Der AMD Ryzen AI 9 HX Pro 470 ist nur 100MHz schneller und somit nicht sonderlich performanter als der Vorgänger
Der neue Prozessor ist im Wesentlichen eine umbenannte Version des im vergangenen Jahr vorgestellten Ryzen AI 9 HX Pro 370 und bietet keine nennenswerten Leistungssteigerungen bei CPU, GPU oder NPU.
Erste Laptops mit dem Ryzen AI 9 HX Pro 470 sind inzwischen erhältlich und lösen die Modelle mit dem Ryzen AI 9 HX Pro 370 aus dem Vorjahr ab. Ähnlich wie Intels vPro-Familie kommen Ryzen-Pro-CPUs vor allem in Business-Laptops zum Einsatz, die zusätzliche hardwarebasierte Sicherheitsfunktionen benötigen. Die Testergebnisse zeigen jedoch nur geringe Verbesserungen durch den neuen Prozessor.
Die folgenden Benchmarks vergleichen den Ryzen AI 9 HX Pro 470 im neuen Dell Pro 7 14 mit dem älteren Ryzen AI 9 HX Pro 370 im Lenovo ThinkPad P14s Gen 6. Auf dem Papier sind beide Zen-5-CPUs hinsichtlich Architektur, Kernanzahl, Cache-Größen und angestrebter Leistungsaufnahme identisch. Der wesentliche Unterschied liegt in den geringfügig höheren Taktraten des Ryzen AI 9 HX Pro 470. Damit handelt es sich im Grunde um eine umbenannte Version des Ryzen AI 9 HX Pro 370 aus dem Vorjahr. Die reine Multi-Thread-Leistung fällt beim neueren Prozessor im Durchschnitt lediglich um wenige Prozent höher aus.
Auch die Dauerleistung hat sich nicht verbessert. In einer Schleife mit Cinebench R15 xT sinkt das anfängliche Ergebnis von 3.274 Punkten beispielsweise bereits nach kurzer Zeit auf 2.709 Punkte, was einem Leistungsverlust von 17 Prozent entspricht.
Trotz der mit dem Vorgänger identischen integrierten Radeon 890M bleibt auch die Grafikleistung hinter den Erwartungen zurück. Die 3DMark-Ergebnisse des Dell Pro liegen rund 20 Prozent unter den im genannten Lenovo-Modell gemessenen Werten.
Andere Geräte mit dem Ryzen AI 9 HX Pro 470 dürften geringfügig von den Ergebnissen des Dell Pro abweichen. Angesichts der derzeit hohen RAM-Preise bieten günstigere Systeme mit dem älteren Ryzen AI 9 HX Pro 370 jedoch ein nahezu identisches Nutzungserlebnis.
Autor des Originals:Allen Ngo - Lead Editor U.S. - 5576 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2011
Nach meinem Abschluss in Umwelthydrodynamik an der Universität von Kalifornien studierte ich Reaktorphysik und erhielt vom US NRC die Lizenz zum Betrieb von Kernreaktoren. Man gewinnt ein erstaunliches Maß an Wertschätzung für alltägliche Unterhaltungselektronik, nachdem man mit modernen Reaktorsystemen gearbeitet hat, die erstaunlicherweise noch immer von Computern aus den 80er Jahren betrieben werden. Wenn ich nicht gerade die US-Seite von Notebookcheck betreue, verfolge ich gerne die eSports-Szene und die neuesten Nachrichten aus dem Gaming-Bereich.
Übersetzer:Enrico Frahn - Senior Tech Writer - 8895 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Der Technik-Virus hat mich schon in jungen Jahren befallen, als ich zu Pentium II Zeiten meine ersten Schritte im PC-Bereich wagte. Seither gehören für mich das Modden, Übertakten und die akribische Pflege meiner Hardware einfach dazu. Während meiner Studienzeit entwickelte ich zudem ein spezielles Interesse an mobilen Technologien, die den stressigen Studienalltag erheblich erleichtern können. Nachdem ich bei einer Tätigkeit im Marketing meine Liebe für das Kreieren von Webinhalten gefunden habe, begebe ich mich nun als Redakteur bei Notebookcheck auf die Suche nach den spannendsten Themen aus der faszinierenden Welt der Technik. Außerhalb des Büros hege ich eine besondere Leidenschaft für den Motorsport und das Mountainbiking.