Notebookcheck

Wie viel Grafikkartenspeicher ist sinnvoll?

Wie viel Speicher braucht eine Grafikkarte bzw. wie viel Grafikkartenspeicher ist für welchen Anwendungszweck nützlich?

 

Dedizierte Grafikkarten

Moderne Grafikkarten produzieren viel Abwärme und verbrauchen eine Menge Strom.
Dedizierter Grafikchip

Wer auch moderne Spiele flüssig genießen will, benötigt zwangsläufig eine dedizierte Grafikkarte mit eigenem Speicher. Während 128 oder 256 MByte Videospeicher (kurz „VRAM“) für grafisch anspruchsvolle Titel inzwischen nicht mehr ausreichen, sollten Mittelklassegrafikkarten über mindestens 512 MByte und High-End-Grafikkarten über mindestens 1024 MByte VRAM verfügen. Zwei oder gar drei GByte-VRAM sind indes (noch) keine Pflicht und bringen höchstens einen geringfügigen Vorteil. Ebenso wichtig wie die Speichermenge an sich ist unterdessen der Speichertyp und die Speicheranbindung. Ein 128bit Interface sollte es heutzutage schon sein, sofern lediglich (G)DDR3-VRAM eingesetzt wird, empfiehlt sich sogar ein 256bit breites Interface.

Zudem sollte man immer bedenken, dass eine große Menge an Videospeicher allein keine gute Grafikkarte ausmacht. Andere Faktoren wie Architektur, Shaderanzahl oder Taktraten spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. So rechnet eine Radeon HD 4670 mit 512 MByte VRAM beispielsweise schneller als eine eine GeForce GT 330M mit 1024 MByte VRAM, da erstere über die besseren Spezifikationen verfügt. Informationen zur Leistungsfähigkeit einzelner Grafikkarten entnehmen Sie deshalb am besten unserem Grafikkartenvergleich, den Grafikkarten Benchmarks oder der ausführlichen Spieleliste. Die beiden nachfolgenden Schaubilder bieten gaminginteressierten Nutzern eine zusätzliche Übersicht:

Speichermenge
Speichertyp & Speicheranbindung

Falls Sie bei einer Grafikkarte die Bezeichnung TurboCache (Nvidia) oder HyperMemory (AMD/ATI) lesen, sollten Sie übrigens aufhorchen. Hierbei handelt es um eine Mogelpackung, da Teile des Arbeitsspeichers für die Grafikkarte verwendet werden. Für Gamer zählt im Endeffekt nur die Menge an grafikeigenem Speicher.

Integrierte Grafikkarten

Zahlreiche Prozessoren enthalten eine kleine Grafikeinheit.
Integrierter Grafikchip

Wer ein Notebook nicht zum Zocken aktueller Spiele, sondern lediglich für grafisch anspruchslose Aufgabenbereiche wie Office, Internet oder Filme verwenden will, dürfte indes schon mit einer auf dem Mainboard (z.B. ATI Radeon HD 4200) oder der CPU (z.B. Intel GMA HD) integrierten Grafikeinheit ohne eigenen Speicher glücklich werden. Sogar für das ein oder andere ältere Spiel genügt bereits eines der sogenannten Onboard-Modelle.

Fazit

Um angemessen für alle möglichen Einsatzzwecke gerüstet zu sein, sollten multimedial oder gamingveranlagte Nutzer definitiv zu einer dedizierten Grafikkarte mit einem 512 oder 1024 MByte großem Videospeicher greifen. Für reine Office-Notebooks genügt hingegen auch eine Onboard-Grafikeinheit ohne eigenem Speicher.

Mobile Grafikkarten

Für weitere Informationen über mobile Grafikkarten konsultieren Sie bitte unseren Vergleich mobiler Grafikkarten. Hier eine Auflistung aller detailliert beschriebenen Karten:

Leistungsklasse 1
Leistungsklasse 2
GeForce GTX 1650 Ti (Desktop) *
Radeon HD 6970
GeForce GTX 570
GeForce GTX 560 Ti
Radeon HD 5850
GeForce GTX 460 768MB
Radeon HD 6790
Radeon HD 4850
Leistungsklasse 3
Radeon HD 5770
GeForce GTX 550 Ti
GeForce GTS 450
Radeon HD 5670
GeForce GT 240
GeForce GT 430
Leistungsklasse 4
Mali-G76 MP16 *
Radeon HD 5570
Mali-G76 MP4 *
GeForce GT 220
Leistungsklasse 5
Radeon HD 4350
GeForce G 107M *
Chrome9HD *
Leistungsklasse 6
unknown *

* Geschätzte Position

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Autor: Klaus Hinum, 16.10.2006 (Update: 15.10.2013)