Nvidia will Ladezeiten mit automatischer Shader-Kompilierung drastisch reduzieren

Um das Kompilieren von Shadern und damit verbundene Leistungseinbußen während des Spielens zu vermeiden, begannen einige Spiele vor einigen Jahren, diesen Prozess im Voraus durchzuführen. Obwohl die Idee gut gemeint war, führte dies oft zu langen Ladebildschirmen mit Fortschrittsanzeigen für die Shader-Kompilierung, die mitunter als Ärgernis oder sogar als „schlechtester Bildschirm in der Spielegeschichte“ bezeichnet wurden.
Nvidias neue Auto Shader Compilation (ASC), die als Betaversion im neuesten Nvidia-App-Update veröffentlicht wurde, verspricht, DirectX-12-Spielshader nach einem Treiberupdate im Leerlauf neu zu erstellen und so die Wartezeit theoretisch vor dem Spielstart zu verkürzen.
ASC aktualisiert Shader nur nach einem Treiberupdate, da es darauf abzielt, wiederholte Kompilierungen zu reduzieren, nicht jedoch die Shader-Generierung vollständig zu ersetzen. Nach dem erstmaligen Herunterladen eines Spiels müssen die Shader weiterhin im Spiel erzeugt werden. Wer also gerade Call of Duty: Black Ops 7 gekauft hat und sofort loslegen möchte, profitiert von ASC nicht. Die Funktion soll vielmehr die Benutzerfreundlichkeit nach einem Treiberupdate verbessern.
In diesem engeren Rahmen erscheint das Versprechen durchaus plausibel, da Nvidia regelmäßig GeForce-Treiber-Updates veröffentlicht. Laut Nvidia verarbeitet der Treiber die Shader installierter Spiele automatisch im Hintergrund, wenn der Computer im Leerlauf ist oder nicht stark ausgelastet wird. So wird die rechenintensive Arbeit der CPU bereits vorab erledigt, anstatt erst beim nächsten Spielstart anzufallen. Spieler können den Prozess zudem manuell über die Option „Jetzt kompilieren“ anstoßen. Die Systemauslastung lässt sich in den Einstellungen steuern; standardmäßig ist sie auf mittel eingestellt, damit die Kompilierung laufende Hintergrundprozesse nicht beeinträchtigt.
Wie man das Nvidia Auto Shader Compilation Beta Tool aktiviert
Nvidias neue Funktion zur automatischen Shader-Kompilierung (ASC) soll auch shaderbedingte Ruckler in Spielen reduzieren. Wer sie ausprobieren möchte, muss die Treiber auf den GeForce Game Ready Driver 595.97 WHQL oder eine neuere Version aktualisieren und ausreichend Speicherplatz freimachen. Da sich das ASC-Tool noch in der Beta-Phase befindet, ist es standardmäßig deaktiviert und muss in der Nvidia-App unter „Globale Einstellungen“ > „Shader-Cache“ im Reiter „Grafik“ manuell aktiviert werden.
Gelegenheitsspieler werden die ASC-Funktion wahrscheinlich gar nicht erst suchen. Nvidia betont jedoch, dass dies erst der Anfang einer Lösung für die Probleme rund um die Shader-Kompilierung ist, die unter anderem Spieler von Titeln wie Roblox oder Counter-Strike betreffen. Darüber hinaus plant Nvidia, noch in diesem Jahr Microsofts Advanced Shader Delivery zu integrieren. Diese Technologie verteilt vorkompilierte Shader bereits während des Downloads, anstatt die Verarbeitung vollständig der CPU zu überlassen. Nvidia beschreibt die neue ASC-Beta daher als einen wichtigen ersten Schritt hin zu einer umfassenderen Lösung des Shader-Kompilierungsproblems.









