Notebookcheck

gamescom 2019 | Age of Empire 2 Definitive Edition angespielt: Ein vernünftiges Remake?

Age of Empires 2 ist einer der ganz großen Klassiker im Strategiespiel-Segment
Age of Empires 2 ist einer der ganz großen Klassiker im Strategiespiel-Segment
Neben vielen anderen Spielen findet sich dieses Jahr auf der Gamescom auch das Remake des Klassikers Age of Empires 2, wobei die Entwickler bei Microsoft vieles richtig machen, aber auch ein paar Fehler wiederholen.

Bei dem Spiel Age of Empires 2 aus dem Jahr 1997 handelt es sich um einen der größten Spieleklassiker im Strategie-Segment, das sich noch heute größter Beliebtheit erfreut. So gibt es immer noch eine äußerst aktive Community, wobei es auch diverse Turniere gibt.

Als dann Microsoft angekündigte, dass es bald ein Remake des Klassikers geben würde, waren viele Fans der Marke erst mal kritisch. So ist Age of Empires 3 aus dem Jahr 2005 vielen Spielern noch als abschreckendes Beispiel in Erinnerung, wobei auch die Definitive Edition des ersten Teils zwar seine kleinen Erfolge feiern konnte, sich aber auch nicht zum großen Kassenschlager entwickelte.

Schöne neue Grafik

Das Grafikupdate tut dem alten Spiel gut (Quelle: Microsoft)
Das Grafikupdate tut dem alten Spiel gut (Quelle: Microsoft)

Jetzt hatte ich auf der diesjährigen Gamescom die Gelegenheit die Age of Empires 2 Definitive Edition anzuspielen und kann viel Positives berichten. Als erstes das offensichtliche: Die Grafik. Und hier tut das Upgrade auf eine neue Spiele Engine mit flüssigeren Animationen und höheren Texturenauflösungen dem Spieleerlebnis richtig gut. Denn auch wenn AOE2 mit seinen Mechaniken noch heute überzeugen kann, grafisch ist es schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Abgehackte Animationen, einseitiges Design von Bäumen, Gräsern etc. sind nur einige der Bereiche, in denen das Spiel in die Jahre gekommen ist. Die Definitive Edition räumt damit auf, was dazu führt, dass die Animationen endlich herrlich flüssig sind und Gebäude, Wälder etc. dank detailreicheren Texturen deutlich besser und harmonischer aussehen, als zuvor.

Neue Einheiten?

Die Mechaniken des Spiels sind nach dem ersten Eindruck fast identisch zum Original (Quelle: Microsoft)
Die Mechaniken des Spiels sind nach dem ersten Eindruck fast identisch zum Original (Quelle: Microsoft)

Doch was den meisten Fans wahrscheinlich wichtiger sein wird, ist die Frage, wie viel denn vom ursprünglichen Spiel übrig geblieben ist. Die Antwort: So ziemlich alles. Einheiten, Gebäude, Forschungsbaum, Balancing… Alles bleibt im großen und ganzen beim Alten. Natürlich reichen die 15 Minuten Anspielzeit nicht aus, um hier ein abschließendes Urteil bilden zu können, allerdings zeigt das Durchklicken vom Dorfzentrum, Schmiede, Kaserne etc. relativ deutlich, dass sich hier kaum was verändert hat. Selbst die Hotkeys sind noch die selben wie zuvor. Auf die Einführung von riesigen neuen Einheiten und Gebäuden wurde ebenso verzichtet, wie auf einen Eingriff in das grundlegende Balancing zwischen den einzelnen Einheiten. Zusammengefasst: Mit einem Ritter auf einen Pikenier loszugehen, ist immer noch eine schlechte Idee.

Ein altes Problem

Beim Pathfinding gibt es allerdings immer noch hin und wieder Probleme (Quelle: Microsoft)
Beim Pathfinding gibt es allerdings immer noch hin und wieder Probleme (Quelle: Microsoft)

Allerdings krankt auch die Definitive Edition immer noch an einem Problem, was es schon in der Original-Version gab: Das Pathfinding. Zwar wurde hier spürbar nachgebessert, allerdings ist es in den 15 Minuten Anspielzeit zweimal passiert, dass sich die Einheiten offensichtlich so in einander verkeilt haben und man sie erst mal wieder einzeln separieren musste, damit sich was tat. Hier gibt es noch Nachbesserungspotential.

Ein weiteres Problem, was der besseren Grafik geschuldet ist, ist die Tatsache, dass durch das aufpolierte Design das Spiel an manchen Stellen unübersichtlicher geworden ist. So lässt sich teilweise doch ein wenig schlechter einschätzen, ob an einem Spot noch was frei ist, oder ob man da keine Lücke mehr hat. Das wird zwar hauptsächlich Enthusiasten interessieren, es soll aber dennoch an dieser Stelle erwähnt werden.

Nichts desto trotz handelt es sich bei diesem Remake zumindest auf den ersten Blick um einen gelungenen Neustart des Spiels, der an den richtigen Stellen zur Verbesserung ansetzt, die zentralen Mechaniken aber nicht über den Haufen wirft. Im Zuge der Gamescom hat Microsoft auch noch das Release-Datum des Spiels bekannt gegeben, nachdem bisher nur bekannt war, dass es im Herbst auf den Markt kommen würde. Es handelt sich hierbei um den 14. November 2019. Wenn sie eine andere Meinung zu der Definitive Edition von Age of Empires 2 oder zu Remakes im Allgemeinen haben, teilen sie uns diese gerne in den Kommentaren mit.

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2019-08 > Age of Empire 2 Definitive Edition angespielt: Ein vernünftiges Remake?
Autor: Cornelius Wolff, 20.08.2019 (Update: 22.08.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.