Das Steam Deck ist mittlerweile über vier Jahre alt, neuere Gaming-Handhelds wie das Asus ROG Xbox Ally X (ca. 899 Euro auf Amazon) bieten teils deutlich mehr Leistung, bessere Displays und größere Akkus. Aber es gibt ein Genre, in dem das Steam Deck ungeschlagen bleibt: Strategiespiele.
Die Liste der 100 Spiele, die am Steam Deck am meisten gespielt wurden, wird wenig überraschend von Controller-freundlichen Indie-Hits wie Slay the Spire 2, Stardew Valley oder Balatro dominiert, aber auch Rollenspiel-Blockbuster wie Baldur's Gate 3 und Cyberpunk 2077 sind in der Liste zu finden. Auffällig abwesend sind Echtzeit-Strategiespiele, lediglich das rundenbasierte Civilization VI schafft es gerade so in die Top 100.
Das ist nicht überraschend, denn traditionell waren Konsolen, Controller und folglich auch Handhelds für RTS-Spiele schlicht ungeeignet. Kleine Gebäude oder Einheiten mit einem Analog-Stick auszuwählen ist zu mühsam, Funktionstasten fehlen und selbst Menüs sind ohne Controller-Support umständlich zu bedienen. Nach vier Jahren mit dem Steam Deck zeigt sich aber, dass Valve all diese Probleme gelöst hat. Denn die Trackpads, die vier rückseitigen, programmierbaren Tasten und die Möglichkeit, die Funktion aller Tasten für jedes Spiel einzeln anzupassen, erlauben es, selbst komplexere RTS-Titel komfortabel zu steuern.

172 Stunden Stronghold – ausschließlich auf dem Steam Deck
In 172 Stunden konnte ich die Stronghold Crusader: Definitive Edition auf dem Steam Deck komplett durchspielen, mit sämtlichen Kampagnen und vielen Inhalten aus dem Workshop. Das D-Pad kann bequem die Spielgeschwindigkeit steuern – essenziell, denn am Steam Deck ist man zwangsläufig etwas langsamer als am PC mit großem Bildschirm und Maus. Die Schultertasten drehen die Kamera, die Trigger dienen als linker und rechter Mausklick. Die Kamera wird mit einem Analog-Stick bewegt, die Maus mit einem Touchpad gesteuert. Die Tasten auf der Rückseite erlauben es dagegen, schnell Ausbildungsgebäude auszuwählen.
Über 190 Stunden Spellforce Platinum, 62 Stunden Diplomacy is Not an Option und 38 Stunden Stellaris am Steam Deck haben mir gezeigt, dass zumindest Einzelspieler-RTS-Partien auf dem Steam Deck nicht nur funktionieren, sondern es endlich auch möglich ist, diese nach einem langen Arbeitstag entspannt auf der Couch zu zocken, statt noch mehr Stunden am PC zu sitzen.
Während auch Gaming-Handhelds wie der Zotac Zone oder das Lenovo Legion Go Trackpads besitzen, sind diese weder so groß noch so ergonomisch platziert wie beim Steam Deck, und auch Valves haptisches Feedback ist hilfreich dabei, Spiele präzise zu steuern. Titel, bei denen weniger Präzision gefragt ist, wie Frostpunk, oder RTS-Spiele mit überraschend gutem Controller Support wie The Wandering Village, lassen sich zwar auch auf anderen Handhelds steuern, von einem Hobby-Strategen zum anderen kann ich für dieses spezielle Genre aber nur das Steam Deck tatsächlich empfehlen.
Quelle(n)
Eigene | Steam









