Steam Machine: Geschätzte FPS könnten vor Spiele-Kauf im Store angezeigt werden

Selbst wenn Entwickler empfohlene PC-Anforderungen veröffentlichen, gibt es keinen Ersatz für Tests unter realen Bedingungen. Vor Kurzem hat Valve Besitzer von SteamOS-Geräten gefragt, ob sie einer anonymen Erfassung der FPS zustimmen würden. Nun könnte das Unternehmen daran arbeiten, diese Informationen auf den Store-Seiten von Steam-Spielen anzuzeigen, um Käufern die Entscheidung zu erleichtern.
Data-Mining des neuesten Steam-Clients
Dex3108 aus dem ResetEra-Forum hat in einem Update des Steam-Client-Codes eine auffällige Änderung entdeckt. In einer Zeile heißt es: „Eine App und eine PC-Konfiguration auswählen, um ein Diagramm mit geschätzten Bildraten auf Grundlage der Bildraten anderer Nutzer zu erhalten.“ Das deutet darauf hin, dass Spieler ihre Spezifikationen wie CPU, GPU und Arbeitsspeicherkapazität eingeben können, um zu sehen, wie ein Spiel voraussichtlich laufen wird.
Valve hatte zuvor bereits eine Beta-Funktion eingeführt, die die Leistung während des Spielens im Hintergrund erfasst. Diese Option soll „mehr über die Spielkompatibilität erfahren und Steam verbessern“. Dabei wird die Konfiguration eines Systems erfasst, ohne die Daten mit einem Store-Konto zu verknüpfen. Bislang war diese Praxis jedoch auf SteamOS-Hardware wie das Steam Deck und die kommende Steam Machine beschränkt.

In ähnlicher Weise können Spieler ihren Steam-Bewertungen nun auch ihre Systemdaten beifügen. Bisher mussten Nutzer ihre Spezifikationen jedes Mal umständlich selbst eintippen, wenn ihnen Einbrüche bei den Bildraten auffielen.
Werden die FPS-Diagramme exklusiv für SteamOS sein?
Ob Valve durchschnittliche FPS-Werte auch im Windows-Client oder in anderen Clients anzeigen will, ist unklar. Für das in die Jahre gekommene Steam Deck sind diese Informationen besonders wichtig, da sich das Verified-Programm nur auf grundlegende Kennzahlen stützt. Die Steam Machine wird zwar mehr Leistung bieten, doch einige anspruchsvolle Titel könnten den Mini-PC dennoch stark beanspruchen.
Bei Gaming-PCs mit unterschiedlichster Hardware wird ein Vergleich der Ergebnisse schwieriger. Hinzu kommt, dass Einstellungen und Mods in Steam-Spielen die Leistung beeinflussen können. Manche Spieler setzen möglicherweise auf Upscaling per DLSS oder FSR, was die FPS steigern kann, allerdings auf Kosten der Bildschärfe.
Es gibt also noch einige Hürden, doch die meisten Fans begrüßen die Änderungen. Im Idealfall wird der Marktplatz Käufern schon bald gezielter dabei helfen, für ihre Hardware optimierte Titel zu finden.






