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Nach Hardware jetzt auch Spiele betroffen: KI-Boom zeigt neue Nebenwirkungen

Stormgate verliert durch die Übernahme seines Server-Hosts durch ein KI-Unternehmen alle Online-Funktionen.
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Stormgate verliert durch die Übernahme seines Server-Hosts durch ein KI-Unternehmen alle Online-Funktionen.
Gamer leiden unter hohen Speicherpreisen durch den KI-Boom und müssen sich künftig eventuell sogar auf weitere Einschnitte einstellen. Das Strategiespiel Stormgate verliert seine Online-Funktionen, weil der Server-Host des Spiels von einem KI-Unternehmen übernommen wurde. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass sich solche Szenarien künftig noch öfter abspielen könnten.

Wie es scheint, wirkt sich die Speicherkrise nun nicht mehr nur auf Preise und Verfügbarkeit von Hardware aus, sondern hat auch einen unmittelbaren Einfluss auf Spiele beziehungsweise deren Online-Modi. Das vergleichsweise neue RTS Stormgate verliert alle Online-Funktionen. Grund dafür ist die Übernahme des Server-Hosts des Spiels durch ein KI-Unternehmen. 

Stormgate-Host Hathora wurde im März 2026 von Fireworks AI übernommen. Auf seiner Website erklärt Hathora inzwischen selbst, dass man Angebote im Gaming-Sektor einstellen wird. Gleichzeitig verweist Hathora auf GameFabric by Nitrado als Migrationspartner für bestehende Kunden. Für Stormgate reicht diese Übergangslösung offenbar nicht aus. Laut Entwickler Frost Giant führt das Ende von Hathoras Service zu einem Ausfall der Multiplayer-Modi. Das Studio will das Spiel so patchen, dass es offline weiterläuft. Frost Giant gibt zudem an, dass eine Rückkehr des Online-Modus nur möglich ist, wenn ein neuer Partner für den laufenden Betrieb gefunden wird. 

Ein Spiel wie Stormgate trifft dieser Schlag besonders hart. Es ist im August 2025 nach einer etwa einjährigen Beta als große RTS-Hoffnung von ehemaligen Blizzard-Entwicklern gestartet und wurde über Kickstarter sowie weitere Investoren millionenschwer finanziert. Der große Durchbruch blieb jedoch aus. Der Verlust der Online-Funktionen könnte nun der letzte schwere Schlag sein, der die ohnehin schon niedrigen Spielerzahlen endgültig einbrechen lässt. 

Ein Szenario wie dieses kann sich aber nicht nur bei Spielen ereignen, die ohnehin schon zu kämpfen haben. Gerade kleinere Studios lagern Hosting, Matchmaking und Netzwerktechnik aus, um Kosten zu sparen. Das macht sie jedoch anfällig. Wenn ein Anbieter übernommen wird oder sein Geschäft neu ausrichtet, kann das unmittelbare Folgen für laufende Spiele haben. Angesichts des aktuellen KI-Booms ist es nicht unwahrscheinlich, dass so etwas künftig häufiger passiert. Immerhin ist die Nachfrage nach KI-Infrastruktur derzeit hoch und für Anbieter womöglich lukrativer als klassisches Game-Hosting.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Nach Hardware jetzt auch Spiele betroffen: KI-Boom zeigt neue Nebenwirkungen
Autor: Marius Müller,  8.04.2026 (Update:  8.04.2026)