iOS 27.2: Apples KI-Bilder tragen jetzt Googles SynthID-Kennung

Bilder aus Apples KI tragen ab sofort ein unsichtbares Kennzeichen. Mit iOS 27.2 versieht das iPhone alles, was Image Playground erzeugt, mit SynthID – dem Wasserzeichen, das Google entwickelt hat. Angekündigt hatte Apple den Schritt bereits im Juni mit dem überarbeiteten Image Playground, jetzt ist er da. Was wird markiert, und wie lässt sich das prüfen?
Nicht jede Bearbeitung wird markiert
Bei neu generierten Bildern ist die Sache klar: Sie bekommen das Wasserzeichen immer. Bei bearbeiteten Fotos kommt es darauf an, wie stark die KI eingreift. MacRumors hat das in der Fotos-App ausprobiert: Mit „Erweitern“ und „Neu ausrichten“ veränderte Bilder trugen SynthID, beim Bereinigen-Werkzeug hing es von der Größe des Eingriffs ab – kleine Retuschen blieben unmarkiert, größere bekamen das Wasserzeichen. Das ist eine nachvollziehbare Linie, denn wer einen Fussel vom Pullover entfernt, erzeugt noch kein KI-Bild.
Im Pixel statt in den Metadaten
SynthID steckt nicht in den Metadaten, die beim Teilen oder per Screenshot schnell verloren gehen, sondern direkt in den Bildpunkten. Google verspricht, dass das Wasserzeichen die Bildqualität nicht beeinflusst und Zuschnitt, Filter und Kompression übersteht. Notebookcheck hatte im Januar mit Bildern aus Nano Banana Pro untersucht, wie hartnäckig das Verfahren ist – mit dem Ergebnis, dass sich der Fingerabdruck nur mit erheblichem Aufwand entfernen lässt.
Prüfen lässt sich das Wasserzeichen am iPhone selbst allerdings nicht, eine eingebaute Erkennung fehlt. Dafür braucht es Googles SynthID Detector, den Google Anfang Oktober für alle geöffnet hat.
Ein Standard, den nicht Apple setzt
Bemerkenswert ist vor allem, dass Apple hier keine eigene Lösung baut, sondern auf die Technik eines Konkurrenten setzt. Das ist pragmatisch: Ein Wasserzeichen nützt nur, wenn möglichst viele Anbieter dasselbe verwenden und es sich an einer Stelle prüfen lässt. Mit Apple an Bord ist SynthID ein gutes Stück näher an einem echten Branchenstandard – auch wenn es weiterhin nur zeigt, was markiert wurde, und nicht, was jemand mit anderen Werkzeugen erzeugt hat.





