Test Sony Vaio VPC-X11S1E/B Notebook

von: Florian Wimmer 27.01.2010

So klein und schon ein Notebook.

Vorsicht ist geboten, wenn man das Vaio X hochhebt: Durch das unerwartet geringe Gewicht könnte es einem leicht aus der Hand fliegen. Wäre schade um das schick designte 11,1 Zoll-Subnotebook mit Intels Atom-Prozessor. Wie schade, das erfahren Sie in unserem ausführlichen Test.

Sony Vaio VPC-X11S1E/B Notebook
Sony Vaio VPC-X11S1E/B Notebook

Das X hat sich inzwischen bei vielen Herstellern als Symbol für dünne und leichte Subnotebooks etabliert. Bei Sonys Vaio VPC-X11S1E ist das nicht anders: Nur 1,4 Zentimeter Höhe und 760 Gramm Gewicht machen den Winzling zu einem ultraportablen Gerät, das  in fast jede Tasche passen sollte. Damit trotzdem auch etwas Leistung mit an Bord ist, verbaut Sony einen Atom-Prozessor von Intel und eine SSD-Festplatte.

Unser Testgerät kam mit einem Atom Z540 mit 1,86 GHz, einem Intel Graphics Media Accelerator 500 und einer 128 GByte-SSD von Samsung. Der Preis für unsere Konfiguration: Stolze 1499 Euro.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Design ist klassisch und zeitlos.

Um das leichte und dünne Design des Sony X zu ermöglichen setzt Sony auf eine Kombination aus verschiedenen Materialien: Unterschale und Displaydeckel sind aus Karbonfaser gefertigt. Die Handballenauflage ist aus Aluminium und lässt leider Handabdrücke recht deutlich erkennen.

Der Deckel bei unserem Modell lies Druck von hinten recht schnell und recht großflächig auf dem Display erkennen. Auch Verwinden lässt sich der gerade mal 4 Millimeter dicke Monitor und zeigt dann ebenfalls Farbverfälschungen auf dem Display.

Sehr stabil zeigt sich hingegen das restliche Gehäuse des kleinen Laptops, das sich nicht verbiegen lässt und auch beim Anheben an einer Ecke in Form bleibt.

Die Scharniere des Monitors fallen im Vergleich zur Gehäusegröße recht breit aus und halten den Monitor nach kurzem Nachwippen stabil in seiner Position. Weil sich das Display zwar angenehm öffnen lässt, die Scharniere aber trotzdem straff eingestellt sind, benötigt das Notebook auch keine weiteren Verschlussmechanismen. Der Displaydeckel liegt im geschlossenen Zustand einfach auf dem Gehäuse auf.

Unser Testsample war komplett in schwarz gehalten, wer es etwas ausgefallener möchte, der kann in Sonys hauseigenem Shop Sonystyle auch ein goldenes Finish für den Displaydeckel erwerben. Ansonsten hält sich Sony beim Design eher zurück: Abgerundete Ecken, ein silbernes Vaio-Logo und ein eingefräster Querstreifen im Displaydeckel sind die einzigen Design-Details, die Sony dem ansonsten schlichten Gehäuse gönnt.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Aufgrund des sehr schlanken Gehäuses kann Sony nicht allzuviele Anschlüsse verbauen, lässt sich aber einiges einfallen, um alles Nötige unterzubringen:

An der Gehäuseunterseite findet sich der Akku und darunter ein SIM-Karten-Slot für mobiles Internet.

An der Vorderseite befinden sich unterhalb der Status-LEDs zwei Kartenleser, einer für SD-Karten und einer für die Memory Stick-Familie.

Links verbaut Sony im hinteren Bereich einen Kopfhöreranschluss, zwei USB 2.0-Ports, ein Kensington-Lock sowie dahinter den Anschluss für den Netzstecker.

Auf der rechten Seite finden sich nur zwei Buchsen: Ein LAN-Port und der VGA-Anschluss. Weil die LAN-Buchse allerdings von der Bauhöhe zu hoch gewesen wäre, um sie in dem niedrigen Gehäuse unterzubringen, verbaut Sony einen klappbaren LAN-Port, dessen Unterseite erst geöffnet werden muss, bevor der LAN-Stecker in die Buchse passt.

Frontseite: Zwei Kartenleser
Frontseite: Zwei Kartenleser
Linke Seite: Kopfhöreranschluss, 2xUSB, Kensington Lock, Netzanschluss.
Linke Seite: Kopfhöreranschluss, 2xUSB, Kensington Lock, Netzanschluss.
Rechte Seite: LAN-Port, VGA
Rechte Seite: LAN-Port, VGA

Trotz dieses cleveren Anschlusses dürfte die Mehrzahl der Nutzer wohl inzwischen auf WLAN setzen. Hier setzt Sony auf Intels WiFiLink 4965AGN-Karte, die Wireless-LAN nach den Standards 802.11 a,g und Draft-n unterstützt. Die Karte unterstützt zudem Übertragungsraten von bis zu 300 MBit pro Sekunde, so dass auch die Besitzer von sehr schnellen DSL-Anschlüssen zufrieden sein können.

Desweiteren verbaut Sony eine Bluetooth-Schnittstelle nach Standard 2.1 inklusive Enhanced Data Rate sowie eine WWAN Karte für mobiles Internet und Unterstützung für HSDPA, HSUPA, UMTS, GPRS und EDGE.

Zubehör

Neben einem Mikrofaser-Reinigungstuch für die Handballenauflage und den Monitor legt Sony auch eine Recovery-DVD in die Schachtel, so dass man das Betriebssystem Windows 7 Professional bei Problemen wie einer defekten SSD trotzdem problemlos wiederherstellen kann.

Zukaufbar über Sonys Homepage sind ein Lithium Ionen Akku mit 8200 Milliamperestunden, der die Akkulaufzeit verdoppeln soll. Weil dafür natürlich mehr Platz benötigt wird, fungiert der Akku gleichzeitig wie eine Stütze, die den hinteren Teil des Vaio X erhöht. 229 Euro möchte Sony für die Batterie haben. Natürlich gibt es auch einen Standardersatzakku, der mit 129 Euro zu Buche schlägt.

Eine spezielle Lederhülle für das Vaio X lässt sich Sony mit 99 Euro bezahlen, eine passend zum Notebook designte Bluetooth-Maus kostet 69 Euro.

Software

Vorinstalliert ist neben Testversionen von McAfee Security Center und der Microsoft Office 60-Tage-Trial auch Norton Online Backup, das ebenfalls nur eine begrenzte Laufzeit hat.

Daneben installiert Sony nur recht wenige wirkliche Vollversionen: Die Vaio Photo- und Videosuite, MusicStation und EverywAir, das bei der Einrichtung des mobilen Internets hilft, sind die einzigen Zugaben. Aufgrund des fehlenden DVD-Laufwerks ist auch keine DVD-Player-Software beigelegt.

Durch die wenigen Softwarebeigaben wird das Betriebssystem schlank gehalten, andere Sony-Systeme haben wir ja für ihre übermäßige und oft überflüssige Softwareausstattung getadelt. Andererseits hätte Sony zumindest eine Vollversion beilegen können, die einen echten Mehrwert bringt. MusicStation und Photo- und Videosuite sind zwar nette Dreingaben, ihre Funktionalität aber bereits in Windows durch Mediaplayer und Fotogalerie integriert.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Fast alle Sony-Geräte tragen seit längerem eine sogenannte Chiclet-Tastatur mit einzeln abgesetzten Tasten. Das hilft einerseits, die Tasten beim Schreiben besser zu unterscheiden, andererseits sieht es auch noch stylish aus. Natürlich darf man von einem 11,1 Zoll gerät kein Full-Size-Keyboard erwarten, ein brauchbares Schreibgerät besitzt Sonys X-Serie aber.

Das Schreibgefühl ist durch die relativ schwergängigen Tasten zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dafür fallen alle Tasten ausreichend groß aus und sind dort, wo man sie erwartet. Die Bidllauftasten, sowie Pos1 und Ende mussten allerdings auf eine Kombination aus Pfeiltasten und Fn-Taste ausgelagert werden. Dafür findet sich neben den Pfeiltasten noch eine zweite Fn-Taste, so dass diese sich auch mit der rechten Hand bedienen lässt.

Lautstärkeregelung und Bildschirmhelligkeit lassen sich über Kombinationen zwischen Fn-Taste und F-Tasten regeln, ebenso wie die Bildschirmumschaltung. Oberhalb der der Tastatur befindet sich der von anderen Sony-Modellen bekannte Wireless-Schalter, der sowohl WLAN als auch Bluetooth und WWAN ein- oder ausschaltet.

Touchpad

Das Touchpad sitzt mittig in der Handballenauflage und ist durch eine kleine Schwelle haptisch und optisch zur Umgebung hin abgegrenzt. Die berührungsempfindliche Fläche fällt recht klein aus, zumal auch noch ein Scroll-Bereich auf der rechten und unteren Seite integriert ist, der allerdings nicht erkennbar abgehoben ist.

Allerdings wurde der Scrollbereich während unseres Tests nie unabsichtlich aktiviert, sondern immer erst, wenn man den Finger absetzte und dann am rechten oder unteren Rand wieder ansetzte. Den Trend zu Multi-Touch-Gesten macht Sony bei seiner aktuellen X-Serie nicht mit: Das Touchpad reagiert nicht auf Eingaben mit zwei Fingern.

Die beiden Tasten unterhalb des Touchpads fallen ebenfalls etwas klein aus, lassen sich aber anstandslos bedienen und geben sowohl gefühlt als auch akustisch gute Rückmeldung über den Tastendruck.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

11, Zoll groß ist das mit LEDs hinterleuchtete Display des Sony Vaio VPC-X11S1E. Die Auflösung beträgt 1366 mal 768 Pixel, was dank der Skalierbarkeit der Bildschirmanzeige von Windows 7 kein Problem ist. Wer aber beispielsweise Windows XP installieren möchte, der muss sich mit sehr kleinen Symbolen und kleiner Schrift abfinden. Der DPI-Wert ist nämlich mit 141,2 ziemlich hoch.

Die maximale Helligkeit findet man in der unteren Mitte, wo das Display mit 275 cd/m² leuchtet. Nach oben hin fällt die Leuchtkraft etwas ab, in der oberen rechten Ecke sind es nur noch 239 cd/m². Im Durchschnitt ergeben sich 257,7 cd/m², ein guter Wert.

244
cd/m²
254
cd/m²
239
cd/m²
250
cd/m²
260
cd/m²
250
cd/m²
273
cd/m²
275
cd/m²
274
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Maximal: 275 cd/m²
Durchschnitt: 257.7 cd/m²
Ausleuchtung: 87 %
Helligkeit Akku: 260 cd/m²
Schwarzwert: 1.47 cd/m²
Kontrast: 177:1

Weniger gefallen hat uns der hohe Schwarzwert des Bildschirms, der bei 1,47 liegt. Damit ergibt sich auch ein eher maues Kontrastverhältnis von 177:1. Subjektiv fällt das weniger auf, allerdings wirken die Farben etwas flau.

Einsatz bei starker Beleuchtung
Einsatz bei starker Beleuchtung

Der Bildschirm ist mit einer matten Beschichtung überzogen, so dass zusammen mit den guten Helligkeitswerten ein Arbeiten im Freien oder bei hellem Umgebungslicht möglich ist, ohne dass Spiegelungen das Bild stören.

Die horizontalen und vertikalen Blickwinkel beschreiben den Winkel, in dem man vor dem Bildschirm sitzen kann, ohne dass sich die Farben des Bildes verschieben. Je größer dieser Winkel ist, desto variabler kann die Position vor dem Bildschirm gewählt werden.

Das X11S1E bietet zwar gute horizontale Blickwinkel, nach oben und unten allerdings verschieben sich die Farben schon bei einer kleinen Neigungsänderung des Displays. Das ist besonders angesichts der mobilen Auslegung des Geräts störend: Wenn man die Position des Gerätes verändert, muss man auch die Displayneigung nachkorrigieren.

Blickwinkel Sony Vaio VPC-X11S1E/B
Blickwinkel Sony Vaio VPC-X11S1E/B

Die neuen Atom-Prozessoren auf Pinetrail-Basis haben es noch nicht in Sonys X-Serie geschafft, ein älterer Atom Z540 auf Basis der Silverthorne-Architektur steckt in unserem Testsample. Der Einkern-Prozessor rechnet mit 1,86 GHz und unterstützt Hyperthreading, so dass zwei Aufgaben gleichzeitig berechnet werden können. Wer mehr Kleingeld in der Tasche hat, der bekommt das Gerät auch mit einem Z550 mit 2 GHz Rechenleistung.

Als Grafikchip kommt der im Chipsatz verbaute Intel Graphics Media Accelerator 500 zum Einsatz. Der Chip klaut sich bis zu 760 MByte vom Arbeitsspeicher, je nach Beanspruchung.

An Arbeitsspeicher stehen insgesamt 2 GByte DDR2-533 RAM zur Verfügung. Der Speicher besteht aus einem Modul mit 2 GByte und kann auch nicht mehr weiter aufgerüstet werden, da das System maximal 2 GByte an Speicher unterstützt.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo GPUZ
Systeminfo HDTune
Systeminformationen Sony Vaio VPC-X11S1E/B

Aufgrund der Auslegung des Notebooks auf Mobilität und nicht auf maximale Leistung muss man natürlich Abstriche machen. Abgesehen von Browsergames sollte man sich eher nicht an Spiele wagen: Sogar im neun Jahre alten 3DMark2001 erreicht das System nur 1090 Punkte. In der nächsten Version 3DMark03 erreicht das System gerade noch 370 Punkte. Zu wenig selbst für den anspruchslosesten Gamer.

Die Anwendungsleistung testen wir mit dem Tool PCMark05 und erreichen 1547 Punkte. Zusammen mit den weiteren Test der Prozessorleistung wie den Benchmarks SuperPi und WPrime ergibt sich für die Anwendungsleistung eine Wertung von 60%. Das reicht für grundlegende Tätigkeiten wie Textverarbeitung oder Internetsurfen aus, sobald es etwas anspruchsvoller wird, beispielsweise bei Bildbearbeitung, sollte man sich aber nicht mehr zu sehr auf das Vaio X verlassen. Es sei denn, man hat viel Geduld.

Um zu sehen, wie das System mit einem HD-Video aus dem Internet zurechtkommt luden wir einen aktuellen Kinotrailer in FullHD-Auflösung herunter. Leider war das Vaio X damit überfordert: Der Ton lief wesentlich schneller als das Bild ab, auch im Netzbetrieb und mit den Energiesparoptionen in der Einstellung "Höchstleistung". Auch hochauflösende Flash-Videos direkt im Browser, beispielsweise auf gametrailers.com, stellten das Sony X vor ein Problem: Es zeigten sich heftige Ruckler.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
563
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
934
Cinebench R10 Shading 32Bit
32
Hilfe
PC Mark
PCMark 051547 Punkte
Hilfe
2.4
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
2.7
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
4.2
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.5
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
2.4
Primäre Festplatte
Datentransferrate
6.4
3D Mark
3DMark 2001SE1090 Punkte
3DMark 03370 Punkte
Hilfe
Samsung MMCRE28G8MXP
Minimale Transferrate: 65.1 MB/s
Maximale Transferrate: 68 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 67.3 MB/s
Zugriffszeit: 0.2 ms
Burst-Rate: 59.4 MB/s
CPU Benutzung: 6.3 %

Als Festplatte kommt in unserem Testsample ein Solid-State-Drive von Samsung zum Einsatz. Das Laufwerk fasst bis zu 128 GByte an Daten. Grundsätzlich liefert eine SSD zwar keinen höheren Datendurchsatz als eine herkömmliche Festplatte, allerdings bleibt die Datenrate über das gesamte Laufwerk gleich und fällt nicht, wie bei herkömmlichen Festplatten gegen Ende hin ab.

So erreicht die SSD einen durchschnittlichen Durchsatz von 67,3 MByte pro Sekunde und auch die Zugriffszeit fällt mit 0,2 Millisekunden wesentlich geringer aus, als bei herkömmlichen Festplatten.

Das sollte natürlich auch den Windows-Start ordentlich beschleunigen. Wir wollten es genau wissen und stoppten die Startzeit des Betriebssystems. Das Ergebnis: Nach 37 Sekunden ist der Desktop von Windows 7 zu sehen, in der Tat kein schlechter Wert. Ein Blick in Windows eigenes Diagnose-System gibt für den kompletten Systemstart, also bis alle Programme geladen sind, knapp 71 Sekunden an.

Wer übrigens mehr Speicherplatz möchte, der sollte eine dicke Brieftasche mitbringen: Da Sony das Vaio X ausschließlich mit SSD-Festplatten anbietet, ist ein Upgrade auf eine 256 GByte fassende Platte ziemlich teuer: 390 Euro verlangt Sony in seinem Online-Shop dafür. Ein Downgrade auf eine 64 GByte SSD bringt hingegen nur magere 10 Euro Ersparnis.

DPC Latency Checker
DPC Latency Checker Sony Vaio VPC-X11S1E/B

DPC Latenzen

Mit dem Programm DPC Latency Checker überprüfen wir schließlich noch die DPC Latenzen des Systems. Damit lässt sich eine Aussage darüber treffen, wie gut die Kommunikation mit externen Geräten funktioniert, die angeschlossen werden. Sind die DPC Latenzen zu hoch, kann es zu Aussetzern beim Datentransfer kommen, was sich besonders bei externen Soundkarten oder Grafikkarten in Form von Soundaussetzern oder Bildstörungen bemerkbar macht.

Leider zeigt das Vaio X11S1E hier einige Ausschläge in den roten Bereich, so dass man vor der Nutzung der angesprochenen externen Geräte erst eine Überprüfung der installierten Treiber durchführen sollte, um zu ermitteln, welcher die Datenübermittlung behindert.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Das winzige Lüftungsgitter an der Rückseite ist im geöffneten Zustand teilweise vom Monitor verdeckt, das scheint allerdings die Kühlleistung des Lüfters nicht allzusehr zu behindern.

Jedenfalls wird der kleine Ventilator nie unangenehm laut: 28,3 dB(A) ermittelten wir im Idle-Betrieb und damit ein kaum hörbares Lüftungsgeräusch. Zudem ist der Lüfter an der Rückseite angebracht, wodurch die ohnehin geringen Geräuschemissionen vor allem nach hinten dringen.

Selbst unter maximaler Last erreichte der kleine Lüfter nur eine Lautstärke von 35,9 dB(A), immer noch ein sehr guter Wert. Kein Wunder also, dass wir bei der Lautstärke also mit 95 Prozent in der Lautstärke-Wertung fast die Bestnote vergaben.

Einzig die Frequenz des Lüfters bei hohen Drehzahlen verhinderte eine 100 Prozent-Wertung: Wenn das Gerät unter Last gerät, dreht der Lüfter mit einer unangenehm hohen Frequenz.

Lautstärkediagramm

Idle 28.3 / 28.3 / 28.3 dB(A)
HDD 28.3 dB(A)
Last 31.5 / 35.9 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:     (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Trotz des leisen Betriebsgeräusches macht der Lüfter seine Sache ganz gut: Das System bleibt meist gut gekühlt. Die maximal ermittelte Temperatur beträgt 50,5 Grad an der linken Unterseite. Dazu muss man das System aber so sehr stressen, wie es im normalen Benutzeralltag des Vaio X11S1E wohl kaum vorkommen wird. 50,5 Grad sind zwar nicht gerade kühl, angesichts der dünnen Bauform aber immer noch in Ordnung.

Im Idle-Betrieb liegt die maximale Temperatur bei 40,6 Grad Celsius im linken hinteren Bereich. Damit erwärmt sich der Laptop zwar auch spürbar, kann aber immer noch seinem Namen entsprechend auf den "Lap", also den Schoß, genommen werden.

Das Netzteil erwärmt sich mit 40 Grad ebenfalls nur wenig, insgesamt kann die Temperaturentwicklung des Sony Vaio X11S1E eine gute Bewertung erreichen.

Max. Last
 41.9 °C41.2 °C36 °C 
 40.3 °C39.8 °C33.4 °C 
 31.1 °C31.8 °C29.2 °C 
Maximal: 41.9 °C
Durchschnitt: 36.1 °C
38.1 °C46.2 °C50.5 °C
37.3 °C46.2 °C47.2 °C
29.4 °C31.6 °C32.1 °C
Maximal: 50.5 °C
Durchschnitt: 39.8 °C
Netzteil (max.)  40 °C | Raumtemperatur 22.5 °C
Die Lautsprecher sind hinter einer Abdeckung im Boden verborgen.

Lautsprecher

Die kleinen Stereolautsprecher sitzen im Gehäuseboden und werden kaum einen wirklichen Stereo-Effekt erzeugen können, da nur eine Öffnung vorhanden ist. Durch die Positionierung an der Unterseite geht zudem der Klang in fast jeder Lebenslage eher zur Unterlage als zum Benutzer vor dem Bildschirm.

Auch die maximale Lautstärke der Lautsprecher ist nicht sehr hoch, ebensowenig wie die Basspower. Für das gelegentliche Internetvideo und die Windows-Sound reichen die winzigen Boxen aus, Musik oder Filme werden über die kleinen Lautsprecher aber nur sehr anspruchslose Nutzer genießen können.

Dafür ist der Kopfhörerausgang an der linken Gehäuseseite zumindest für Rechtshänder gut platziert und ist auch klanglich in Ordnung. Ein Set kleine Kopfhörer sollte also noch zu Kaufpreis und Gewicht hinzugerechnet werden, wenn man an Multimedia-Content wirklich Spaß haben will.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Classic Test
Minimale Laufzeit  (Classic Test)

Der kleine 4-Zellen-Akku sitzt als Teil der Unterschale im Gehäuse und stammt aus Sonys eigener Produktion. Die Lithium-Ionen-Batterie leistet 33,6 Wattstunden. Das Gerät ist auch mit einem 8-Zellen-Akku verfügbar, der die Laufzeit laut Sonys eigener Aussage verdoppeln soll.

Bereits mit dem Standardakku soll das Vaio X laut Hersteller bis zu 8 Stunden Laufzeit bieten. Wir machen den Reader Test im Tool Battery Eater Pro, der eine minimale Belastung des Systems durch das Lesen eines Textes simuliert. Zudem stellen wir den Energiesparmodus ein und schalten das WLAN ab. Dabei kommen wir mit 7 Stunden 34 Minuten tatsächlich recht nah an die von Sony beworbenen 8 Stunden heran.

Die minimale Laufzeit ermitteln wir ebenfalls mit dem Battery Eater, das Tool berechnet hierbei eine 3D-Grafik, alle Energiesparmaßnahmen sind ausgeschaltet und die Bildschirmhelligkeit ist maximiert. 170 Minuten oder 2:50 Stunden hält das Notebook so durch. Auch ein recht guter Wert, zumal das Vaio X ohnehin zu schwach ist, um es dauerhaft für solch aufwändige Tätigkeiten zu nutzen.

Das vornehmliche Anwendungsgebiet des Vaio X11S1E wird wohl das Websurfen über WLAN sein. Auch in dieser Kategorie testen wir die Akkulaufzeit und ermitteln vernünftige 312 Minuten oder 5 Stunden und 12 Minuten.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
7h 34min
Surfen über WLAN
5h 12min
Last (volle Helligkeit)
2h 50min

Beim Stromverbrauch muss sich das Sony Vaio X natürlich genügsam geben, um solche Werte bei der Akkulaufzeit erreichen zu können: Ein minimaler Verbrauch von 4,0 Watt und maximal 11,5 Watt Verbrauch unter Volllast sind wirklich ein exzellenter Wert. Kein Wunder, dass Sony das Energy Star-Gütesiegel auf seinem Gerät anbringen darf.

Im ausgeschalteten Zustand verbraucht das Sony nur minimale 0,1 Watt Strom, was jedoch innerhalb der Messtoleranz liegt. Man kann also davon ausgehen, dass das Gerät nur äußerst wenig bis gar keinen Strom aus dem Netz zieht, wenn es ausgeschaltet ist. Der Stand-By-Verbrauch von 0,3 Watt ist ebenfalls gut vertretbar.

Mit der Akkulaufzeit und dem Stromverbrauch können Sony und seine Kunden absolut zufrieden sein. Auf so schmalem Raum soviel Akkukapazität unterzubringen ist schon eine Leistung.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.1 / 0.3 Watt
Idle 4 / 6.5 / 7.8 Watt
Last 9.1 / 11.5 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Sony lässt sich sein schlankes Gerät ganz gut bezahlen: Ab 1499 Euro bekommt man das extrem schicke Gerät. Über den Sinn eines so flachen Winzlings kann man natürlich streiten, vor allem für den Gegenwert von fünf besser ausgestatteten Netbooks. Aber es ist schon ein Erlebnis, das hauchdünne und federleichte Vaio X in den Händen zu halten: Plötzlich wirken alle Netbooks dieser Welt plump und überdimensioniert.

Viel machen kann man dann mit dem Vaio X natürlich auch nicht: Textverarbeitung, Internet, vielleicht noch einfachste Bildbearbeitung, das war's. Und trotzdem ist es ein gutes Gefühl, wenn sich andere Laptopbesitzer mit ihren Boliden abschleppen und man selbst sein nicht mal 1,4 Zentimeter dickes Notebook aus der Tasche zieht.

Auch spendiert Sony seinem Zwerg ein recht ordentliches Display, einen für die Gehäusegröße starken Akku und ein ziemlich zeitloses Design, das man wohl auch in einigen Jahren noch anschauen mag. Auch sind alle wichtigen drahtlosen Schnittstellen verbaut, die man zum Preis des Vaio X aber auch erwarten kann. Die Ausstattung an kabelgebundenen Schnittstellen fällt zwar nicht gerade üppig aus, geht aber angesichts des winzigen Gehäuses ebenfalls in Ordnung.

Die Lautsprecher sind für Multimediainhalte eigentlich unbrauchbar, ein Mikrofoneingang fehlt, das Touchpad ist winzig und der Lüfter klingt unter Last ganz schön unangenehm: Einige Kleinigkeiten muss man scheinbar schon in Kauf nehmen, wenn man sich für so ein schlankes Gerät entscheidet. Trotzdem: Wem das Dell Adamo XPS immer noch zu groß ist und wer nicht so viel Leistung wie im Mac Book Air braucht, der kann ruhig mal einen Blick auf Sonys Designerstück werfen. Nur bitte das nötige Kleingeld nicht vergessen.

Sony Vaio VPC-X11S1E/B
Zur Verfügung gestellt von ...

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Im Test: Sony Vaio VPC-X11S1E/B, zur Verfügung gestellt von:
Im Test:  Sony Vaio VPC-X11S1E/B

Datenblatt

Sony Vaio VPC-X11S1E/B

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel US15W (Poulsbo)
:: Speicher
2048 MB, DDR2-533
:: Grafikkarte
:: Bildschirm
11.1 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, LED Backlight, X-Black, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Samsung MMCRE28G8MXP, 128 GB
:: Soundkarte
Realtek ALC262 HD Audio
:: Anschlüsse
2 USB 2.0, 1 VGA, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3,5mm Kopfhörerausgang, Card Reader: SD/SDHC/MMC, Memory Stick,
:: Netzwerkverbindungen
Marvell Yukon 88E8072 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Intel Wireless WiFi Link 4965AGN (a b g n ), 2,1+ EDR Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 13.9 x 278 x 185
:: Gewicht
0.76 kg Netzteil: 0.24 kg
:: Akku
33.6 Wh Lithium-Ion
:: Preis
1500 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 32 Bit
:: Sonstiges
Webcam: Motion Eye 0,3 MPixel, Mikrofaser-Reinigungstuch, Recovery-DVD, Vaio Photo- und Videosuite, MusicStation, EverywAir, 24 Monate Garantie

 

Spektakulär kompakt:
Spektakulär kompakt:
Auch ein LAN-Port mit Klappsystem ist an Bord...
Auch ein LAN-Port mit Klappsystem ist an Bord...
...ebenso wie eine Webcam.
...ebenso wie eine Webcam.
Mit dem Wireless-Schalter lassen sich Bluetooth, WLAN und WWAN aus- und einschalten.
Mit dem Wireless-Schalter lassen sich Bluetooth, WLAN und WWAN aus- und einschalten.
Unter dem Akku wird die SIM-Karte eingesteckt.
Unter dem Akku wird die SIM-Karte eingesteckt.
Lautstärke und Bildschirmhelligkeit werden über Kombinationen mit der Fn-Taste geregelt.
Lautstärke und Bildschirmhelligkeit werden über Kombinationen mit der Fn-Taste geregelt.
Auch eine Zoomfunktion ist integriert.
Auch eine Zoomfunktion ist integriert.
Die Pfeiltasten sind etwas klein geraten.
Die Pfeiltasten sind etwas klein geraten.
Dafür sind die Tasten im schicken Chiclet-Design ausgeführt.
Dafür sind die Tasten im schicken Chiclet-Design ausgeführt.
Auch nicht sehr groß ist das Touchpad.
Auch nicht sehr groß ist das Touchpad.
Insgesamt ist das Vaio X...
Insgesamt ist das Vaio X...
...ein recht teueres Angebot...
...ein recht teueres Angebot...
...mit dem man wenig tun kann, weil die Leistung nicht gerade üppig ist.
...mit dem man wenig tun kann, weil die Leistung nicht gerade üppig ist.
Ein Hingucker ist das Vaio X zwar...
Ein Hingucker ist das Vaio X zwar...
Die Ausstattung ist für die Größe in Ordnung.
Die Ausstattung ist für die Größe in Ordnung.
Die Handauflage ist aus Aluminium und leider auch anfällig für Fingerabdrücke.
Die Handauflage ist aus Aluminium und leider auch anfällig für Fingerabdrücke.
Das Sony Vaio X ist gerade einmal 1,4 Zentimeter dick...
Das Sony Vaio X ist gerade einmal 1,4 Zentimeter dick...
...und auch ansonsten sehr klein.
...und auch ansonsten sehr klein.
Allerdings sind dadurch auch die Leistungswerte des Notebooks beschränkt.
Allerdings sind dadurch auch die Leistungswerte des Notebooks beschränkt.
Sony schafft es allerdings...
Sony schafft es allerdings...
...durch den in das Gehäuse integrierten Akku...
...durch den in das Gehäuse integrierten Akku...
...sehr ordentliche Akkulaufzeiten zu ermöglichen.
...sehr ordentliche Akkulaufzeiten zu ermöglichen.
Das liegt sicher auch an den geringen Verbrauchswerten.
Das liegt sicher auch an den geringen Verbrauchswerten.
Auch beim Design gibt sich der Laptop schlicht:
Auch beim Design gibt sich der Laptop schlicht:
Matte Oberflächen, abgerundete Ecken...
Matte Oberflächen, abgerundete Ecken...
...und kleine Details, wie der leuchtende Power-Button...
...und kleine Details, wie der leuchtende Power-Button...
...machen das Design gefällig, aber zeitlos.
...machen das Design gefällig, aber zeitlos.
Die breiten Scharniere...
Die breiten Scharniere...
...halten den sehr dünnen Monitor zuverlässig in Position.
...halten den sehr dünnen Monitor zuverlässig in Position.
...für den Preis bekommt man aber fünf Netbooks.
...für den Preis bekommt man aber fünf Netbooks.

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Links

Preisvergleich

Pro

+extrem leicht und dünn
+Chiclet-Tastatur mit guter Größe
+sehr leise und kühl
+geringer Stromverbrauch
+hochwertige Materialien
 

Contra

-Lautsprecherklang sehr dünn
-kleines Touchpad
-wenig Anschlussvielfalt
-teuer für gebotene Leistung

Shortcut

Was uns gefällt

Die SSD-Festplatte, das schlanke und zeitlose Design.

Was wir vermissen

Ein bisschen mehr Leistung wäre schon nicht verkehrt und auch etwas bessere Lautsprecher wären schön.

Was uns verblüfft

Wie dünn und leicht das Vaio X ist.

Die Konkurrenz

So dünn sind sonst nur MacBook Air und Dell Adamo XPS, beide sind allerdings  13,3 Zoll groß. Wer ähnliche Leistungswerte sucht und wem auch ein etwas dickeres Gerät zusagt, der kann für deutlich weniger Geld ein Netbook, wie das Wind U135 von MSI oder einen aktuellen Asus EeePC erwerben.

Bewertung

Sony Vaio VPC-X11S1E/B
27.01.2010
Florian Wimmer

Gehäuse
85%
Tastatur
75%
Pointing Device
75%
Konnektivität
70%
Gewicht
98%
Akkulaufzeit
95%
Display
82%
Leistung Spiele
17%
Leistung Anwendungen
60%
Temperatur
84%
Lautstärke
95%
Auf- / Abwertung
90%
Durchschnitt
77%
84%
Subnotebook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Florian Wimmer (Update: 11.02.2014)