20 Jahre altes RPG stürmt als Remaster die Switch-2-Charts, 40-Euro-Shooter überrascht auf Steam

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered steigt 20 Jahre nach dem Original in Deutschland auf Platz 2 der Nintendo-Switch-2-Charts ein. Die von Bethesda modernisierte Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers muss sich laut GfK Entertainment lediglich dem Spitzenreiter Mario Kart World geschlagen geben. Im plattformübergreifenden Gesamtranking sichert sich The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered zudem einen starken 4. Rang. Auch auf anderen Konsolen dominieren aufpolierte Klassiker das Feld: Auf PlayStation 5 und Xbox Series führt mit Assassin's Creed Black Flag Resynced ebenfalls die Neuauflage eines bekannten Spiele-Hits die Ranglisten an. Abseits dieser Retro-Welle punktet bei den Konsolenspielern zumindest noch ein klassischer Vollpreis-Neuzugang: die Sportsimulation EA Sports Madden NFL 27 erobert aus dem Stand den 2. Platz der PS5-Charts.
Auf der PC-Plattform Steam zeigt die wöchentliche Rangliste nach Umsatz ein ganz anderes Bild. Lässt man den kostenlosen Dauerbrenner Counter-Strike 2 auf dem Spitzenplatz außen vor, schiebt sich der neu gestartete Taktik-Shooter Wardogs für 39,99 Euro an die Spitze der umsatzstärksten Kauf-Games. Er lässt damit teurere Vollpreis-Spiele wie das 49,99 Euro teure Mortal Shell II hinter sich. Dieser Trend zeigt, dass PC-Spieler bei kompetitiven Multiplayer-Erfahrungen offenbar extrem preissensibel agieren und Publisher mit überteuerten Spielen gnadenlos abstrafen.


Der Blick auf die weiteren Platzierungen auf Steam verdeutlicht die aktuelle Stärke des mittleren Preissegments. Mit Helldivers 2 auf Rang 3 und Hell Let Loose: Vietnam auf Platz 4 positionieren sich zwei weitere Taktik- und Koop-Shooter für jeweils 39,99 Euro ganz weit oben in den Steam-Charts. Ältere Blockbuster schaffen den Sprung in die vorderen Ränge auf dem PC hingegen vor allem über drastische Deals und Rabattaktionen, wie Total War: Warhammer III auf Platz 7 mit einem Preisnachlass von 85 Prozent auf 8,99 Euro belegt.
Während Konsolenspieler bereitwillig für "aufgewärmte" Klassiker bezahlen, greifen PC-Gamer gezielt zu frischen Titeln im mittleren 40-Euro-Segment.








