Speziell für iPhone Duo: Diese Apps zeigen, was mit Apples Foldable möglich ist

Noch vor dem Verkaufsstart des iPhone Duo haben Entwickler bereits ausgelotet, was mit Apples faltbarem Smartphone abseits klassischer App-Oberflächen möglich ist. Am 26. September veranstaltete Bitrig dazu im Y-Combinator-Büro in San Francisco den Hackathon „Bitrig Hacks: iPhone Duo Edition“. Unterstützt wurde das Event unter anderem von Y Combinator, OpenAI, RevenueCat, Sentry und Supabase. Apple selbst ist weder als Veranstalter noch als offizieller Sponsor aufgetreten, hat mit Xcode 27.1 Beta, dem iOS-27.1-Simulator und den neuen Duo-APIs aber die technische Grundlage bereitgestellt.
Das Ziel: Die Teilnehmer sollten keine gewöhnlichen Apps bauen, die zufällig auch auf einem Foldable laufen, sondern Ideen entwickeln, die tatsächlich von zwei Displays, unterschiedlichen Faltwinkeln und dem Scharnier profitieren. Gefordert wurde jedoch keine massentaugliche App, sondern lediglich ein funktionierender Prototyp. Da das iPhone Duo erst am 23. Oktober ausgeliefert wird, standen noch keine Seriengeräte zur Verfügung. Bitrig hatte deshalb einen eigenen interaktiven Simulator integriert, mit dem sich das virtuelle Gerät öffnen, schließen, drehen und in verschiedenen Winkeln testen ließ.
Eine Übersicht über die eingereichten Projekte wurde auf Devpost veröffentlicht. Auf die interessantesten Apps werfen wir im Folgenden einen Blick.
Erster Platz ging an MPC-App, die Scharnier als Musikregler nutzt
Den ersten Platz holte sich Crate – eine MPC-App für das iPhone Duo von Shuhan-Zhang Zhang, Aradhya Mishra und Mahin Bharathwaj. Der KI-gestützte Musik-Sampler verteilt die Bedienung auf beide Gerätehälften: Unten liegen die Pads, oben werden Samples und weitere Informationen angezeigt. Der eigentliche Clou steckt aber im Scharnier: Je nach Winkel lassen sich Audioeffekte steuern, wobei ein schnelles Aufklappen etwa einen musikalischen Drop auslöst. Für den Sieg gab es ein Interview bei Y Combinator, einen Apple-Gutschein über 500 US-Dollar und 5.000 US-Dollar OpenAI-Guthaben.
Zweiter Platz für iPhone Duo als Walkman
Der zweite Platz wurde an die Anwendung Duo-Man von Vidit Bhargava vergeben. Die App verwandelt das iPhone Duo in eine Art digitalen Walkman. Im aufgeklappten Zustand wird ein Album beziehungsweise eine Kassette ausgewählt, beim Zuklappen beginnt die Wiedergabe. Damit das nicht nur optisch Retro-Feeling versprüht, hat der Entwickler nach eigenen Angaben auch echte Tasten- und Störgeräusche eines Walkman aufgenommen und in die App eingebaut. Der Zweitplatzierte erhielt 500 US-Dollar Supabase-Guthaben und 2.500 US-Dollar OpenAI-Guthaben.
Dritter Plat für Beauty-Assistent mit Standfunktion
Auf dem dritten Platz landete die Saura-App von Gergana Dragoeva Quievy und Prakash Acharya. Hier dient das halb geöffnete iPhone Duo als selbststehender Beauty-Assistent. Eine Hälfte kann dabei als Spiegel genutzt werden, während auf dem anderen Display Schritt-für-Schritt-Anweisungen erscheinen. Die App soll Routinen aus Videos erkennen und daraus personalisierte Pflege- oder Beauty-Schritte ableiten. Gewonnen hat das Team hinter der Saura-App 1.000 US-Dollar OpenAI-Guthaben.
Sonderpreis ging an Dual-Übersetzer
Den RevenueCat-Sonderpreis „Best RevenueCat creation“ erhielt TranslateCat von Vasanth Sreeram für seine duale Übersetzungs-App. Die Idee ist simpel, passt aber ausgesprochen gut zum Dual-Display-Konzept: Zwei Gesprächspartner stehen sich gegenüber und sehen auf der jeweils zugewandten Displayseite die passende Übersetzung. Der Prototyp unterstützte 16 Sprachen. Als Preis gab es ein iPhone Duo.
Vom Akkordeon bis zum Monster-Spiel: weitere kuriose Ideen
Auch abseits der Gewinner gab es einige kreative Konzepte. Accorduon macht das Scharnier des iPhone Duo beispielsweise zum Balg eines virtuellen Akkordeons, während Arden das iPhone Duo in eine kleine Spielekonsole mit Bildschirm und virtuellen Bedienelementen verwandelt. Bei Foldtales dient der Faltwinkel dazu, Figuren und Objekte wie bei einem klassischen Aufklappbuch räumlich erscheinen zu lassen.
Besonders kurios ist Monster, Ink., eine spielerische Fokus-App: Solange das iPhone Duo geschlossen bleibt, baut eine kleine Pixelkatze nach und nach eine Stadt auf. Beim Öffnen erscheinen zunächst warnend zwei rote Katzenaugen. Wird das Smartphone komplett aufgeklappt, erwacht die Katze als riesiges Monster, zerlegt die Stadt und beendet damit die Fokus-Session. Devpost listet insgesamt 161 Teilnehmer und 73 eingereichte Projekte. Einen Überblick über alle Projekte gibt es hier.










