses Jahres allgemein verfügbar sein.
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