AMOLED-Helligkeit bei Smartwatches: Wie viele Nits braucht man wirklich?

Bei Smartwatches entscheidet die Displayhelligkeit vor allem darüber, wie gut sich Uhrzeit, Nachrichten und Trainingsdaten im Freien ablesen lassen. Angegeben wird sie meist in Nits oder Candela, wobei ein Nit einem Candela pro Quadratmeter (cd/m²) entspricht. Grundsätzlich gilt: Je heller das Display, desto besser bleibt es bei direkter Sonneneinstrahlung erkennbar.
Für den Alltag reichen häufig bereits etwa 500 bis 1.000 Nits. Wer viel draußen trainiert, profitiert von 1.500 bis 2.000 Nits oder mehr. Spitzenwerte von 3.000 Nits bieten zusätzliche Reserven bei starkem Sonnenlicht. Sie sagen allein aber wenig über die tatsächliche Displayqualität aus.
Herstellerangaben beziehen sich häufig auf eine maximale Helligkeit, die das Display nur unter bestimmten Bedingungen und teilweise nur kurzzeitig erreicht. Die automatische Helligkeitsregelung kann im Alltag deutlich darunterbleiben. Zudem erhöht ein besonders helles Display den Stromverbrauch.
Das zeigt die Honor Watch 6 (hier bei Amazon kaufen). Honor wirbt mit bis zu 3.000 Nits. In unserem Test messen wir im voreingestellten Basismodus maximal 2.340 cd/m². Im speziellen Hellmodus steigt der Wert auf 2.818 cd/m². Bei manueller Regelung sind dagegen nur bis zu 699 cd/m² möglich.
Mindestens genauso interessant ist die minimale Helligkeit. Ein Display, das nicht weit genug herunterregeln kann, blendet nachts unnötig. Bei der Honor Watch 6 messen wir beispielsweise mindestens 20,62 cd/m². Im dunklen Schlafzimmer ist das deutlich zu hell.
Beim Smartwatch-Kauf sollte deshalb nicht nur die größtmögliche Nit-Zahl zählen. Eine gute Uhr kombiniert eine hohe Spitzenhelligkeit für sonnige Tage mit einer zuverlässigen Automatik und einer möglichst niedrigen Mindesthelligkeit für die Nacht.



