Sword of Justice stammt aus der Feder des chinesischen Entwicklerstudios ZhuRong und basiert auf dem gleichnamigen Roman des Autors Wen Ruian. Ursprünglich wurde das Spiel von NetEase Games entwickelt, die damit eine Neuinterpretation der klassischen MMO-Formel anstrebten – und das laut Entwicklerangaben ganz ohne Pay-to-Win.
Das MMO entführt Spieler in eine von der chinesischen Mythologie inspirierte Welt voller Konflikte und Geheimnisse. Die NPCs besitzen ein Erinnerungsvermögen, reagieren auf das Verhalten des Spielers und ziehen daraus Konsequenzen. Hat man beispielsweise einem Händler während eines Überfalls geholfen, erinnert sich dieser später daran, grüßt den Spieler namentlich und gewährt Preisnachlässe. Das gilt auch für ganze Ortschaften: Wer sich dauerhaft danebenbenimmt, bekommt Hausverbot oder wird von den Wachen angegriffen, während ein guter Ruf ganz neue Handlungsstränge eröffnen kann. Dieses System ist ein zentrales Alleinstellungsmerkmal des Spiels – und einer der Hauptgründe für die große Aufmerksamkeit, die es insbesondere in China erhalten hat.
Beim Kampfsystem setzt Sword of Justice auf individuelle Freiheit: Statt typischer MMO-Klassen und Rollenverteilungen können Spieler die Kampfkunst ihres Charakters völlig frei gestalten. Dabei stehen Hunderte von Fähigkeiten zur Verfügung, wodurch taktisch tiefgehende und individuelle Builds entstehen. Die Kämpfe selbst zeichnen sich durch Geschwindigkeit, Paraden und präzises Timing aus. Die Entwickler haben bewusst auf ein Tab-Targeting-System verzichtet und sich eher an dynamischen Kampfsystemen wie in New World oder Black Desert Online orientiert.
Neben dem PC wird Sword of Justice auch für Android- und iOS-Geräte erscheinen. Technisch kann das MMORPG mit Cross-Play, Raytracing-Unterstützung und synchronisierten Spielständen punkten. Besonders beim Interface merkt man dem Spiel jedoch seine mobile Herkunft an: Laut der Community wirkt die Benutzeroberfläche auf dem PC teilweise umständlich und deutlich auf Touchscreens ausgelegt. Hier besteht also noch Verbesserungspotenzial.
Sword of Justice erscheint zwar erst am 7. November, doch der Preload und die Charaktererstellung sind bereits verfügbar. Das hat dem Spiel nicht nur Platz 1 in der Steam-Kategorie „Angesagt und kostenlos“ beschert, sondern ihm auch schon jetzt einen positiven Wertungsschnitt von 86 Prozent aus über 150 Reviews eingebracht. Die Entwickler betonen zwar den vollständigen Verzicht auf Pay-to-Win-Mechaniken, ob das MMO die Spielerschaft langfristig überzeugen kann, wird sich allerdings erst nach dem Release zeigen. Die Server öffnen am 7. November um 10:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
















