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15. Todestag von Steve Jobs: Apple steht wieder vor einem Neuanfang

Steve Jobs - 15. Todestag und neue Herausfoderungen für Apple
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Steve Jobs - 15. Todestag und neue Herausfoderungen für Apple
Vor 15 Jahren, am 5. Oktober 2011, starb Steve Jobs. Der Jahrestag fällt in ein besonderes Apple-Jahr: 50 Jahre Firmengeschichte und mit John Ternus der erste neue CEO seit 2011, der das Design wieder zur Chefsache machen will. Was von Jobs bei Apple bleibt und was sich gerade ändert.

Am 5. Oktober 2011, einen Tag nachdem Apple am Firmensitz in Cupertino das iPhone 4S vorgestellt hatte, starb Steve Jobs mit 56 Jahren. Heute ist das 15 Jahre her – und selten hat der Jahrestag so gut in die Gegenwart gepasst. Apple feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen, und seit dem 1. September steht mit John Ternus zum ersten Mal seit 2011 ein neuer Chef an der Spitze. Was ist von Jobs in diesem Apple noch übrig?

Was Jobs hinterlassen hat

Jobs hat Apple zweimal geprägt. Zuerst als Mitgründer, der das Unternehmen 1976 mit Steve Wozniak und Ronald Wayne startete, dann als Rückkehrer, der 1997 eine angeschlagene Firma übernahm und sie mit iMac, iPod und schließlich dem iPhone zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte. Sein Prinzip war leicht formuliert und schwer umzusetzen: wenige Produkte, und die bis ins letzte Detail durchdacht. Design war bei ihm keine Abteilung, sondern Chefsache – mit Jony Ive als engstem Partner.

Tim Cook, den Jobs im August 2011 bei seinem Rücktritt als Nachfolger empfohlen hatte, führte Apple in eine andere Richtung. Unter ihm wuchs der Börsenwert von rund 350 Milliarden auf rund 4 Billionen US-Dollar – getragen von iPhone, Apple Watch, AirPods und einem riesigen Servicegeschäft. Die Lieferkette wurde zum Vorbild der Branche, das Design verlor nach Einschätzung von Bloomberg-Reporter Mark Gurman dagegen an Einfluss. Seit Ive 2019 ging, hatte Apple keinen echten Designchef mehr.

Ternus und das Design

Ternus scheint das ändern zu wollen. Er kam 2001 zu Apple, leitete zuletzt die Hardwareentwicklung und hat seinen Aufstieg bei der Ankündigung im April selbst mit Jobs verknüpft: Er habe das Glück gehabt, noch unter Steve Jobs zu arbeiten und Tim Cook als Mentor zu haben. Laut Gurman kümmert sich Ternus inzwischen persönlich um die Designteams für Hardware und Software und macht Design wieder zur Chefsache. Apple stellt ihn bereits als Gesicht neuer Produkte heraus, etwa des MacBook Neo (hier bei Amazon erhältlich).

Ein zweiter Steve Jobs wird Ternus nicht, und das muss er auch nicht. Jobs war Gründer, Showman und oberster Produktentwickler in einer Person – eine Rolle, die es so bei Apple nicht mehr gibt. Spannender ist, ob ein Ingenieur an der Spitze zurückbringt, was Jobs ausgemacht hat: den Mut, wenige Dinge sehr gut zu machen und dafür auch Erfolgreiches zu streichen. Der erste große Prüfstein steht schon im Kalender, denn am 23. Oktober kommt mit dem iPhone Duo das erste faltbare iPhone in den Handel.

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Autor: Jan Gruber,  5.10.2026 (Update:  5.10.2026)