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Selbstgebaute Steam Machine ist schneller als das Original und vielleicht günstiger

Steam Machine mit Frontpanel aus Holz
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Steam Machine mit Frontpanel aus Holz
YouTuber Zac Builds hat seine eigene Steam Machine gebaut, die etwas weniger kostet und in Spielen bis zu 100 Prozent mehr Leistung liefert. Für den Aufbau kommen gebrauchte PC-Hardware, einige 3D-gedruckte Teile sowie eine austauschbare Front aus Holz zum Einsatz.

Für die Steam Machine gibt es zwar weiterhin keinen genauen Erscheinungstermin, Berichten zufolge hat Valve aber bereits die erste große Lieferung des Steam Controllers erhalten. Das könnte darauf hindeuten, dass der Marktstart der Steam Machine nicht mehr allzu weit entfernt ist. In der Zwischenzeit hat ein YouTuber jedoch bereits seine eigene Version gebaut, die auf Basis der Spezifikationen und des vermuteten Preises der Steam Machine günstiger ist und mehr Leistung bietet.

Im neuesten Video des in Toronto ansässigen YouTubers Zac Builds ist ein "Klon" der Steam Machine zu sehen, der aus gebrauchter PC-Hardware und einigen 3D-Druckteilen besteht. Die im Video genannten Preise sind zwar in kanadischen Dollar angegeben, umgerechnet sind es rund 800 Euro. Zum Vergleich: Für die Steam Machine werden beim Modell mit 2TB Speicher von mehr als 850 Euro gemunkelt, offizielle Infos hierzu fehlen aber noch.

Im Inneren des Systems arbeiten ein Ryzen 5 5600X, eine Radeon RX 9060XT mit 16GB, 16GB DDR4-RAM und eine 2TB NVMe-Gen-3-SSD. Das Ganze sitzt auf einem Gigabyte B550I Aorus Pro X Mini-ITX-Mainboard und wird von einem Corsair SF600 Netzteil versorgt. Wie bereits erwähnt, waren die meisten dieser Komponenten gebraucht und wurden zur Kostenersparnis über Facebook Marketplace gekauft. Für das Gehäuse hat Zac 3D-gedruckte Teile mit einer Holzfront kombiniert, die sich mithilfe von Magneten austauschen lässt.

Die Steam Machine von Zac Builds

An der Vorderseite gibt es außerdem, genau wie bei der Steam Machine, eine Lichtleiste, zwei USB-A-Anschlüsse und einen Einschaltknopf. Insgesamt fällt der Formfaktor dieses DIY-Baus allerdings etwas größer aus. Zac hat auch versucht, SteamOS zu installieren, das hat wegen Hardware-Inkompatibilitäten jedoch nicht funktioniert. Eine Version von BazziteOS, die optisch exakt wie SteamOS gestaltet ist, lief dagegen problemlos.

Wie sieht es mit der Performance aus?

Zac Builds hat einige Spiele getestet, darunter Arc Raiders, Cyberpunk 2077 und Spider-Man 2, mit durchaus interessanten Ergebnissen. Alle Spiele liefen in 4K mit einer Mischung aus hohen und mittleren Einstellungen bei 60 FPS oder mehr. Natürlich hat AMDs FSR 4.0 einen großen Teil der Arbeit übernommen, allerdings soll auch die Steam Machine auf dieselbe Technik setzen, um das angegebene Ziel von 4K bei 60 FPS zu erreichen. Bei der Steam Machine wird eine GPU auf dem Niveau einer Radeon RX 7600M erwartet, womit die GPU der DIY-Steam-Machine bei der Rohleistung klar im Vorteil ist. Laut Zac liegt der Leistungsunterschied gegenüber der Steam Machine bei etwa 50 bis 100 Prozent.

Dieser Leistungszuwachs geht allerdings mit einem höheren Stromverbrauch einher. Das DIY-Gerät benötigt etwas mehr als 300 Watt, während die Steam Machine mit rund 110 Watt angegeben wird. Dafür bietet die DIY-Maschine bessere Aufrüstbarkeit, abgesehen vom fehlenden microSD-Kartenslot und der fehlenden Wi-Fi-6E-Konnektivität.

Quelle(n)

Zac Builds auf YouTube

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Selbstgebaute Steam Machine ist schneller als das Original und vielleicht günstiger
Autor: Vineet Washington, 14.04.2026 (Update: 14.04.2026)