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Winziger E-Book-Reader für 30 Euro ist kleiner als ein AirPods-Case und hält 2 Wochen durch

Die neue Ausführung von Paul Lagiers winzigen E-Book-Reader
ⓘ Paul Lagier / YouTube
Die neue Ausführung von Paul Lagiers winzigen E-Book-Reader
Nach der Veröffentlichung eines viralen Prototyps im März hat Paul Lagier die zweite Version seines winzigen E-Reader-Projekts vorgestellt. Das Gerät im Taschenformat nutzt einen ESP32 und E-Paper, speichert 10 Bücher und kommt bei den Bauteilen mit rund 30 Euro aus.

Paul Lagier hat sein Projekt für den kleinsten E-Reader der Welt jetzt überarbeitet und ist damit von einem groben Prototyp zu einer deutlich robusteren Version übergegangen. Version zwei ist eine direkte Reaktion auf den großen viralen Erfolg des ursprünglichen Modells, das vor gut einem Monat als minimalistische Möglichkeit vorgestellt worden ist, weniger Zeit mit mobilem Gaming zu verbringen.

Die erste Version des Readers, siehe unten, basierte auf einem ESP32-Mikrocontroller und einem 2,9 Zoll großen und monochromen E-Ink-Display. Sie war zwar funktionsfähig, brachte beim Zusammenbau aber einige Probleme mit sich, denn das 3D-gedruckte Gehäuse setzte auf winzige Kunststoffstifte, die sich für viele Bastler nur schwer zuverlässig herstellen ließen. Hinzu kam ein ineffizientes Speichermanagement, das den Großteil der 8 MB Flash-Speicher des Boards verschwendete und nur 1,5 MB übrig ließ, genug für gerade einmal etwa zwei Bücher.

Die neue Version räumt mit diesen Problemen auf und setzt stattdessen auf ein verschraubtes Gehäusedesign mit M2-Gewindeeinsätzen. Dadurch wirkt das Gerät, das ungefähr so groß ist wie ein AirPods-Case, deutlich stabiler. Zusätzlich wurde am inneren Betätiger ein kleines Stück selbstklebender Schaumstoff angebracht, um das laute mechanische "Klicken" der einzigen Navigationstaste zu dämpfen, ein häufiger Kritikpunkt von Nutzern des ersten Modells.

Auf der Software-Seite bringt Version zwei eine neue Korrektur bei der Partitionierung mit, wodurch 5,5 MB Speicherplatz für Bücher freigegeben werden. Das System unterstützt jetzt außerdem eine automatische Textkomprimierung. Dadurch passen nun zwischen sechs und zehn vollständige Bücher gleichzeitig auf das Gerät. Zu den weiteren Neuerungen gehören ein bibliotheksbasiertes Ordnersystem, eine Speicheranzeige in der Weboberfläche und die Möglichkeit, direkt zu bestimmten Seitenpositionen zu springen, was mit der Ein-Tasten-Bedienung des Originals technisch nicht möglich war.

Das Projekt bleibt weiterhin als Open-Source-Build verfügbar, der Entwickler bietet zwei Gehäusedesigns und sämtliche Firmware-Versionen für 4,90 Euro an. Die Teile kosten ungefähr 26 Euro. Insgesamt wirkt Lagiers Entwurf wie eine unterhaltsame und funktionale Alternative zum Lesen auf einem Smartphone.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Winziger E-Book-Reader für 30 Euro ist kleiner als ein AirPods-Case und hält 2 Wochen durch
Autor: Anubhav Sharma, 14.04.2026 (Update: 14.04.2026)