GPD enthüllt MCIO-Mini-PC und eGPU die OCuLink in der Leistung übertreffen

GPD hat damit seine erste Produktreihe mit MCIO-Schnittstelle präsentiert. Diese wurde entwickelt, um Hochgeschwindigkeitssignale über einen kompakten Anschluss zu übertragen, und gilt als vielversprechende Alternative zu OCuLink, Thunderbolt 5 und USB4 v2 für eGPU-Konfigurationen.
Konkret verspricht das Unternehmen für die neue eGPU G2 in Kombination mit einem MCIO-System und einer Desktop-GPU wie der Nvidia RTX 4090 lediglich rund 2 % Leistungsverlust. Zum Vergleich: OCuLink 4.0 x4 weist typischerweise einen Verlust von 4 % bis 25 % auf, während dieser bei Thunderbolt 5 und USB4 v2 oft deutlich über 25 % liegt.
Für alle, die sich fragen, was MCIO ist: Die Abkürzung steht für „Mini Cool Edge IO“ und wurde bisher vor allem in Servern der nächsten Generation, Speicherlösungen und KI-Hardware eingesetzt. Mit Herstellern wie GPD findet die Technologie nun zunehmend ihren Weg in den Consumer-Markt.
Zurück zum GPD G2: Im Kern handelt es sich um ein Dock mit integriertem Netzteil. Da die Leistungsangaben auf Tests mit einer RTX 4090 basieren, ist davon auszugehen, dass das eGPU-Setup auch große Desktop-GPUs mit bis zu drei Slots aufnehmen kann.
Das Unternehmen hebt außerdem hervor, dass das G2 eGPU-Dock über einen M.2-Steckplatz für eine einfache Speichererweiterung verfügt und Power Delivery mit bis zu 100 Watt unterstützt (1-Meter-Baseus-Kabel, derzeit für 10,15 Euro bei Amazon erhältlich). Es ist erwähnenswert, dass diese eGPU nicht nur für Systeme mit MCIO geeignet ist, da sie zusätzlich über einen USB4-v2-Anschluss verfügt. Für weitere Erweiterungsmöglichkeiten stehen zwei USB-Typ-A-Anschlüsse sowie ein LAN-Port zur Verfügung.
Apropos Systeme mit MCIO-Schnittstelle: GPD hat auch einen neuen Mini-PC vorgestellt, der diese nutzt – den Box. Sein MCIO-8i-Anschluss, basierend auf PCIe 5.0 x8, verspricht eine bidirektionale Bandbreite von bis zu 512 Gbit/s. Laut GPD soll er damit viermal schneller sein als OCuLink auf Basis von PCIe 4.0 x4.
Mit dem Teaser hat die Marke zudem bestätigt, dass die GPD Box mit Prozessoren der Intel-Panther-Lake-Serie ausgestattet sein wird und über zwei USB4-v2-Anschlüsse mit jeweils 80 Gbit/s verfügt. Die veröffentlichten Bilder deuten außerdem darauf hin, dass vier USB-Typ-A-Ports, zwei LAN-Anschlüsse sowie je ein HDMI- und ein DisplayPort-Ausgang vorhanden sein werden.
Informationen zum Marktstart des GPD-Box-Mini-PCs und der G2-eGPU gibt es bislang noch nicht. Da das Unternehmen beide Produkte jedoch bereits angeteasert hat, dürfte die offizielle Einführung nicht mehr lange auf sich warten lassen.













