„Was-wäre-wenn-Simulator“: Grand-Strategy im 2. Weltkrieg für 15 Euro auf Steam

Hearts of Iron IV stammt vom schwedischen Entwicklerstudio Paradox Interactive, das vor allem für komplexe Grand-Strategy-Reihen wie Europa Universalis oder Crusader Kings bekannt ist. Der enorme Tiefgang, die komplexen Systeme und die umfangreichen spielerischen Möglichkeiten dieser Titel haben dem Studio über die Jahre einen festen Platz bei Strategie-Fans gesichert. In dieser Hinsicht bildet auch HoI IV keine Ausnahme: Kaum ein anderes Spiel simuliert den Zweiten Weltkrieg so detailliert. Der Titel ist auf Steam noch bis zum 11. Mai um 70 Prozent reduziert und kostet dadurch 14,99 statt 49,99 Euro. Laut SteamDB entspricht der aktuelle Deal dem üblichen Rabattniveau.
Spieler übernehmen die Kontrolle über eine Nation während des Zweiten Weltkriegs und bestimmen über Politik, Wirtschaft, Forschung, Diplomatie und Kriegsführung. Dabei lässt sich die Geschichte entweder realistisch nachspielen oder komplett neu schreiben. Insgesamt stehen über 100 Länder zur Auswahl. Neben großen Akteuren wie den USA, Deutschland oder der Sowjetunion sind auch Nationen vertreten, die historisch eher weniger Einfluss hatten – doch genau das kann sich in Hearts of Iron IV ändern.
Beim Gameplay stehen groß angelegte Strategien statt einzelner Schlachten im Mittelpunkt. Spieler verwalten Fabriken, Rohstoffe, Forschung, Luftwaffe, Marine und Armeen, planen Frontlinien und koordinieren Offensiven auf einer riesigen Weltkarte. Nationale Schwerpunkte und politische Entscheidungen beeinflussen dabei maßgeblich den Verlauf der Kampagne und ermöglichen zahlreiche alternative Geschichtsverläufe. So kann etwa Großbritannien faschistisch werden oder Deutschland völlig andere Bündnisse eingehen.


Hearts of Iron IV ist im Juni 2016 erschienen und konnte auf Steam seitdem über 376.000 Nutzerbewertungen sammeln, von denen 88 Prozent positiv ausfallen. PC Games bezeichnete den Titel im Test als „Was-wäre-wenn-Simulator“ und lobte vor allem die glaubwürdige Geschichtssimulation, die vielen spielbaren Nationen sowie die nützlichen KI-Generäle. Kritik gab es hingegen für die steile Lernkurve, das unübersichtliche Interface und die stellenweise unnötig komplexe Steuerung. Am Ende vergab die Redaktion eine Wertung von 8 von 10 Punkten. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für 623 Euro) ist HoI IV zwar als „Spielbar“ eingestuft, allerdings sind Benutzeroberfläche und Steuerung klar auf Maus und Tastatur ausgelegt.
Wie bei den meisten Spielen von Paradox Interactive ist auch für Hearts of Iron IV seit Release eine große Anzahl zusätzlicher DLCs erschienen. Das Ultimate Bundle enthält 17 davon und kostet mit 45 Prozent Rabatt aktuell 93,70 statt 169,98 Euro. Alternativ steht ein Abo-Modell für 7,99 Euro pro Monat zur Verfügung.
Übrigens: Stellaris, der Sci-Fi-Cousin von Hearts of Iron IV, ist auf Steam aktuell ebenfalls im Sale und mit 75 Prozent Rabatt für knapp 10 Euro zu haben.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.














