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Limited Run Games gibt zu: Zeitpläne „zu aggressiv“ angesetzt

Der Stand von Limited Run Games auf der PAX East 2026.
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Der Stand von Limited Run Games auf der PAX East 2026.
Limited Run Games hat Kunden gewarnt, dass zahlreiche Vorbestellungen später als erwartet eintreffen werden. Das Unternehmen räumt ein, dass die bisherigen Lieferzeitpläne „zu aggressiv“ angesetzt waren, und verspricht unter neuer Führung künftig „Termine, auf die man sich verlassen kann“. Nach einer Reihe früherer Produktions- und Qualitätsprobleme sowie angesichts der unklaren Lage, welche Bestellungen konkret betroffen sind, bleiben viele Käufer jedoch skeptisch und befürchten, dass sich die Verzögerungen bis weit ins Jahr 2026 ziehen könnten.

Limited Run Games hat in der vergangenen Woche zahlreiche E-Mails an seine Kunden verschickt und darin mitgeteilt, dass sich ihre Vorbestellungen und Käufe leider verspäten. Das Unternehmen räumte eigenes Versagen ein und erklärte, die ursprünglich angesetzten Liefertermine seien „zu aggressiv“ und „übermäßig optimistisch“ gewesen. Limited Run Games, bekannt für physische Retro-Releases, versucht nach mehreren Pannen, das Vertrauen der Retro-Community zurückzugewinnen.

Erst im Januar hatte Limited-Run-Games-Mitgründer Josh Fairhurst nach rund zehn Jahren seinen Rückzug aus der Führungsposition des Unternehmens angekündigt. Die neue Leitung versprach einen sogenannten „erneuerten Fan-First-Fokus“ mit besserer Qualitätskontrolle, übersichtlicheren Bestell-Updates und Versandterminen, auf die sich Kunden tatsächlich verlassen können.

Die anhaltenden Verzögerungen haben bei vielen Kunden jedoch einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Das Unternehmen wurde wegen zahlreicher Rückschläge kritisiert, etwa weil 3DO-Spiele auf gebrannten CD-Rs statt auf gepressten Discs ausgeliefert wurden, NES-Cartridges mit falschen Spannungen zu Schäden an Retro-Konsolen führten und die Collector’s Edition von Sonic X Shadow Generations Statuen mit gebrochenen Nasen und verrutschten Augen enthielt.

Nach jedem dieser Rückschläge entschuldigte sich das Unternehmen und versprach Besserung. Dieses Mal hat Limited Run Games jedoch nicht klar kommuniziert, welche Bestellungen konkret betroffen sind. Kunden wurden lediglich aufgefordert, ihre Konten und Bestellverläufe zu prüfen.

Die offizielle E-Mail lautet wie folgt (via r/limitedrun, aus dem Englischen übersetzt):

„Während wir diesen Wandel hin zu mehr Wachstum und Transparenz bei LRG weiter vorantreiben, hat unsere neue Führung einen genauen Blick auf unsere laufenden Veröffentlichungen geworfen, und dabei wurde klar: Wir haben einige Liefertermine gesetzt, die zu aggressiv waren. Wir waren übermäßig optimistisch und haben euch mit Verzögerungen und Unsicherheit enttäuscht. Diesen Standard setzen wir nun neu. Künftig gilt: Ein Termin ist ein Termin – und darauf könnt ihr Vertrauen, wenn ihr bei uns bestellt.“

Das hat viele Kunden ratlos zurückgelassen und die Frage aufgeworfen, ob sich womöglich alles, was sich derzeit in Produktion oder im Vorbestellstatus befindet, bis ans Ende des Jahres 2026 verschieben könnte. Die Retro-Gaming-Community scheint von den E-Mails von Limited Run Games nicht überzeugt zu sein und verweist auf frühere, nicht eingehaltene Versprechen. Ob der jüngste Neustart von LRG diesmal Bestand hat oder nur ein weiteres Kapitel derselben Geschichte wird, muss sich erst noch zeigen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Limited Run Games gibt zu: Zeitpläne „zu aggressiv“ angesetzt
Autor: Rahim Amir Noorali, 10.04.2026 (Update: 10.04.2026)