Test Fujitsu M2010 Netbook

Neuland? 

Während es manche Hersteller es scheinbar nicht erwarten können, ein neues Netbook-Modell nach dem anderen auf den Markt zu bringen, haben Andere wiederum offenbar alle Zeit der Welt. In Punkto Mini-Notebooks wäre hier beispielsweise Fujitsu zu nennen. Der japanische Hersteller bringt mit dem M2010 nun sein erstes  Netbook  im 10-Zoll Format auf den Markt, mehr als ein Jahr nach dem Aufkommen der ersten Mini-PCs.

Fujitsu M2010

Fujitsu Amilo Mini Ui3520 hieß die erste Netbook Variante, allerdings noch im 8.9“ Display-Format. Da mittlerweile beinahe alle Hersteller zu den etwas Eingabefreundlicheren 10-Zöllern umgeschwenkt haben, sah man sich offenbar auch in Japan unter Zugzwang…

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Beim M2010 handelt es sich nicht um ein Modell der Amilo Reihe, womit das Netbook auch mit einem gänzlich konträren Design auftritt. Im Gegensatz zu den futuristischen Zügen der aktuellen Amilo Reihe, gibt sich das M2010 beinahe bieder und herkömmlich. Die Basiseinheit zeigt eine minimale Keilform und gibt sich sanft abgerundet und kompakt.
Für etwas Individualität sorgt allerdings das Displayscharnier an der Rückkante des Gerätes. So erhebt sich die Baseunit an deren Hinterkante und läuft in einer Rundung nach unten. Hier findet dann auch gleichzeitig der Akku des Netbooks Platz, der so etwas mehr Bauhöhe als im vorderen Bereich zur Verfügung hat – Ein Gestaltungsprinzip, das man auch bereits von anderen Herstellern kennt.

Auch optisch gibt sich unser  M2010 sehr zurückhaltend. Das Mini-Notebook von Fujitsu präsentiert sich gänzlich in schwarz. Umso besser kam der orangefarbene Sticker an der Unterseite unseres Testsamples zur Geltung, der das Gerät als Pre-Sample auswies. Dementsprechend müssen wir natürlich darauf hinweisen, dass es bei den im Verkauf befindlichen Versionen zu Abweichungen kommen kann. Fujitsu nennt auf deren Homepage auch zwei weitere Farbvarianten (rot metallic , und perlmutt-weiß), die aktuell verfügbar sein sollten.

Fujitsu M2010
Fujitsu M2010

Die Gehäusestabilität fiel bei unserem Testgerät jedenfalls sehenswert aus. Weder die Basiseinheit noch das Display ließen übermäßige Verformungen unter Druck zu, und zeigten auch beim alltäglichen Hantieren mit dem Gerät keine auffälligen Verformungen. Das Netbook kann bedenkenlos an allen Ecken und Enden angepackt werden, auch im Bereich des Displays. Dies provoziert zwar keine Deformierungen des Kunststoffgehäuses, allerdings verziert man so das Mini-Notebook mit zahlreichen Fingerabdrücken.

Bei den Handballenablagen setzt Fujitsu erfreulicher Weise auf matt lackierte Oberflächen, aber ab der Oberkante der Tastatur beginnt der Spiegel-Reigen. Im Fabrikneuen Zustand durchaus attraktiv anzusehen, sammeln sich dann allerdings rasch unzählige Staubpartikel und Fingerabdrücke am Lack-Finish und verunstalten das Gerät. Ein Häufiger Griff zum Putzlappen wird damit nicht erspart bleiben. Schwerwiegender fällt aber die Anfälligkeit für bleibende Schleifspuren aus, die insbesondere im mobilen Betrieb rasch passieren können. Auch unser Testsample zeigte bereits erste Abnutzungserscheinungen

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Praktisch ohne nennenswerte Änderung orientiert sich das M2010 in dieser Hinsicht an den zahlreichen Netbook-Kollegen. Geboten werden die Basis Ports, angefangen mit insgesamt drei USB Schnittstellen, einem analogen VGA-Port, einen 4in1 Cardreader, 3.5 Millimeter Buchsen zum Anschluss eines Mikrofons und eines Kopfhörers sowie ein LAN Port.

Die Schnittstellen liegen ausschließlich an den Seitenkanten, und dort im mittleren Bereich an der linken Seite sowie verteilt über die gesamte Kante an der rechten Seitenkante. Im mobilen Betrieb geht diese Positionierung durchaus in Ordnung, bei stationärer Verwendung des kompakten 10-Zöllers kann es allerdings neben dem Gerät, je nach Umfang der angeschlossenen Geräte, zu einem erheblichen Kabel- und Steckeraufkommen kommen.

Von Interesse könnte in dieser Hinsicht der angebotene VGA-Port sein, der letztlich die einzige Möglichkeit bildet, einen größeren Bildschirm an das Mini-Notebook anzuhängen. Im Test mit einem 24-zölligen Dell 2408 WFP Monitor lieferte das Fujitsu M2010 bei einer Auflösung von 1920x1200 Pixel (32-bit) ein akzeptables und arbeitstaugliches Bild. Speziell die Farbdarstellung war etwas gewöhnungsbedürftig, für anspruchslose Office Arbeiten sollte dies aber kein Problem darstellen.

Front: keine Anschlüsse
Front: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
Links: Netzanschluß, VGA, USB
Links: Netzanschluß, VGA, USB
Rechts: Cardreader, Audio, 2x USB, LAN, Kensington Lock
Rechts: Cardreader, Audio, 2x USB, LAN, Kensington Lock

Kommunikationstechnisch bietet das Fujitsu M2010 eine Kombination aus kabelgebundenem Ethernet Anschluss (Realtek Fast Ethernet 10/100), Wireless LAN von Atheros (AR5007EG), sowie integriertem Bluetooth. Integriertes UMTS/HSDPA wird bis dato nicht supportet.
Das installierte Software Utility von Atheros machte beim Versuch eines Verbindungsaufbaus über WLAN Probleme. Viele User könnten mit den vielen notwendigen Einstellungen (neues Profil, Sicherheitseinstellungen,…) Probleme haben, daher empfiehlt es sich mittels Rechtsklick auf das Atheros Tool (Select Client Software) auf die Windows WLAN Tools zu switchen. Hier reicht ein Doppelklick auf das gefundene Netzwerk, Passworteingabe, und Schwups ist man online.

An sonstiger Ausstattung ist eventuell noch die Webcam zu nennen, die mit einer Auflösung von 1.3 Megapixel für eine ausreichend gute Qualität bei Videotelefonie sorgt. Bis zu einer Auflösung von 640x480 (VGA) lieferte diese ein ausreichend flüssiges Bild. Bei 1280x1024 Pixel kam es allerdings zu einer starken Schlierenbildung bei Bewegung wodurch sich diese Auflösung nur mehr für unbewegte Aufnahmen eignet.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Auch wenn das Fujitsu M2010 nicht die gesamte Gehäusebreite für die Tastatur nutzt, fällt diese, zumindest was die Aufschlagfläche der Standardtasten von 14x13 Millimetern betrifft, ausreichend groß dimensioniert aus, um auch eine umfangreiche Texteingabe zu ermöglichen. Unser Testsample zeigte leider ein englischsprachiges Layout was wiederum eine einzeilige Enter-Taste, ein Fehlen der Umlaute sowie das Vertauschen der z- und der y-Taste bedeutet. Damit kam es im Test doch zu anfänglichen Tippproblemen und oftmaligen Eingabefehlern.

Einige wenige Tasten mussten sich zwar mit einer geringeren Breite begnügen, allerdings fiel dies im Test nicht weiter negativ auf. Positiv hervorzuheben sind dagegen die Pfeiltasten die normale Abmessungen besitzen und sich so vorzüglich bedienen lassen.
Das Tippgefühl lässt sich als besonders kurzhubig mit einem sehr deutlich fühlbaren Druckpunkt beschreiben. Subjektiv empfanden wir auch längeres Schreiben auf der Tastatur als angenehm.

Das Touchpad fällt Netbook-typisch sehr klein aus, verfügt allerdings über eine sehr angenehme Oberfläche. Nicht anfreunden konnten wir uns allerdings mit den beiden zugehörigen Tasten, die nur unter sehr großen Druck ansprechen, und dabei ein äußerst lautes Klickgeräusch von sich geben. Nicht nur die dadurch verursachte Geräuschkulisse, auch das Klicken selbst gestaltet sich nach einigen Stunden Verwendung als sehr unangenehm.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Auf den gängigen Netbook-Standard setzt Fujitsu auch in Punkto Display. So wird ein 10.1 Zoll WSVGA Panel mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel verbaut. Dem Trend folgt man leider auch beim Oberflächen-Finish des Bildschirmes. Das Display präsentiert sich im spiegelnden „BrilliantView“-Look.

Die maximale Helligkeit reicht auf bis zu 246 cd/m² und bleibt auch im Durchschnitt mit 225 cd/m² im guten Bereich. Der LED Displaybeleuchtung ist es wohl auch zu verdanken, dass die Helligkeitsverteilung mit einer Ausleuchtung von 85% ebenso im positiven Bereich liegt.

226
cd/m²
219
cd/m²
209
cd/m²
223
cd/m²
225
cd/m²
219
cd/m²
246
cd/m²
240
cd/m²
223
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Maximal: 246 cd/m²
Durchschnitt: 225.6 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 225 cd/m²
Schwarzwert: 1.35 cd/m²
Kontrast: 167:1

Etwas Federn lassen muss das Panel nach diesem guten Einstand dann aber beim Bildkontrast. Mit einem Schwarzwert von 1.35 cd/m² erreicht das Fujitsu M2010 in dieser Disziplin ein nur durchschnittliches maximales Kontrastverhältnis von 167:1.
Subjektiv kann die Bilddarstellung als für Netbooks jedenfalls ausreichend beschrieben werden.

Aufgrund der spiegelnden Displayoberfläche hat man leider auch bei der Benutzung des Netbooks im Freien mit störenden Reflexionen zu kämpfen. Während sich diese in Innenräumen aufgrund der guten Helligkeit in Grenzen halten, fallen diese unter freiem Himmel schon erheblich aus. Dementsprechend sollte man sich zumindest ein schattiges Plätzchen suchen, will man auch Outdoor mit dem Laptop arbeiten.

Die stabilen Blickwinkel fallen im horizontalen Bereich zwar großzügig aus, werden aber von zunehmend stärker werdenden Reflexionen bei einem Abflachen der Blickwinkel beeinträchtigt. Im vertikalen Sichtbereich kommt es vergleichsweise rasch zu einer beobachtbaren Bildveränderung. In dieser Hinsicht sei erwähnt, dass es gerade im mobilen Betrieb auf den Oberschenkeln zu Problemen mit dem maximalen Öffnungswinkel von rund 130° kommen kann. Hin und wieder fehlen so ein paar Zentimeter um ein optimales Bild zu erhalten.

Blickwinkel Fujitsu M2010
Blickwinkel Fujitsu M2010

Intel Atom N280 in Kombination mit der integrierten Intel GMA 950 Grafiklösung und einem Gigabyte Arbeitsspeicher  - typischer könnte eine Netbookausstattung eigentlich nicht sein. An dieser Stelle kann man auf eine Reihe weiterer von uns getesteter Netbooks verweisen, die eine annähernd idente Ausstattung vorzuweisen haben und deren Performance ebenso nur geringfügig voneinander abweicht: Asus Eee PC 1008HA, HP Mini 5101, Acer Aspire One 531,…

Neben der Atom N280 CPU von Intel kommt auch die N270 CPU noch in vielen Netbooks zum Einsatz. Mit einer minimal geringeren Taktung von 1.6 Ghz (Vgl. N280 1.66 Ghz), ist jedoch nicht von nennenswerten Leistungsunterschieden auszugehen.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo GFX
Systeminfo HDTune HD
Fujitsu M2010

Für den konzipierten Anwendungsbereich Internet und Office reicht die gebotene Leistung allemal aus. Als mögliche Anwendungsszenarien lassen sich etwa das Surfen im Internet, Mailverkehr, mobile Kommunikation, Textverarbeitung und anspruchslose Bildverarbeitung nennen. Die Single-Core Architektur der Atom CPU bedingt zwar im Multitasking Betrieb hin und wieder kurze Wartezeiten, einfache Tasks werden aber ausreichend schnell abgearbeitet.

Dennoch, mit dem Komfort aktueller Dual-Core Prozessoren kann Intel bei den Atom Chips noch nicht dienen. Dementsprechend setzt auch das Fujitsu M2010 Netbook eine gewisse Toleranz des Nutzers voraus.

Gut versteckt im Inneren: Atom CPU / GMA 950 Grafik
Gut versteckt im Inneren: Atom CPU / GMA 950 Grafik

Im Laptop kommt neben CPU und GPU auch noch ein Gigabyte DDR2 PC2-6400 Arbeitsspeicher zum Einsatz. Da das Mainboard nur einen Speicherslot besitzt, kann dieser bestenfalls gegen einen 2GB Riegel ausgetauscht werden. Für den Betrieb unter Windows XP ist dies aber nicht zwingend notwendig.
Als Massenspeicher setzt Fujitsu auf eine Festplatte aus eigenem Haus (MHZ2160BH G2) mit einer Bruttokapazität von 160GB. Die Harddisk arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 5400 U/min und lieferte im HDTune Benchmarktest passable Ergebnisse.
Erreichbar ist die Festplatte über den Akku-Slot. Hier kann der Datenträger ohne Probleme gegebenen Falls auch vom Laien entfernt bzw. durch ein anderes Modell ersetzt werden.

3D Mark
3DMark 2001SE3052 Punkte
Hilfe
Fujitsu MHZ2160BH
Minimale Transferrate: 24 MB/s
Maximale Transferrate: 63.5 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 51.6 MB/s
Zugriffszeit: 17.2 ms
Burst-Rate: 81.9 MB/s
CPU Benutzung: 6.2 %

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Insgesamt präsentierte sich das Fujitsu M2010 als sehr leiser Zeitgenosse. Bei geringer Office Last, also dem Surfen im Internet - sofern nicht gerade ausschließlich Flash-Animationen laufen – bleibt der Laptop mit gerade einmal 31.4 dB(A) dezent im Hintergrund. Hin und wieder konnten wir ein Durchatmen für eine kurze Dauer beobachten, bei der der Lüfter höher drehte und so das Netbook für kurze Zeit deutlich hörbar wurde.

Unter Auslastung von CPU und GPU gelang es uns die Lüfterlautstärke auf maximal 41.6 dB(A) auszureizen. Im praktischen Betrieb sollte dieser Zustand allerdings kaum anzutreffen sein.

Lautstärkediagramm

Idle 31.2 / 31.2 / 34.9 dB(A)
HDD 31.4 dB(A)
Last 34.9 / 41.6 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Wie gewohnt analysieren wir die Erwärmung der Gehäuseoberfläche sowohl unter Last als auch im mehrstündigen Idle Betrieb. Im ersten Fall können wir eine maximale Erwärmung des Gehäuses auf bis zu 38.3 °C an der Oberseite sowie bis zu 36.7 °C an der Geräteunterseite festhalten. Beide Ergebnisse liegen im absolut unproblematischen Bereich.

Im Idle bzw. im Office Betrieb mit geringer Last fallen die beobachteten Oberflächentemperaturen sehr ähnlich aus. Der Großteil der Oberseite der Baseunit blieb etwa im Bereich knapp über 30 °C und das Maximum bei 36.6 °C.
Die Unterseite erwärmte sich durchgehend minimal stärker als unter Last, was auf die geringere Lüfteraktivität zurückzuführen ist, das Maximum blieb mit 35.1 °C aber ebenso unter jenem bei Belastung.

Max. Last
 38.3 °C24.9 °C29.4 °C 
 35.0 °C33.3 °C28.6 °C 
 31.8 °C31.6 °C30.9 °C 
Maximal: 38.3 °C
Durchschnitt: 31.5 °C
30.8 °C34.3 °C36.7 °C
32.9 °C32.9 °C35.9 °C
31.2 °C33.6 °C35.4 °C
Maximal: 36.7 °C
Durchschnitt: 33.7 °C
Netzteil (max.)  43.9 °C | Raumtemperatur 22.0 °C

Lautsprecher

Als „Besonderheit“ führt Fujitsu auf der Homepage „zwei hochwertige Stereolautsprecher für beste Tonqualität“ an. Sollte dem so sein, wäre dies unter Netbook Kollegen in der Tat etwas außergewöhnlich, da die Mini-Notebooks hinsichtlich Audio Wiedergabe meist nicht viel zu bieten haben.

Der praktische Test brachte aber Ernüchterung. Ja, die beiden Speaker liefern zwar brauchbaren Sound für anspruchslose Hintergrundbeschallung, von „hochwertig“ kann man unserer Meinung aber noch lange nicht sprechen. Die Soundqualität ist subjektiv kaum besser als bei diversen Netbook Kollegen, ein Fehlen von satten Bässen und klaren Mitten/Höhen offensichtlich.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Maximale Akkulaufzeit
Maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Minimale Laufzeit
Minimale Laufzeit  (Classic Test)

Dass das niedrige Gesamtgewicht von nur 1.16 Kilogramm irgendwo seinen Tribut fordert, wird spätestens bei einem Blick auf die Akkulaufzeiten klar. Fujitsu stattet das M2010 in der Basisversion nur mit einem vergleichsweise kleinen 3-Zellen 25.92 Wh Lithium-Ionen Akku aus, der von vornherein schon keine Wunder erwarten lässt. Allerdings wird zumindest in den offiziellen Spezifikationen auch ein doppelt so großer 6-Zellen Akku erwähnt, der einerseits die festgestellten Akkulaufzeiten bis zu verdoppeln kann, andererseits aber mehr Gewicht auf die Wage bringt (gesamt 1.33 kg lt. Fujitsu) und darüber hinaus auch deutlich aus dem Gehäuse übersteht.

Getestet mit dem 3-Zellen Akku lieferte unser Sample im Test der maximalen Akkulaufzeit (BatteryEater Readers, Energiesparprofil, min. Displayhelligkeit, WLAN+BT aus) ein mäßiges Ergebnis von 145 Minuten. Im „Worst-Case“ Szenario, also unter Last (max. Displayhelligkeit, WLAN+BT ein, Profil Desktop), hielt das Netbook gerade einmal nur mehr 94 Minuten durch.

Nicht sehr überzeugend war auch das Durchhaltevermögen im praxisnahen WLAN-Surfbetrieb. Hier kamen wir auf rund 110 Minuten, also nicht einmal zwei Stunden.
Dies ist unserer Meinung nach für einen mobilen Einsatz des Laptops deutlich zu wenig. User die auch abseits einer nahen Steckdose eine Weile lang arbeiten wollen, sollten unbedingt auf die größere Akkuversion zurückgreifen.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.1 / 0.4 Watt
Idle 10.2 / 11.5 / 13.9 Watt
Last 17.4 / 20.1 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
2h 25min
Surfen über WLAN
1h 50min
Last (volle Helligkeit)
1h 34min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Mit dem M2010 bringt der japanische Hersteller Fujitsu ein weiteres Netbook der 10-Zoll Klasse, zwar das erste aus eigener Herstellung, allerdings das (n+1)‘te Modell am Markt. Mit einem kompakten und durchwegs stabilen Gehäuse kann das M2010 durchaus punkten. Optisch ansprechend aber eher wenig praxistauglich sind allerdings die Hochglanz Oberflächen, die bald von zahlreichen Fingerabdrücken übersät sind, und außerdem anfällig für Verschleißerscheinungen sind.

An Eingabegeräten bietet das M2010 von Fujitsu nichts Neues. Die Tastatur lässt sich subjektiv gut bedienen und auch die Tastengröße fällt akzeptabel aus. Lediglich mit dem englischen Layout sowie den Touchpadtasten hatten wir im Test so unsere Probleme.

Das Display zeigt sehr gute Ansätze. So kann es mit einer sehr guten maximalen Helligkeit als auch mit einer guten Ausleuchtung punkten. Die Farbdarstellung geht in Ordnung, allerdings muss man sich mit der spiegelnden Oberfläche (insbesondere im Außeneinsatz) anfreunden, und auch die Blickwinkelstabilität fällt bestenfalls durchschnittlich aus.

Leistungstechnisch gibt es nichts Neues zu berichten. Die Kombination aus Intel Atom N280 CPU und Intel GMA 950 Grafikchip bietet nach wie vor ausreichend Leistungsreserven, um einfache Office-Tasks ausreichend schnell abzuarbeiten. Die Performance eines Dual-Core Rechners sollte man sich aber nicht erwarten.
Belohnt wird man beim Fujitsu M2010 mit einem sehr emissionsarmen Betrieb, sowohl hinsichtlich Lautstärke als auch betreffend Gehäuseerwärmung. Hinter unseren Erwartungen zurück blieben die verbauten Speaker.

Selbiges gilt auch für gebotene Akkulaufzeit, zumindest in der Standardausstattung mit 3-Zellen Akku. Knapp 2 Stunden im WLAN Betrieb sind für ein Netbook nicht sonderlich viel. Daran können auch die maximal bis zu 2,5 h unter günstigsten Bedingungen nichts ändern.

Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010
Fujitsu M2010 Netbook
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Im Test: Fujitsu M2010
Im Test: Fujitsu M2010

Datenblatt

Fujitsu M2010

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel 945GSE
:: Speicher
1024 MB, DDR2 PC2-6400, 1x1024MB, max. 2048MB
:: Grafikkarte
:: Bildschirm
10.1 Zoll 16:9, 1024x576 Pixel, LED BrilliantView TFT, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Fujitsu MHZ2160BH, 160 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Realtek HD Audio
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Card Reader: 4in1,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek RTL8102E Family PCI-E Fast Ethernet (10/100MBit), Atheros AR5007EG Wireless Network Adapter (b g ), 2.0 Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 37 x 258 x 189
:: Gewicht
1.16 kg Netzteil: 0.33 kg
:: Akku
25.92 Wh Lithium-Ion
:: Preis
380 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows XP Home 32 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, 12 Monate Garantie

 

Das Fujitsu M2010 ist ein kompaktes Netbook im 10-Zoll Format.
Das Fujitsu M2010 ist ein kompaktes Netbook im 10-Zoll Format.
Als Display setzt Fujitsu auf ein Netbook-typisches WSVGA Panel mit einer Auflösung 1024x600 Pixel.
Als Display setzt Fujitsu auf ein Netbook-typisches WSVGA Panel mit einer Auflösung 1024x600 Pixel.
Zwar bietet das Display eine gute Helligkeit, allerdings erschwert die spiegelnde Oberfläche eine Verwendung im Freien.
Zwar bietet das Display eine gute Helligkeit, allerdings erschwert die spiegelnde Oberfläche eine Verwendung im Freien.
Leistungstechnisch kommt ebenso klassische Netbook-Kost zum Einsatz.
Leistungstechnisch kommt ebenso klassische Netbook-Kost zum Einsatz.
Im Fujitsu M2010 kommt ein Intel Atom N280 CPU, gepaart mit der Intel GMA 950 Grafik zum Einsatz.
Im Fujitsu M2010 kommt ein Intel Atom N280 CPU, gepaart mit der Intel GMA 950 Grafik zum Einsatz.
Damit ermöglicht das Mini-Notebook Office-Anwendungen.
Damit ermöglicht das Mini-Notebook Office-Anwendungen.
Erfreulicher Weise bleibt die Lautstärke des Netbooks meist sehr dezent im Hintergrund.
Erfreulicher Weise bleibt die Lautstärke des Netbooks meist sehr dezent im Hintergrund.
Auch die Erwärmungen der Gehäuseoberflächen halten sich im unkritischen Rahmen.
Auch die Erwärmungen der Gehäuseoberflächen halten sich im unkritischen Rahmen.
Bestenfalls durchschnittlich fällt die Klangqualität der eingesetzten Lautsprecher aus.
Bestenfalls durchschnittlich fällt die Klangqualität der eingesetzten Lautsprecher aus.
Das Touchpad lässt sich grundsätzlich gut bedienen, die beidn Tasten sind allerdings höchst gewöhnungsbedürftig.
Das Touchpad lässt sich grundsätzlich gut bedienen, die beidn Tasten sind allerdings höchst gewöhnungsbedürftig.
Nur das englische Layout störte im Test etwas.
Nur das englische Layout störte im Test etwas.
Neben der komplett schwarzen Version bei uns im Test, bietet Fujitu außerdem noch zwei weitere Farbvarianten.
Neben der komplett schwarzen Version bei uns im Test, bietet Fujitu außerdem noch zwei weitere Farbvarianten.
Markant für Handhabung und Optik ist dabei vor allem die Hochglanzlackierung des Displays und Teile der Baseunit.
Markant für Handhabung und Optik ist dabei vor allem die Hochglanzlackierung des Displays und Teile der Baseunit.
Die gute Stabilität des Gehäuses wird teils durch die verschmutzungsanfällige Oberfläche verschattet.
Die gute Stabilität des Gehäuses wird teils durch die verschmutzungsanfällige Oberfläche verschattet.
Wichtig für das Erscheinungsbild des Netbooks ist auch das Scharnier, welches den Akku beinhaltet.
Wichtig für das Erscheinungsbild des Netbooks ist auch das Scharnier, welches den Akku beinhaltet.
An Anschlüssen sollte man keine besonderen Erwartungen hegen,...
An Anschlüssen sollte man keine besonderen Erwartungen hegen,...
...geboten werden lediglich Netbook-Basisports wie USB und ein VGA Ausgang.
...geboten werden lediglich Netbook-Basisports wie USB und ein VGA Ausgang.
Mit dabei allerdings eine 1.3 Megapixel Webcam, integriert in den Displayrahmen.
Mit dabei allerdings eine 1.3 Megapixel Webcam, integriert in den Displayrahmen.
Die Tastatur bietet eine ausreichende Größe um auch größere Textblöcke eingeben zu können.
Die Tastatur bietet eine ausreichende Größe um auch größere Textblöcke eingeben zu können.
Enttäuschend eher die Akkulaufzeit, insbesondere mit dem 3-Zellen Akku der ab Werk integriert wird.
Enttäuschend eher die Akkulaufzeit, insbesondere mit dem 3-Zellen Akku der ab Werk integriert wird.

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Preisvergleich

Pro

+Kompaktes, stabiles Gehäuse
+Angenehme Tastatur
+Helles Display mit guter Ausleuchtung
+Geringe Erwärmung des Gehäuses
+Überwiegend leiser Betrieb
 

Contra

-Verschmutzungsanfällige Oberflächen
-Gewöhnungsbedürftige Touchpadtasten
-Störende Spiegelungen im Freien
-Kurze Akkulaufzeit mit 3-Zellen Akku

Shortcut

Was uns gefällt

Ein weiteres 10-Zoll Netbook in üblicher Ausstattung. Ja, das fehlte wirklich noch…

Was wir vermissen

Wie (fast) immer: ein mattes, vollends Outdoor taugliches Display, ein unempfindlicheres Chassis, in diesem Fall auch der große Akku für eine brauchbare Mobilität.

Was uns verblüfft

Das Fehlen neuer Ideen bei den aktuellen Netbooks. Abgesehen von Kleinigkeiten ist ein Großteil aller aktuell verfügbaren Modelle austauschbar.

Die Konkurrenz

Netbooks im 10-Zoll Format aller Hersteller: Asus Eee PC 1008HA, HP Mini 5101, Acer Aspire One 531, MSI Wind, Dell Mini 10 und dutzende andere…
Test Lenovo Thinkpad SL300 Notebook

Bewertung

Fujitsu M2010
08.09.2009
J. Simon Leitner

Gehäuse
86%
Tastatur
84%
Pointing Device
82%
Konnektivität
80%
Gewicht
94%
Akkulaufzeit
67%
Display
78%
Leistung Spiele
44%
Leistung Anwendungen
61%
Temperatur
88%
Lautstärke
93%
Auf- / Abwertung
84%
Durchschnitt
78%
83%
Netbook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: J. Simon Leitner (Update: 11.02.2014)