Der Start in das neue Jahr verläuft für Microsofts Update-Abteilung alles andere als reibungslos. Nachdem der reguläre Patchday am 13. Januar bereits für Schwierigkeiten gesorgt hatte, kämpft der Konzern nun an mehreren Fronten gleichzeitig mit schwerwiegenden Fehlern in Windows 11. Besonders betroffen sind die Versionen 24H2 und 25H2 nach der Installation des kumulativen Updates KB5074109. Zahlreiche Nutzer berichten von physischen Geräten, die den Startvorgang mit dem Fehlercode "UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME" abbrechen und in einen Bluescreen laufen, während virtuelle Maschinen von diesem spezifischen Problem verschont zu bleiben scheinen. Microsoft untersucht diese Berichte aktuell und bittet Betroffene um Feedback, eine definitive Lösung für die Boot-Probleme steht jedoch noch aus.
Parallel dazu führten die ersten Rettungsversuche zu neuen Komplikationen. Ein am 17. Januar veröffentlichtes Notfall-Update, das ursprünglich Fehler beim Ruhezustand und bei Remote-Desktop-Verbindungen beheben sollte, legte unbeabsichtigt Cloud-basierte Anwendungen lahm. Nutzer stellten fest, dass Outlook, OneDrive und Dropbox einfroren oder komplett den Dienst verweigerten, insbesondere wenn PST-Dateien in der Cloud gespeichert waren. Microsoft reagierte am 24. Januar mit einem zweiten "Out-of-Band"-Update (KB5078127), welches diese Blockaden in der Outlook-Klasse und anderen Cloud-Apps adressiert und die Funktionalität wiederherstellen soll.
Die Situation bleibt für Administratoren und Endanwender unübersichtlich, da sich die Fehlerbilder je nach installierter Version und Hardware unterscheiden. Während das neueste Update KB5078127 die Probleme mit den Anwendungen und dem Ruhezustand weitgehend löst, bleibt das Risiko des Boot-Fehlers auf manchen Systemen bestehen. Neben den Bugfixes brachte der Patchday auch Änderungen an der Kompatibilität, indem Unterstützung für veraltete Modem-Treiber entfernt und das Verhalten der Windows Deployment Services angepasst wurde.
Für Betroffene bleibt nur das Deinstallieren der Updates. Laut Microsoft kann man in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (Windows Recovery Environment) booten und dort das Sicherheitsupdate vom Januar 2026 manuell deinstallieren. Dies ist momentan der einzige Weg, um die betroffenen Maschinen wieder funktionstüchtig zu machen, solange Redmond die Ursache für den Fehler noch untersucht. Es ist unklar, wie weitverbreitet das Problem tatsächlich ist, da bisher nur eine begrenzte Anzahl an Berichten vorliegt, doch die Schwere des Fehlers wiegt schwer für die betroffenen Anwender. Prinzipiell sollte Windows nach einigen fehlgeschlagenen Bootversuchen selbstständig in die Wiederherstellungsumgebung wechseln. Sollte dies nicht geschehen, hilft nur ein Windows 11 Installationsmedium über das die Wiederherstellungsumgebung ebenfalls gestartet werden kann.






