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iPhone Ultra: So teuer soll die Reparatur von Apples erstem Foldable-Smartphone sein

Das iPhone Ultra ist bereits oft geleakt worden
ⓘ Sony Dickson
Das iPhone Ultra ist bereits oft geleakt worden
Der Reparaturspezialist Ricky Panesar von iCorrect rechnet laut Forbes damit, dass der Austausch des Innendisplays bei Apples erstem Foldable rund 1.000 Euro kosten wird, deutlich mehr als eine vergleichbare Reparatur beim Galaxy Z Fold 8. Auch die Selbstbeteiligung pro Schadensfall bei AppleCare+ dürfte seiner Einschätzung nach steigen.

Apple dürfte noch in diesem Jahr sein erstes faltbares Smartphone namens iPhone Ultra zu einem Einstiegspreis von vermutlich über 2.000 Euro vorstellen. Ein Reparaturfachmann warnt allerdings davor, dass die Ausgaben nicht beim Kaufpreis enden.

Ricky Panesar, Gründer des Londoner Reparaturbetriebs iCorrect, rechnet laut Forbes für den Austausch des faltbaren Innendisplays mit Kosten von etwa 1.000 Euro oder mehr. Beim regulären Samsung Galaxy Z Fold 8 kostet diese Reparatur nicht annähernd so viel, obwohl auch dieses Modell bereits Samsungs Flex-Titanium-Konstruktion nutzt. In britischen Pfund gerechnet läge eine Apple-Reparatur nach Panesars Schätzung rund 43 Prozent über dem Samsung-Preis und würde beinahe 58 Prozent des mutmaßlichen Kaufpreises des Smartphones erreichen.

Apple dürfte die faltbaren Panels von Samsung Display beziehen und muss daher eine Lieferantenmarge einkalkulieren, die bei Samsung selbst nicht anfällt. Panesar erwartet, dass Apple diese Mehrkosten an seine Kunden weitergibt. Gegenüber Forbes prognostiziert er die bislang höchsten Reparaturpreise, die Apple je für ein mobiles Gerät verlangt hat.

Auch AppleCare+ dürfte die Kosten womöglich weniger stark senken als erwartet. Für die Reparatur eines Displayschadens bei versicherten Geräten hat Apple bislang teilweise nur 29 Euro Selbstbeteiligung berechnet. Panesar rechnet beim Foldable dagegen mit einer Gebühr von rund 120 Euro pro Schadensfall. Angesichts der hohen Kosten für den Austausch faltbarer Displays könnte Apple seiner Einschätzung nach zudem die vor einigen Jahren eingeführte unbegrenzte Zahl an Reparaturen überdenken. Für Käufer des Foldables hält er AppleCare+ dennoch für unverzichtbar.

Freie Reparaturbetriebe dürften zum Marktstart ebenfalls keine günstigere Alternative darstellen. Drittanbieter haben noch keine Erfahrung mit Apples Scharnierkonstruktion. Laut Panesar wird die notwendige Einarbeitung die Kosten zunächst erhöhen, sodass unabhängige Werkstätten Apples Preise in den ersten Monaten kaum unterbieten können. Auch das Touch-ID-Modul dürfte sich seiner Einschätzung nach schwieriger reparieren lassen als Face ID.

Innendisplay und Scharnier bilden eine integrierte Einheit. Um an eine der Komponenten zu gelangen, muss daher ein großer Teil der umgebenden Konstruktion zerlegt werden, wodurch der Arbeitsaufwand schnell steigt. iFixit hat das Galaxy Z Fold 8 mit vier von zehn Punkten für seine Reparierbarkeit bewertet und dabei insbesondere das empfindliche Innendisplay sowie die aufwendigen Arbeiten am Scharnier kritisiert.

AppleCare+ berechnet derzeit 29 Euro Selbstbeteiligung für Schäden am Display oder Rückglas und 99 Euro für andere unabsichtliche Beschädigungen. Ein defektes faltbares Innendisplay dürfte voraussichtlich in die teurere Kategorie fallen und nicht wie ein gewöhnlicher Displayschaden behandelt werden.

Apple veranstaltet am Mittwoch, dem 9. September, im Apple Park in Cupertino das Event "Surprise and Shine", das über die eigene Website und YouTube übertragen wird. Die meisten Beobachter rechnen dort mit der Vorstellung des Foldables, auch wenn einigen Berichten zufolge die Auslieferung erst im Oktober beginnen könnte. Als Betriebssystem wird voraussichtlich iOS 27 dienen, die erste Version mit speziell für faltbare Geräte entwickelten Funktionen.

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Autor: Antony Muchiri, 30.08.2026 (Update: 30.08.2026)